Erdbeben in Peru

26. Mai 2019 14:44; Akt: 26.05.2019 19:31 Print

«Die Häuser haben eine Minute lang gewackelt»

Im Norden Perus hat sich ein Erdbeben der Stärke 8,0 ereignet. Die Erschütterungen wurden auch in Ecuador gespürt, wie ein Leser berichtet.

Das Beben der Erde im Norden von Peru wurde an einem Konzert des peruanischen Sängers Ezio Oliva per Zufall gefilmt. (Video: Reuters)
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Ein heftiges Erdbeben hat in der Nacht zu Sonntag den Norden Perus erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 8,0 an. Nach ersten offiziellen Angaben sind keine Menschen ums Leben gekommen, es gebe aber mindestens sechs Verletzte, wie das Portal «Peru 21» berichtet.

Ein Leser, der sich gerade mit seiner Freundin in Ecuador befindet, berichtet: «Wir wurden durch das Beben aus dem Schlaf gerissen», sagt er. «Die Alarmanlagen der Autos gingen los und die Leute rannten aus ihren Zimmern auf die Strasse.»

Heftiges Erdbeben in Peru

Gemäss einem weiteren Leserreporter, der seit 2014 in der peruanischen Hauptstadt Lima lebt, hat das Erdbeben über eine Minute gedauert. «Es war das längste Erdbeben, das ich in Peru je erlebt habe», erzählt André Werlen. Er fährt fort: «Das Bett rüttelte und die Scheiben zitterten und da wusste ich sofort, dass es sich um ein Erdbeben handelt. Ich wusste auch: Jetzt kann ich nichts mehr tun, ausser abwarten.»


Auch Leser-Reporterin Guyslaine T., die sich in Nuevo Rocafuerte im Amazonasgebiet Ecuadors befindet, wachte mit einem Schrecken auf. «Die Häuser haben sogar hier eine Minute gewackelt! Alle sind nach draussen gerannt, hier ist aber zum Glück nichts passiert.»

«Das Beben dauerte eine gefühlte Ewigkeit»

Die gleichen Erfahrungen hat auch ein Leserreporter, der mit einer Schweizer Reisegruppe durchs Land reist, gemacht: «Das Beben dauerte eine gefühlte Ewigkeit», erzählt er. Er und seine Begleiter hätten daraufhin ihre wichtigsten Habseligkeiten geschnappt und seien danach ins Freie geflüchtet. «Wir hatten sehr grosse Angst», erzählt der Tourist. Der Strom sei zeitweise ausgefallen und man habe gesehen, wie ein Hang abrutschte.

Eine Leserin, die im peruanischen Pucallpa lebt, berichtet: «Das Beben war sehr stark, dauerte lange und war unheimlich.» Das ganze Haus habe gerüttelt und man sei sich vorgekommen, als hätte man ein paar Gläschen zu viel getrunken.

«Plötzlich gegen 2.40 Uhr hat es begonnen. Es war sehr stark», sagt ein Zeuge aus Iquitos (Peru) zu erdbebennews.de.

Auf Twitter werden die ersten Bilder von Schäden veröffentlicht.



Der Ausgangspunkt habe 75 Kilometer südöstlich der peruanischen Stadt Lagunas in einer Tiefe von etwa 110 Kilometern gelegen. Sogar in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá waren die Erschütterungen zu spüren gewesen. Zahlreiche Menschen gingen besorgt auf die Strasse, wie eine Nutzerin auf Twitter schildert.


(woz)