Italien

07. August 2019 02:32; Akt: 07.08.2019 06:36 Print

Sitzen auf der Spanischen Treppe ist ab sofort tabu

Rom wehrt sich mit Verboten gegen den Massentourismus. Wer dagegen verstösst, muss zahlen.

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Touristen dürfen nicht mehr auf der berühmten Spanischen Treppe in Rom sitzen und la Dolce Vita geniessen. Polizisten vertrieben am Dienstag mit Trillerpfeifen Besucher, die sich auf den berühmten Marmorstufen im Zentrum der italienischen Hauptstadt ausruhen wollten.

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Der Stadtrat hatte im Sommer einen Erlass verabschiedet, der es untersagt, sich auf Monumente zu setzen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Strafen von bis zu 400 Euro.

Verboten wurden auch weitere Verhaltensweisen, die den Stadtverantwortlichen ein Dorn im Auge sind - etwa das Baden in Brunnen und das Spazierengehen ohne T-Shirt oder Hemd. Rom will damit die Auswirkungen des Massentourismus unter Kontrolle bringen.

Kaugummis und Rotweinflecken

Die im 18. Jahrhundert errichtete Spanische Treppe, die zur Kirche Trinita dei Monti führt, ist eine der berühmtesten Touristenattraktionen Roms. 2016 wurden sie für 1,5 Millionen Euro renoviert. Die Freitreppe war nicht nur durch Luftverschmutzung, sondern auch durch Kaugummis, Kaffee- und Rotweinflecken in Mitleidenschaft gezogen worden.

Auch andere italienische Städten versuchen mit strengeren Regeln, des Touristenansturms Herr zu werden. In Venedig beschloss der Stadtrat im Mai strikte Massnahmen, um die Unesco-Welterbestadt besser zu schützen. Das bekamen kürzlich zwei Touristen aus Deutschland zu spüren: Sie mussten 950 Euro Strafe zahlen, weil sie an der berühmten Rialtobrücke Kaffee kochten.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 07.08.2019 02:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    finde ich gut

    Richtig so, leider viel zu viele Touristen haben einfach kein Benehmen!

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  • Papa Bär am 07.08.2019 02:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Durchaus verständlich

    Rom hat nun mal historischen Hintergrund und als Gast pflegt man Respekt zu erweisen. Wer dies ignoriert bekommt auf die Mütze. Reiseführer gut durchlesen und Rom's Probleme... ...sind ganz anderer Natur.

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  • Lexilein am 07.08.2019 04:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Italien lebt davon

    Es gibt leider Touristen, die nicht wissen wie man sich benimmt. Abfall entsorgen und die Sehenswürdigkeiten mit Respekt behandelt gehört sich einfach. Aber alle in die Schranken weisen wollen mit Verboten.. das tut dem Tourismus wohl nicht so gut. Man stelle sich vor, ein Jahr lang keine Touristen in Italien.. das Land würde "untergehen".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Redner am 08.08.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Generation Easyjet

    Durch Discountflüge von Easyjet und Co kann heute jeder Assi sich das Reisen leisten, klar sind da solche Massnahmen nötig. Ich finde allerdings man sollte besser die Flüge verteuern, statt zu solchen Massnahmen zu greifen.

  • Betty Alpstein am 08.08.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz muss auch Regeln erstellen

    Auch in der Schweiz wird der Massentourismus zum Problem. Die Stadt Luzern und auch einige Bergbahnen, wie Säntis, Jungfraujoch, Pilatus und Rigi, werden sich für die Zukunft etwas einfallen lassen müssen

    • franz am 08.08.2019 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      Unkontroliert

      und wie recht Sie haben diesen Sommer am Morge Lädele in Luzern eine Katastrofe also das Unkonntolierte 10000 rein zu holen ist voll daneben man muss kein Millionär werden auch nicht im Hotel jeder der ohne Schulden durch den Monat kommt finde ich Mega

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  • alice am 07.08.2019 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kopflos

    bin Residente und manchmal Schäme ich mich für so Blöde Menschen die dann noch aus der Schweiz kommen aber es gibt auch andere Sachen Junge die alles verpuzt haben und kein Ticket mehr haben im Suff verloren da helfen die eingewanderten wenn Sie können

  • Paul am 07.08.2019 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Zum Glück kann man Kaugummi nur im Sitzen kauen.

  • Toni Tobler am 07.08.2019 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Bussen ....

    Italien verlangt auch von der Schweiz die Herausgabe von Informationen über UBS-Kunden. Die Italiener sind eben Weltmeister beim abkassieren andere Staaten und Personen.

    • Blablabla am 07.08.2019 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Toni Tobler

      Aha,..?.. wenn aber ein Staat durch Bankgeheimnis Steuerbetrügern durch geheime Konten Steuerhinterziehungen ermöglicht, dabei Banken auf kosten anderer Staaten, die dadurch erheblich Steuergelder verlieren, ganz schön absahen und natürlich auch der eigene Staat davon profitiert ist das ihrer Meinung nach ok ?

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