27. April 2005 12:00; Akt: 27.04.2005 12:01 Print

Spanien: Bürgermeister gegen Homo-Ehe

Die Bürgermeister mehrerer spanischer Städte wollen das Gesetz über die Homosexuellen-Ehe boykottieren.

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Sie kündigten an, in ihren Standesämtern «aus Gewissensgründen» keine homosexuellen Paare zu trauen.

Dazu gehörten nach Presseberichten vom Mittwoch die konservativen Bürgermeister von Städten wie Valladolid, León oder Avila. Sie folgten damit einem Aufruf des Vatikans, der die Homo-Ehe strikt ablehnt.

Die spanische Regierung wies demgegenüber darauf hin, dass ein solcher Boykott einen Verstoss gegen die Gesetze bedeuten und von den Gerichten geahndet würde. Die konservativen Bürgermeister grosser Metropolen wie Madrid, Valencia oder Málaga kündigten an, dass sie das Gesetz respektieren werden, auch wenn sie es selbst ablehnten.

Das am Donnerstag vergangener Woche in erster Lesung vom spanischen Parlament beschossene Gesetz sieht vor, dass homosexuelle Paare nicht nur heiraten, sondern auch Kinder adoptieren dürfen. Es soll noch in diesem Sommer definitiv verabschiedet werden und in Kraft treten.

(sda)