Afghanistan

28. Dezember 2008 09:56; Akt: 28.12.2008 16:46 Print

Selbstmordanschlag bei Grundschule

Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe einer Grundschule in Afghanistan sind am Sonntag 16 Menschen getötet worden, unter ihnen auch 14 Kinder.

Fehler gesehen?

58 Menschen wurden nach US-Militärangaben verletzt. Ziel des Anschlags sei ein Treffen von Stammesältesten gewesen. Der Täter zündete seinen Sprengsatz bei einem Sicherheitsposten unweit der Schule im Osten des Landes, wie der stellvertretende Polizeichef der Provinz Kunar, Jacub Chan, mitteilte.

Im Süden Afghanistans kamen bei der Explosion einer am Strassenrand versteckten Bombe vier Menschen ums Leben, unter ihnen zwei kanadische Soldaten. Vier weitere Soldaten und ein afghanischer Dolmetscher seien verletzt worden, teilten die kanadischen Streitkräfte am Sonntag mit. Der Anschlag ereignete sich am Samstag im Bezirk Pandschwaji in der Provinz Kandahar. Das ausklingende Jahr war für die NATO in Afghanistan das verlustreichste seit dem Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001.

Afghanische Soldaten und Einheiten der von den USA geführten Koalitionstruppen setzten unterdessen ihre Einsätze gegen die Aufständischen fort. Dabei wurden am Samstag in den Provinzen Kabul und Paktia mindestens fünf Menschen getötet und sechs gefangen genommen, wie ein Militärsprecher mitteilte. Der Krieg in Afghanistan hat in diesem Jahr mehr als 6000 Menschen das Leben gekostet.

(ap)