Top-Terrorist tot

02. Mai 2011 05:49; Akt: 02.05.2011 11:19 Print

Sonderkommando tötet Bin Laden in Pakistan

Der Anführer des Terrornetzwerks Al Kaida, Osama Bin Laden, ist tot. Ein US-Sonderkommando hat ihn in Abbottabad in Pakistan aufgespürt und erschossen.

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Der Führer des Terrornetzwerks Al Kaida wurde am 2. Mai 2011 von einer US-Sondereinheit in Pakistan erschossen. Bin Laden wurde in weniger als 100 Kilometer von Islamabad entfernt, aufgespürt und liquidiert. Einwohner von Abbottabad berichten, dass sich die Feuergefechte in diesem Anwesen zugetragen haben sollen. Bereits wenige Stunden nach seinem Tod wird - und zwar auf hoher See. Die USA wollen so verhindern, dass sein Grab eine Pilgerstätte wird. US-Präsident Barack Obama liess es sich nicht nehmen, In den frühen Morgenstunden des 2. Mai 2011 (Schweizer Zeit) trat er in Washington D.C. vor die Medien. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer um den Globus. In den USA - wie hier - versammeln sich die Menschen und feiern den Tod Bin Ladens. Auch in Washington D.C. wird gefeiert. finden sich Tausende ein und skandieren «USA! USA!». Auf das Konto von Bin Laden geht eine ganze Reihe von Terrorakten, allen voran der Am gleichen Tag erfolgte der Angriff auf das Bei beiden Anschlägen - im Bild der Ground Zero in New York - fanden fast 3000 Menschen den Tod. Doch der Terror der Al Kaida beginnt nicht erst mit 9/11: Am ... und in der Hauptstadt Tansanias. Mindestens 224 Menschen sterben. Der Angriff auf den im jemenitischen Aden mit 17 Toten wird ebenfalls Al Kaida zugeschrieben. Auch nach den Anschlägen von New York schlug Al Kaida immer wieder zu, etwa am 191 Menschen fanden den Tod. Am Vier Selbstmordattentäter zünden in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus Bomben. 56 Menschen starben. Nach dem 11. September 2001 wird Osama Bin Laden in den USA und vielen Ländern des Westens zum Noch im selben Herbst um die dortigen Al-Kaida-Ausbildungscamps zu zerstören und die regierenden fundamentalislamischen Taliban zu vertreiben. In auf Kuba errichten die USA ein Gefangenenlager für mutmassliche Al-Kaida-Kämpfer, das ausserhalb jeder Rechtsordnung geführt wird und deswegen in den folgenden Jahren im In- und Ausland immer wieder unter Beschuss gerät. Im Dezember 2001 erobern die Alliierten die Al-Kaida-Basis in Um ein Haar wäre ihnen dabei Osama Bin Laden in die Hände gefallen. Doch er kann sich nach Pakistan absetzen. Der Al-Kaida-Führer sollte für fast zehn Jahre der bleiben. Er kann sich dem Zugriff der US-Truppen und -Geheimdienste immer wieder entziehen. Am 20. Juni 2005 sagt CIA-Chef Porter Gos gegenüber dem Magazin «Time», er wisse, wo Bin Laden stecke. Geschnappt wird der Terrorfürst dennoch nicht. Auf Hinweise zum Verbleib des Al-Kaida-Führers setzt der US-Senat im Juli 2007 ein aus. Mehrmals meldet sich der Terrorfürst per so etwa am 7. September 2007. Er erwähnt darin unter anderem den damals frisch gewählten französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, um die Aktualität des Videos zu beweisen. Nach Bin Ladens Tod steigt die langjährige zum neuen Führer der Al Kaida auf, ... ... – und damit zum meistgesuchten Terroristen der Welt.

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Fast zehn Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington hat US-Präsident Barack Obama den Tod von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden bekannt gegeben. Bin Laden sei in seinem Versteck in Abbottabad, nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, getötet worden, sagte Obama in einer Fernsehansprache am Sonntag (Ortszeit) in Washington. Laut unbestätigten Meldungen wurde ihm in den Kopf geschossen. Seine Leiche wurde bereits auf See bestattet, wie die US-Regierung mitteilt.

Laut offiziellen Angaben war es keine Militäraktion. «Ein kleines Team von Amerikanern hat die Operation mit aussergewöhnlichem Mut und Fähigkeiten ausgeführt», sagte Obama. Das Sonderkommando sei mit Helikopterunterstützung und unter massivem Waffeneinsatz zum Versteck Bin Ladens vorgedrungen. Demnach seien vier Helikopter an dem Einsatz beteiligt gewesen, wovon einer aber anscheinend abgestürzt sei, nachdem vom Boden aus das Feuer eröffnet worden war, berichtete ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter. Zu möglichen Opfern sagte er nichts.

Auf dem Gelände sei Bin Laden nach einem Schusswechsel getötet worden. Auch drei weitere Gefolgsleute und eine als Schutzschild genutzte Frau seien umgekommen.

US- und pakistanische Geheimdienste

Der pakistanische Geheimdienstes ISI bestätigt die Tötung Bin Ladens in Pakistan. Er sei in der Nacht bei einer gemeinsamen Operation amerikanischer und pakistanischer Sicherheitskräfte in der Stadt Abbottabad, rund 100 Kilometer nördlich von Islamabad, getötet worden, sagte ISI-Chef Ahmed Shuja Pasha im pakistanischen Fernsehen. Auch einer seiner Söhne sei ums Leben gekommen.

Wie aus pakistanischen Sicherheitskreisen weiter verlautete, begann die Operation kurz nach Mitternacht (Ortszeit) und dauerte vier Stunden. Der Einsatz sei von US-Kräften geführt worden. Pakistanische Einheiten hätten die Aktion unterstützt, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte.

Die USA haben keine Geheimdienstinformationen mit anderen Ländern geteilt, auch nicht mit Pakistan, wo die Aktion stattfand. Nur eine kleine Gruppe von Menschen hätte von der Aktion gewusst. Die USA hätten erste Hinweise auf den Aufenthaltsort im vergangenen August gegeben, erklärte Obama weiter. «Der Gerechtigkeit ist Genüge getan», sagte Obama. Demnach befindet sich die Leiche von Bin Laden in den Händen der Amerikaner.

Der Kopf von 9/11

Bin Laden gilt als der Kopf hinter den schlimmsten Terroranschlägen, unter anderem auf das World Trade Center am 11. September 2001. Fast 3000 Menschen waren getötet worden, als Bin-Laden-Gefolgsleute Flugzeuge in die Türme gesteuert hatten.

Nach Obamas Angaben erhielt die US-Regierung im August 2010 erste Hinweise auf den Unterschlupf Bin Ladens. In der vergangenen Woche habe er ausreichend Informationen gehabt und sich entschlossen zu handeln, sagte Obama.

Der Präsident betonte, dass mit dem Tod Bin Ladens der Kampf gegen den Terrorismus nicht zu Ende sei. Er bekräftigte, dass sich die Amerikaner nicht im Krieg mit dem Islam befänden. «Wir sind es nicht und wir waren es nicht», betonte Obama.

Deshalb wollen die USA den Leichnam des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden gemäss der islamischen Tradition behandeln. Dies sagte ein US-Vertreter der Nachrichtenagentur AP.

«USA, USA»

Die Nachricht von Bin Ladens Tod verbreitete sich in den USA wie ein Lauffeuer. Schon bevor Obama im Weissen Haus vor die Kameras trat, um den Tod offiziell zu bestätigten, hatten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Zaun des Weissen Hause versammelt. Sie jubelten und riefen «USA, USA».

Nach der Mitteilung vom Tod des Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden haben die USA ihre im Ausland befindlichen Staatsangehörigen vor möglichen Vergeltungsmassnahmen des Terrornetzwerks gewarnt und ihre Botschaften weltweit in Alarmbereitschaft versetzt.

«Dschihad» geht weiter

Anhänger radikal-islamischer Gruppen haben nach der Tötung des Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden ihren Kampfeswillen bekräftigt. In arabisch-sprachigen Internet-Foren beteuerten sie ihre Entschlossenheit, vor allem die USA und deren Präsidenten Barack Obama in ihrem Visier zu behalten.

«Gott verfluche Dich, Obama», hiess es in einer der ersten Reaktionen aus islamistischen Gruppen. «Ihr Amerikaner: es ist noch immer unser Recht, Euch den Hals durchzuschneiden.»

Auf einer anderen Internet-Seite schrieb ein Diskussionsteilnehmer: «Osama mag getötet worden sein, aber sein Aufruf zum Dschihad wird niemals sterben. Brüder und Schwestern, wartet ab, sein Tod wird sich als Segen entfalten.»

Fast zehn Jahre nach den Anschlägen in New York haben die USA den Al-Kaida-Chef in Pakistan getötet. Dies teilte Obama in der Nacht zum Montag mit.

George W. Bush gratuliert

Expräsident George W. Bush hat seinem Nachfolger Barack Obama nach eigenen Angaben gratuliert, nachdem er vom Tod des Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden erfahren hat. Obama habe ihn angerufen und gesagt, dass US-Truppen Bin Laden getötet hätten, teilte Bush mit.

«Dieser bedeutsame Erfolg markiert einen Sieg für Amerika, für die Menschen, die nach Frieden auf der Welt streben, und für all diejenigen, die Angehörige am 11. September 2001 verloren haben», sagte Bush. Die USA «haben eine unmissverständliche Botschaft gesandt: Egal, wie lange es dauert, der Gerechtigkeit wird Genüge getan», sagte der frühere Präsident.

1991 den «Dschihad» erklärt

Bin Laden wurde als Sohn eines reichen saudi-arabischen Bauunternehmers vermutlich im Jahr 1957 geboren. Er entwickelte die Idee, Moslems aus aller Welt zu einem Kampf gegen westliche Mächte und ihre arabischen Verbündeten zusammenzurufen. In Afghanistan kommandierte er 1984 gegen die Rote Armee mehr als 20 000 Kämpfer aus vielen arabischen Ländern.

Ein Jahr vor Ende der sowjetischen Invasion in Afghanistan 1989 begann er mit Hilfe von Gefolgsleuten mit dem Aufbau des Netzwerks «Al Kaida». Als 1991 eine internationale Koalition unter Führung der USA den Krieg gegen Irak führte, erklärte er Washington den «Dschihad», den religiös motivierten Krieg.

Barack Obama verkündet den Tod Bin Ladens:

(aeg/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dino am 02.05.2011 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    USA, USA

    Gratulation an die USA, ich zieh meinen Cowboy-Hut vor der CIA und den TIER 1 Ops :)

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  • progressor am 02.05.2011 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    sündenbock

    der sündenbock ist erlegt. doch die wahren schuldigen an 9/11, diesem inszenierten cabaret, renn noch immer frei herum.

  • The Relativist am 02.05.2011 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    "Freudendämpfer"

    So schlimm die Taten von Osama Bin Laden auch waren, wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um einen Menschen handelt. Ich finde es (vor allem seiten der USA) pervers, dass man den Tod eines Menschen feiert. Es ist auch ein klarer Verstoss gegen die Menschenrechte: "Jeder Mensch hat das Recht auf Leben". Meiner Meinung nach ist es falsch, dass die USA so einfach damit wegkommen werden. Zum Schluss noch: Ich finde es schrecklich was Bin Laden gemacht hat. Ich verurteile Terror und habe 9-11 getrauert. Dennoch ist sein Tod nicht die Lösung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beni.Wettstein am 03.05.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenken

    Wenn die Amerikaner mit einer Spezialeinheit einen Terroristen töten ist das eine Heldentat. Wenn irgend eine Regierung einen Präsidenten umbrigen läst ist das ein Verbrechen!! Schon komisch wie unsere Welt funktioniert. Und auch komisch das in diesem Fall keiner mit er hat auch Menschenrechte kommt. Gut das er unschädlicht gemacht wurde. Aber währe es nicht besser wenn sie ihn in ein Gefängins gesteckt hätten!!

    • Bruno am 03.05.2011 21:04 Report Diesen Beitrag melden

      Heldentaten & Verbrechen

      Wenn er im Gefängnis steckt, gibts wieder Entführungsopfer, mit denen man versucht ihn freizupressen. Zudem kostet eine Inhaftierung viel Geld und wer gibt gern Geld für einen Terroristen aus? Das aufspüren war schon teuer genug. Für die USA ist Bin Ladens tod eine Heldentat. Für Bin Laden war der Tod unschuldiger eine Heldentat, so nennt jeder etwas anderes als Heldentat.

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  • Bruno am 03.05.2011 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Der Alltag geht weiter

    Ich glaub daran, dass er tot ist und somit ist die Sache für mich gestorben. Wichtig find ichs als Zeichen dafür,dass man sich nach solchen masslosen Verbrechen nicht einfach verstecken kann, sondern, dass die Rechnung dafür kommt.Nützt das Zeichen nichts, schadets nicht.

  • Umut am 02.05.2011 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie solls weitergehen!!!

    Was passiert danach !!! Neue Anführer und als Rache machen die vllt anschlag auf Obama sie werden dann alles tun um ihn Tod zusehen, sie sollten mal realistich werden es hat garnichts gebracht das er Tod ist!!!!!!!

  • Matthias am 02.05.2011 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Und das Glaubt ihr?

    Leiche abtransportiert, und auf hoher See bestattet! Innert wenigen Stunden soll ein DNA Test für Bestätigung gesorgt haben, und das Foto der Leiche betreffend--> Photoshop ist zu vielem fähig. Ich bin skeptisch was den Tod von Osama betrifft.

  • scarrde am 02.05.2011 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    teror

    mit osama stirbt nicht der terror!!!