Terror-Warnung

28. Februar 2014 10:18; Akt: 28.02.2014 16:41 Print

Schweizer werden aus Ägypten ausgeflogen

Das EDA warnt wegen der politischen Situation davor, nach Sharm el-Sheikh zu reisen. Reiseveranstalter haben bereits reagiert und holen ihre Feriengäste zurück in die Schweiz.

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Von Reisen nach Sharm El-Sheikh rät das EDA derzeit ab. (Bild: Keystone)

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Wegen der politischen Situation in Ägypten rät das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten derzeit von Reisen nach Sharm El-Sheikh ab. Es gebe Hinweise auf eine «konkrete terroristische Bedrohung». Reiseveranstalter haben deshalb reagiert und alle Buchungen bis zum 16. März gestrichen. Hotelplan zählt derzeit 148 Schweizer, die sich in der gefährdeten Region befinden. «Wir holen am Samstag alle unsere Kunden zurück», erklärt Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir. Die Betroffenen würden kontaktiert und über die Situation aufgeklärt. Wer trotz der angespannten Lage bleiben wolle, müsse dies auf eigene Gefahr tun.

«Bis jetzt ist noch nichts passiert, es handelt sich lediglich um eine Vorsichtsmassnahme», erklärt Huguenin-dit-Lenoir. Die Lage werde Tag für Tag neu beurteilt. Die rund 140 Schweizer, die bis Dienstag in das Gebiet der Halbinsel Sinai reisen wollten, werden nun kontaktiert. Die Buchungen können entweder kostenlos annulliert oder auf eine andere Destination übertragen werden.

Risiko im ganzen Land

Auch bei Kuoni werden die Flüge bis zum 16. März gestrichen. Das sei eine normale Vorgehensweise, erklärt Kommunikationschef Peter Brun. Derzeit befinden sich rund 50 Schweizer, die mit Kuoni reisen, in der Region. Die Leute werden allerdings nicht vorzeitig in die Schweiz zurückgeholt. «Wir lassen sie ihre Ferien wie geplant beenden, denn die Erfahrung zeigt, dass die meisten trotz solcher Warnungen nicht nach Hause wollen.»

TUI fliege seine rund 60 Gäste wenn möglich bereits am Freitag nach Hause, teilte das Unternehmen mit. Neben den regulären Flügen sei auch ein Sondercharter über Köln nach Basel-Mulhouse organisiert worden. Easyjet fliegt wegen der sinkenden Nachfrage bereits seit Mitte Januar nicht von Genf in den Sinai.

Gemäss EDA besteht das Risiko von Terroranschlägen zwar im ganzen Land. Trotzdem könnten Touristendestinationen wie Kairo und Alexandria, der Badeort Hurghada auf der afrikanischen Festlandseite des Roten Meeres, die Region am Nil von Assuan bis Luxor sowie die Mittelmeerküste «grundsätzlich besucht werden».

Sind Sie gerade in Sharm El-Sheikh in den Ferien? Schreiben Sie uns mit Ihrer Telefonnummer auf feedback@20minuten.ch!

(vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hugo am 28.02.2014 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Danach

    Alle die hier sagen, ist doch keine Problem, da passiert nichts, möchte ich dann hören wenn Sie ausgefolgen werden müsen und dafür die Rechnung bekommen. Dann schreien wieder alle das der Steuerzahler für die Kosten aufkommen soll. Ich habe nichts dagegen das Leute dorthin fliegen, sollte aber etwas passieren sind sie alleine dafür verantortlich und bekommen von der Schweiz keine Hilfe.

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  • Patrone am 28.02.2014 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Undank

    Aber der Bundesrat wird weiter jedes Jahr 30 Millionen Franken nach Ägypten überweisen.

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  • M.A. am 28.02.2014 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zum glauben

    Ich war im August 13 schon in sharm und auch da ging am freitag, nachdem wir am donnerstag geflogen sind, die meldung vom EDA raus. Auch da hats geheissen hotelplan holt die gäste raus. Leider wusste unsere ansprechperson vor ort von nichts. Ich hoffe für die leute, die dort feststecken, dasses diesmal stimmt. Denn ein gutes gefühl hatte ich von diesem zeitpunkt nichtmehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Edgar am 28.02.2014 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Terror-Warnung

    meine Verwandte in den Staaten und Nordirland müssen täglich damit leben. Entweder man beugt sich der Angst die die Terroristen erreichen wollen und schränkt sich ein oder man LEBT das Leben. Ich gehe trotzdem dorthin auch wenn die Möglichkeit besteht das eine Bombe hochgeht, viele verstehen das nicht.

  • Susann am 28.02.2014 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    seit wann warnen terroristen wirklich...

    extremisten sind und bleiben extremisten. egal in welchem land und egal in welcher religion!!! wer warnt zuerst wenn er wirklich verletzen und kaputt machen will?? glaube auch das alles panik mache ist! ich gehe jedenfalls so bald ich kann...spätestens im april. kann es kaum erwarten!!

  • Remo am 28.02.2014 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geht in die Ukraine

    Dort hat das EDA keine Reisewarnung ausgegeben. Das heisst wir können problemlos dahin ohne von irgendwelchen Rebellen angegriffen zu werden.

  • no name am 28.02.2014 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ade arabia

    bei mir sind die arabischen resp. muslimische Länder schon längst aus der Reisedestinatio gestrichen. Lieber bezahl ich etwas mehr oder noch besser bleibe zu Hause und geniesse hier die Ruhe.

  • Mark am 28.02.2014 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ferien im Krisengebiet?

    Geht es eigentlich noch? Jeder der Ferien in einem Krisengebiet macht ist doch nicht ganz bei Trost. Schlimm, wenn die Reisegesellschaften das auch noch unterstützen.