01. April 2005 11:22; Akt: 01.04.2005 11:25 Print

Starke Opposition in Simbabwe

Nach ersten Ergebnissen der Parlamentswahl in Simbabwe hat die Opposition zumindest in den Städten sehr gut abgeschnitten.

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Von den ersten 29 Sitzen, für die Stimmen ausgezählt wurden, gewann die Bewegung für den Demokratischen Wandel (MDC) 25 Mandate, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Ausgezählt wurden zunächst aber nur die Stimmen aus städtischen Wahlkreisen, in denen die Opposition traditionell stark ist. Es wird erwartet, dass die Regierungspartei ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe in den ländlichen Gegenden höheren Zuspruch hat.

Die Opposition warf der Regierung vor, sie wolle mit der Bekanntgabe nicht aussagekräftiger Teilergebnisse den Eindruck erwecken, die Wahl sei frei und fair verlaufen. Nach Darstellung der MDC und einiger unabhängiger Beobachter wurde die Abstimmung durch massive Einschüchterungen und gefälschte Wählerlisten manipuliert. Anders als bei früheren Wahlen in Simbabwe kam es aber nicht zu gewaltsamen Ausschreitungen. Zahlen zur Wahlbeteiligung wurden zunächst nicht veröffentlicht. Ein norwegischer Diplomat beklagte, zwei norwegische Wahlhelfer seien nach Abschluss der Stimmauszählung in einem Wahllokal acht Stunden lang gegen ihren Willen festgehalten worden.

(ap)