Coronavirus

18. März 2020 11:41; Akt: 18.03.2020 15:41 Print

So setzen andere Länder die Ausgangssperre um

In Spanien sorgen Drohnen dafür, dass sich die Menschen an die Ausgangssperre halten. In Frankreich braucht man eine schriftliche Bestätigung.

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Bis es dereinst ein Medikament oder einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt, ist neben Handhygiene und Abstand auch unser Immunsystem gefordert. Wie du deine Abwehrkräfte ohne viel Aufwand stärken kannst, erfährst du in der folgenden Bildstrecke. Empfehlenswert ist beispielsweise die Beachtung des sogenannten Bern-Prinzips, das der deutsche Mediziner Tobias Esch entwickelt hat. Mit der Schweizer Hauptstadt hat das nichts zu tun. Die vier Buchstaben stehen vielmehr für Behaviour (Verhalten), Exercise (Bewegung), Relaxation (Erholung) und Nutrition (Ernährung). Konkret empfiehlt Esch, negative Belastungen wie Stress zu vermeiden und gegebenenfalls das zu ändern. Denn wenn unser Körper gestresst ist, steigt der Cortisolspiegel, was unsere Abwehrkraft bremst. Gönne dir also öfter eine Pause und . Wenn du Schwierigkeiten hast, das hinzubekommen, kann ein sogenanntes helfen. Darin kannst du die grossen und kleinen Ärgernisse des Alltags notieren und so problematische Muster erkennen – und aufbrechen. Eine weitere wichtige Säule zur Stärkung des Immunsystems ist zu gehen. Dass das nicht für alle machbar ist, ist laut Milo Puhan vom Institut für Epidemiologie und Public Health ... ... an der Universität Zürich verständlich und völlig okay, denn bereits seien förderlich für die Gesundheit und für die meisten Menschen machbar. Andere Experten empfehlen, an mindestens fünf Tagen in der Woche mindestens eine halbe Stunde aktiv zu sein. Damit es wirklich etwas bringt, sollte Ausdauertraining rund 70 Prozent ausmachen, ... ... Krafttraining 20 Prozent und ... ... Koordinations- und Gleichgewichtsübungen 10 Prozent. Doch was auch immer man am Ende tatsächlich macht: . Bei aller Bewegung sollte aber der Aspekt der zu kommen. Das Minimum sind fünf Stunden. Nur dann hat der Organismus ... ... ausreichend , um das Immunsystem zu stärken. Wer sich weniger als fünf Stunden aufs Ohr legt, riskiert dagegen, krank zu werden: Schon nach einer einzigen durchzechten Nacht reduzieren sich nämlich die Abwehrzellen des Immunsystems um die Hälfte – und das Risiko, krank zu werden, steigt. Auch bringt etwas. Nachweislich hilfreich sind beispielsweise Yoga- und ... ... Meditationsübungen. Deshalb schlägt unter anderem die Schweizer Schlangenfrau Nina Burri vor, den Sport im Stundenplan verankern zu lassen. Ihr Argument: ... ... Wer für Entspannung keine Zeit hat, kann sich auch mit kleinen, unauffälligen Übungen behelfen: So bringt es nämlich auch schon etwas, hin und wieder mal die zu ballen und zu lösen. Wichtig ist auch – wenig überraschend – eine , die bewusst abläuft und nicht einfach nur dazu dient, den Hunger zu stillen. Als besonders empfehlenswert gilt zum Beispiel . Neben zahlreichen Vitalstoffen enthalten diese Gemüsesorten viel Beta-Carotin, das die Produktion der weissen Blutkörperchen anregt und so den Körper bei der Abwehr von Infektionen unterstützt. Auch nicht zu verachten sind . Auch gut: Die hingegen wirkt gegen Viren und Bakterien im Körper, beugt Erkältungen vor und bekämpft sie aktiv, wenn man sie schon hat. Ebenfalls nicht zu verachten ist . Auch hemmt die Vermehrung von Viren. Wird es mit den ersten Symptomen dem Körper zugefügt, kann es Dauer und Schwere einer Erkältung mindern. Neben dem Bern-Prinzip gibt es noch weitere Aspekte, die gut für die Selbstheilungskräfte des Körpers sind. So wie die gelten als ideal für die Gesundheit. Ist die Luft zu trocken, kann man krank werden. Der Grund: Je trockener die Luft, desto mehr Staubpartikel schweben ungebunden durch den Raum, weil dem Staubbinde-Element Wasserdampf fehlt. Hinzu kommt, dass trockene Luft die Schleimhäute austrocknen lässt und die schützende Schleimbarriere im Nasen-Rachen-Raum beeinträchtigt. Damit haben Erreger leichtes Spiel – es sei denn, ... ... man trinkt viel. Etwas, was zurzeit oft vergessen wird, weil das Durstgefühl fehlt. Doch genau das ist wichtig. Abhilfe schaffen können Sie auch mithilfe von . Diese gibt es in allen Grössen, Formen und Farben. Wollen Sie sich – aus welchen Gründen auch immer – keinen solchen anschaffen, ... ... gibt es auch andere Möglichkeiten: Zu Hause können Sie . Auch wirkstofffreie – zum Beispiel solche mit Salzwasser – können helfen. Gut für das Immunsystem sind auch warme Füsse: Sind sie zu kalt, kühlt die Körperoberfläche schnell aus und die Blutgefässe der Nase ziehen sich zusammen, was schlecht ist: Die verminderte Durchblutung schränkt die Immunabwehr ein und Erkältungsviren haben leichtes Spiel. Du kannst natürlich auch in die . Ein so trainierter Körper hat dann bei eisigen Temperaturen weniger Stress. Ausserdem nimmt durch Kneippgüsse die Zahl bestimmter Abwehrzellen des Immunsystems zu. Versuche ausserdem, Dinge zu vermeiden, die deine Abwehrkräfte schwächen – oder anders gesagt: ... ... sowie ein besonders . Der Grund: Alkohol beeinflusst so gut wie jedes Organ, was den Körper in Stress versetzt und das Immunsystem schwächt. Von raten Forscher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ab. Sie wiesen nach, dass Fast Food auf den Körper eine ähnliche Wirkung wie eine bakterielle Infektion hat. Zudem sorgt ungesundes Essen für Du musst jetzt aber nicht alles, was Spass macht, meiden. Laut US-Forschern verhindert der , dass in den weissen Blutkörperchen Gene aktiviert werden, Allerdings solltest du deinen Freunden nicht allzu nahe kommen: Gehe vorübergehend ein bisschen : Ein freundlicher Gruss und ein strahlendes Lächeln können Händeschütteln und Begrüssungsküsschen gut ersetzen und verhindern, dass man sich ansteckt. Den Partner nachts auf die Couch verbannen, musst du aber nicht. Denn stärkt das Immunsystem. Das Liebesspiel wehrt Infektionen ab, Bei alledem derzeit wichtiger denn je: Immer wieder . Schliesslich greifen wir uns mit diesen immer wieder ins Gesicht. Und wenn sie nicht keimfrei sind, transportieren sie Bakterien und Viren in die Nähe der gestressten Schleimhäute, die sie nicht mehr zuverlässig abwehren können.

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Spanien

Zur Überwachung der seit Sonntag geltenden Ausgangssperre setzt die spanische Polizei unter anderem auch Drohnen ein. So zum Beispiel in Madrid, der in Spanien von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffenen Region des Landes.
Die kleinen Fluggeräte tragen unter anderem Lautsprecher, mit denen die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben.

«Wir werden nicht zögern, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um deine Sicherheit und die Sicherheit aller zu schützen», schrieb die städtische Polizei in ihrem Twitter-Account, auf dem auch Videoaufnahmen des Drohneneinsatzes zu sehen sind.

Seit Inkrafttreten der Ausgangssperre sind die Strassen in Madrid und ganz Spanien nahezu leer. Die Menschen dürfen nur noch aus dem Haus, um Lebensmittel einzukaufen oder zur Apotheke, zum Arzt und zur Arbeit zu gehen. Oder den Hund auszuführen. Zudem darf man nach draussen, um Kinder, Ältere oder Hilfsbedürftige zu betreuen.

Belgien

In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige strenge Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Wege, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben.

Alle Unternehmen müssen wo immer möglich Homeoffice einführen, sonst drohen hohe Bussgelder. Die Regierung habe die Entscheidung nicht leichtfertig genommen, sagte Wilmès, sondern weil die Entwicklung des Coronavirus sie dazu zwinge. Es gehe darum, «unsere Liebsten zu schützen».

Die Bürgerinnen und Bürger dürften bis einschliesslich 5. April nur noch zur Arbeit zum Lebensmitteleinkauf und wenigen anderen Besorgungen wie Post- und Bankgeschäften aus dem Haus gehen. Spaziergänge und andere «physische Aktivitäten an der frischen Luft» bleiben jedoch erlaubt – und werden sogar angeraten, sagte die Regierungschefin. Allerdings dürfe man nur mit einem Angehörigen oder einem Bekannten zugleich unterwegs sein.

Apotheken, Tierfutterläden und Buchhandlungen dürften ebenso wie Supermärkte weiter öffnen. In jedem Coiffeursalon dürfe sich nur ein Kunde aufhalten.

Italien

Hunde sind auch in Zeiten der Coronavirus-Krise der beste Freund des Menschen. Wer in Italien einen Hund besitzt, nutzt ihn jetzt gern als Ausrede, um trotz der Ausgangssperre ins Freie zu kommen. Unzählige Hundebesitzer sind trotz geschlossener Parks und Grünflächen täglich auf den Strassen unterwegs. Hunde auszuführen, ist zwar nicht verboten, die Behörden beklagen jedoch einen starken Zuwachs an Menschen mit Vierbeinern in den Städten.

«Wir erleben Tage, an denen alles auf dem Kopf steht. So ist das bis vor kurzem lästige Gassigehen für jedes Familienmitglied zu einer begehrten Aufgabe geworden, um den vier Wänden zu entrinnen. Jeder meldet sich freiwillig als Dogsitter, auch die Nachbarn, die sich ewig wegen des Bellens beklagten», scherzte der Journalist Massimo Gramellini in seiner täglichen Rubrik in der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera».


Die Italienerinnen und Italiener nutzen jedes Gassigehen, um an die frische Luft zu kommen. (Bild: EPA)

Wegen des Frühlingswetters mit Temperaturen um die 20 Grad wird das Zuhausesitzen für viele Italiener zur wahren Tortur. So ziehen sich immer mehr Menschen Trainingsanzug und Running-Schuhe an und laufen auf den Strassen. Schliesslich sind Sportaktivitäten im Freien nicht verboten, solange man nicht in Gruppen läuft und die Distanz zu anderen Personen einhält.

Die Polizei geht hart vor, wenn man ohne überzeugenden Grund auf der Strasse erwischt wird. In fünf Tagen wurden 27'000 Personen wegen Verstössen gegen die Quarantäne-Vorschriften angezeigt. Insgesamt wurden 665'480 Personen kontrolliert.

Frankreich

Wer in Frankreich ab Dienstagmittag das Haus verlassen will, kann dies nur noch mit einem Formular tun. Wegen der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Ausgangssperre sollen die Menschen im Land nur vor die Tür, wenn es unbedingt notwendig ist.

Erlaubt ist: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbedürftigen helfen oder allein Sport machen. Auch Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten können, dürfen ihre Wohnung verlassen. Den Grund müssen die Menschen auf einem Formular ankreuzen sowie ihren Namen, ihr Geburtsdatum und den Wohnort eintragen.

Das Dokument lässt sich auf der Regierungsseite herunterladen und ausdrucken. Wer keinen Drucker hat, muss ein selbst geschriebenes Formular mit sich führen. Menschen, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen bis zu 135 Euro Strafe zahlen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer TV-Ansprache eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre wegen des neuartigen Coronavirus verhängt.

Österreich

Auch in Österreich wird das öffentliche Leben weiter drastisch eingeschränkt. Das Land müsse wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf Notbetrieb heruntergefahren werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Massnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschliessen wollte.

(woz/hua/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Genervte am 18.03.2020 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    saftige Bussen verteilen

    Dann verteilt doch endlich mal saftige Bussen gegen die draussen in Gruppen rumstehen und Hamstern. Wieso müssen immer alle anderen die sich korrekt benehmen die Zeche mitbezahlen? Ich habe wirklich die Schnauze voll von diesen lernresistenten Dummköpfen und Egoisten!

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  • Peter am 18.03.2020 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Lieber gegen die Medien vorgehen die für Panik sorgen.

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  • rosalie am 18.03.2020 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    prost

    ihr alle die jetzt nach Ausgangssperre rufen sind nachher die ersten die schimpfen. wisst ihr überhaupt was das heisst Ausgangssperre, Ende Jahr haben wir Massen Scheidungen na dann Prost.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger am 19.03.2020 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Staaten aufgeführt...

    Wie sieht es eigentlich in den Flüchtlingslagern aus, wo Millionen von Menschen in elenden Zuständen eng aufeinander leben?

  • Don Jovanny am 19.03.2020 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer einmal lügt dem glaubt man nicht....

    wenn man diesen Beamten doch nur glauben könnte! Haben Sie es vergessen? Es wird nur noch gelogen, von oben nach unten, von unten nach oben. So haben es uns die Behörden, Manager , Ceo's und Diktatoren und Ökonomen gelehrt.

  • Alvin am 19.03.2020 06:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr nicht bewusst

    Ausgangsspeere wird kommen ich sehe risikogruppen die deswegen nicht arbeiten dürfen sich munter unters volk mischen abstand fehlanzeige Aber auch andere junge und ältere befolgen keinerlei ratschläge

  • Phil Krill am 19.03.2020 03:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... Midnight Oil ...

    ... beds are burning ...

  • M. P. am 19.03.2020 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Spielplätze

    Wenn ich sehe, dass ca. 15 - 20 Kinder mit Ihren Müttern und Vätern auf dem Spielplatz die Sonne geniessen und fröhlich durcheinander wuseln, zweifle ich an deren Intelligenz... Da muss man sich dann nicht wundern, wenn es auch bei uns eine Ausgangssperre geben wird. Wenns anders nicht geht...