US-Präsidentschaftswahlen

15. April 2019 02:13; Akt: 15.04.2019 02:41 Print

Schwuler Demokrat tritt gegen Donald Trump an

Pete Buttigieg, der Bürgermeister von South Bend in Indiana hat seine Präsidentschaftskampagne fürs Weisse Haus eingeläutet.

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Der homosexuelle US-Demokrat Pete Buttigieg hat am Sonntag seine Präsidentschaftskampagne eingeläutet. Der 37-jährige Bürgermeister von South Bend in Indiana kündigte vor Anhängern an, 2020 für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen.

«Ich bin hier, um eine andere Geschichte als Macht Amerika wieder grossartig zu erzählen», sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten – viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. «Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision», sagte die 35-jährige Jenn Watts, die ihre dreijährige Tochter auf den Schultern trug.

Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht, steht der 100'000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen. Er wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der grossen Parteien der USA.

Aussenseiter mit hohem Bekanntheitsgrad

Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärts ging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Aussenseiter ein – mittlerweile ist seine Bekanntheit stark gestiegen.

In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roll2go am 15.04.2019 04:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Warum muss bei Schwulen und Lesben immer die sexuelle Orientierung als erstes hervorgehoben werden? So wird das nichts mit der Inklusion! Lasst doch alle einfach sein, was sie sind!

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  • sämi moor am 15.04.2019 03:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu früh

    Leider muss man zum jetzigen Zeitpunkt wohl davon ausgehen, dass ein schwuler Kandidat fer Demokraten Trumps chancen auf eine Wiederwahl verbessern würde. Dazu ist Amerika noch nicht bereit.

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  • Geissenpeter am 15.04.2019 05:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine ernsthafte Konkurrenz

    Trump lacht sich ins Fäustchen über die Gegenkandidaten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rusty Bloom am 18.04.2019 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Aber sicher doch

    Jetzt wirds lustig!

  • Seriously Unserious am 16.04.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verschwendet

    Die ganze Situation ist verkorkst! Ich verstehe dass Sie ihn mit seiner Sexualität promoten wollen, weil er der erste offene homosexuelle Präsident / Kandidat ist. Jedoch wird es warscheinlich so hinauslaufen dass er wie Clinton von der Linken nur wegen der Sexualität gepusht wird und von den Republikanern zum Inklusionskanditaten herabgesetzt werden wird. Das alles nur wegen des toxischen politischen Klimas und irrelevant ob seine politische Position eigentlich gut ist.

    • Ismet am 16.04.2019 17:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Seriously Unserious

      Sie verstehen da etwas falsch. Er wird promoted, weil er ein fähiger Kandidat mit einem Leistungsausweis aus. Seine Sexualität ist für das Amt Nebensache, gehört aber natürlich auch zu seiner Persönlichkeit.

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  • Nico am 15.04.2019 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Sexualität ist also wichtig?!

    Es gibt in den USA demfall aber auch noch weitere mögliche Gegenkandidaten, u.a Heterosexuelle, Metrosexuelle, Bisexuelle, Transsexuelle, Asexuelle, Fetische, Bondage- Liebhaber, Swinger etc.! Wenn das so weiter geht, dann braucht es gar keine Wahlen in den USA und Trump kann direkt zur Vereidung schreiten! PS: Diese Autofabrikhalle muss aber sehr winzig gewesen sein:-)

  • cs am 15.04.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr Schlingels

    Schade wird er nicht gewählt werden können. Aber die Gesichter in Saudi Arabien und so wären schon unbezahlbar gewesen, wenn er mit seinem Mann Hand in Hand aus dem Flugzeug steigt.

    • Lukas am 15.04.2019 23:46 Report Diesen Beitrag melden

      Wie jetzt?!

      Wie oder wer entscheidet das?! Hat er gesagt, dass sein Partner sein der "Mann" ist?!

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  • Richu am 15.04.2019 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Titel

    Der Titel dieses Artikels entspricht gar nicht der Wahrheit! Zuerst gibt es eine "Ausmarchung" bei über 10 Demokratischen Kandidatinnen/Kandidaten und da sind die Chancen für Mr. Buttigieg doch sehr klein!