Russischer Auftragskiller

03. Dezember 2019 21:32; Akt: 03.12.2019 21:36 Print

Software soll Identität von Mörder geklärt haben

Der Mord an einem ehemaligen Tschetschenien-Kämpfer in Berlin stellt die Ermittler seit Monaten vor ein Rätsel. Wenigstens scheint die Identität des mutmasslichen Täters nun geklärt.

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Am 23. August war der 40-jährige Georgier Zelimkhan Khangoshvili in Berlin erschossen worden. Kurz darauf wurde ein Verdächtiger verhaftet. Der Mann, dessen Identität lange nicht klar war, sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Laut Recherchen des «Spiegels» sowie des internationalen Recherchenetzwerks Bellingcat handelt es sich bei dem mutmasslichen Täter um den 54-jährigen russischen Staatsbürger Vadim Krasikov. Er soll ein international gesuchter Mörder sein und im Auftrag des Kreml gehandelt haben. Krasikov, der Ende August mit Ausweispapieren in die EU eingereist war und sich als Vadim Sokolov (49) ausgewiesen hatte, schweigt zu den Vorwürfen.

Übereinstimmung von über 80 Prozent

Mit Hilfe einer Gesichtserkennungssoftware wurden aber Fotos von Krasikov mit einem Bild des Mannes verglichen, der unter dem Namen Sokolov in Berlin in Untersuchungshaft sitzt. Das Ergebnis zeigte eine Übereinstimmung von über 80 Prozent.

Medienberichten zufolge verdächtigt die Generalbundesanwaltschaft Deutschlands staatliche Stellen Russlands als Auftraggeber der Hinrichtung des 40-jährigen Khangoschwili. Die Bundesanwaltschaft will einem Insider zufolge Ermittlungen übernehmen: «Wir haben Beweise, dass ein ausländischer Geheimdienst dahinter steckt, deshalb will die Bundesanwaltschaft die weiteren Ermittlungen in dieser Woche übernehmen», heisst es aus Justizkreisen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft wollte sich nicht dazu äussern.

Der Getötete war im Tschetschenien-Krieg auf Seiten anti-russischer Separatisten aktiv. Er ging, wie auch viele andere der Kämpfer, ins Exil und lebte seit 2016 in Deutschland.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gernot am 03.12.2019 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Falls ihr nun denkt

    "Die sehen ja gar nicht gleich aus", doch tun sie. Achtet auf ein paar Merkmale, das Grübchen auf der Nasenspitze ist sehr selten auch wenn wir alle diese zwei Knorpel haben. Die Falten zwischen den Augen sind bei jedem einmalig. Die hängenden Lieder sind häufig aber zusammen mit allem anderen eindeutig. Und selbst mit Bart kann ich seine schmalen Lippen erkennen welche auch ein Merkmal sind. Zu Beginn ging es mir nämlich auch so (sieht aus wie x ein Russe) erst beim zweiten Blick sah ich die Übereinstimmungen.

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  • Dani am 03.12.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Aha Bellingcat, alles klar

    Damit ist wohl alles, inkl. der Mord erfunden.

  • Aufmerksamer Leser am 03.12.2019 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Wenn es um Recherchen von Spiegel und Bellingcat über Russland geht. Beide sind von grundauf anti russisch eingestellt. Der Spiegel hat mehrmals bewiesen, dass seine Recherchen über Russland frei erfunden sind. Das Netzwerk Bellingcat wir vom Westen finanziert und auch dessen Recherchen haben weder Hand noch Fuss

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sergey T. am 04.12.2019 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder eine schöne Lüge

    Auch ohne Software ist erkennbar, dass es 2 unterschiedliche Menschen sind. 80% sind gelogen. Sollten mal eher alte Literatur zum Thema lesen und dann die Software richtig programmieren.

  • Felsasepp am 04.12.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelte Masstäbe

    Geht es gegen Russland, macht man natürlich alles um die Taten "aufzuklären" - das Ergebniss ist eh schon bekannt = Putin wars. Andere Mordserien in Deutschland wo mit ziemlicher Sicherheit ein Geheimdienst eines gewissen Landes und/oder organisierte Kriminalität dahintersteckt, werden in der Öffentlichkeit als "Dönermorde" ausgegeben und propagandistisch ausgeschlachtet bis zum geht nicht mehr, obwohl die Ungereimtheiten und Lügen sich höher stapeln als der Mount Everest. Immer wie es politisch gerade passt.

  • Toni am 04.12.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Was ist wenn die Software einen Fehler macht, oder manipuliert wird?

  • Dieog am 04.12.2019 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    die USA tun das auch! Zwar mit einem unbemannten Fluggerät und 100ten Opfern als Kollatetalschaden aber das ist ja egal - weil es weit weg stattfindet.

  • Detlef am 04.12.2019 06:00 Report Diesen Beitrag melden

    Geklärt?

    80% Übereinstimmung ist noch nicht geklärt. Das wäre ja verrückt wenn jemand verurteilt würde weil sein Bild zu 80% mit einem andere Bild übereinstimmt. Da braucht die Justiz bessere Argumente für eine Verurteilung.