Wahlkampf geht los

30. Dezember 2012 06:46; Akt: 30.12.2012 08:15 Print

Steinbrück: «Merkel hat einen Frauenbonus»

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück attestiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Sympathievorsprung - besonders bei Frauen. Wahlen würden aber nicht nach Beliebtheit entschieden.

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«Angela Merkel ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat», sagte Steinbrück der «Frankfurter Allgemeinen SonntagsZeitung» laut Vorabbericht. Weibliche Wähler würden in hohem Masse anerkennen, dass Merkel «sich in ihrer Partei, aber auch jenseits davon, besonders in Europa, seit langem durchsetzt», sagte Steinbrück.

«Das ist nicht mein Nachteil, sondern ihr Vorteil», sagte der Kanzlerkandidat. Die Kanzlerin habe sich in einer Männerwelt durchgesetzt, wirke sehr unprätentiös und trete bescheiden auf. Das werde auch von Wählerinnen der SPD anerkannt. «Das heisst aber nicht, dass ich als der Gottseibeiuns wahrgenommen werde», fuhr Steinbrück fort.

Merkel hat die Nase vorn

Eine Umfrage gibt Steinbrück recht, dass Merkel die Nase vorn hat. Einer YouGov-Erhebung im Auftrag der «Bild»-Zeitung zufolge vertrauen 36 Prozent der Wahlbürger der CDU-Chefin mehr als einem möglichen Kanzler Steinbrück (18 Prozent). Allerdings: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) vertraut keinem von beiden.

Steinbrück lehnte es ab, sein Verhalten an den Vorteilen seiner Gegnerin im Bundestagswahlkampf auszurichten. Er werde nicht versuchen, sich grundsätzlich zu ändern oder das Sammeln von Beliebtheitspunkten zu trainieren. «Das würde ohnehin als Schauspielerei entlarvt», sagte Steinbrück.

Wahlen würden nicht nach Beliebtheit entschieden. So sei er im Jahr 2005 als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen beliebter gewesen als sein damaliger Kontrahent Jürgen Rüttgers von der CDU, habe aber die Landtagswahl trotzdem verloren.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franz am 30.12.2012 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    peer hat einen polemik malus

    merkel ist nicht wegen dem frauenbonus beliebt, sondern peer ist wegen seiner polemik, dem streichen von teilen der pendlerpauschale und seinen angekündigten steuererhöhungen unbeliebt. für einen vortrag von ein paar stunden kassiert er fast so viel, wie angela in einem monat. er sollte bei den vorträgen bleiben und stundenlöhne in dieser grössenordnung sollten mit einer 90% steuer belegt werden.

  • Bruno am 30.12.2012 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vertrauen

    Alle die gegen uns Schweizer sind?! EU abgewandt, sollte sich in Grund und Boden verkriechen.? Man redet von Rosinenpickerei?! Und wer möchte diese Rosinen denn gerne?? Die Schweiz ist nun mal rein landschaftlich gesehen eine Rosine. Also wollen doch alle Länder rundum die Schweiz für sich einnehmen. Wir können das unserer eigenen Landsleute, sogenannte Schweizer, nicht zulassen dass Europa uns aufteilt. Schon zwei Diktatoren wollten das tun und es gelang denen bis heute noch nicht. Ich hoffe dass unser Heilie Bruder Klaus, sowas heute und morgen verhindern wird.

  • Martin am 30.12.2012 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hast du

    Und Obama einen Schwarzen und die ganze SVP-Fraktion einen Rechtsbonus. That's life. Wenn man selber keine Freunde hat wirds halt schwierig mit dem Bonus. Wie wärs mit einem Schweizerbonus?:-D

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hannah am 31.12.2012 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Na...

    ... da muss er sich keine Sorgen machen, anstatt einen Symphatie-Bonus kriegt der Peer eher einen Geld-Bonus. Ist ihm ja sowieso lieber ;-)

  • Fritz am 31.12.2012 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Bilderberger und Steinbrück.

    Laut der Bilderberger Konferenz in der Steinbrück bereits gefeiert wurde, müsste jeniger also gegen Merkel gewinnen, obwohl es im Moment für ihn eher düster sieht. Gewinnt er trotzdem, wissen wir wohl ein für allemal, die Bilderbergers richtens jeweils.

  • Fritz am 31.12.2012 02:33 Report Diesen Beitrag melden

    Beide driften ins Abseits

    Beide werden zu sehends unbeliebter. Die Merkel weil die Deutschen Steuerzahler es langsam satt haben, mit ihren Steuern die Griechen zu finanzieren und den Steinbrück weil er ein Selbstdarsteller ist und ausser grossen Reden gegenüber einem kleinen Nachbarland, noch nichts geleistet hat.

  • Charlotte am 30.12.2012 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt

    Das stimmt genau, die Wahl wird nicht durch Beliebtheit entschieden! Die Wahl wird in erster Linie durch die Zugehörigkeit bei elitären Zirkeln (Bilderberger, etc.) und dann in zweiter Linie durch die Wahl "des kleineren Übels" durch die Wähler entschieden. Das kann jeder erfahrene Wähler nur bestätigen.

  • Martin am 30.12.2012 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hast du

    Und Obama einen Schwarzen und die ganze SVP-Fraktion einen Rechtsbonus. That's life. Wenn man selber keine Freunde hat wirds halt schwierig mit dem Bonus. Wie wärs mit einem Schweizerbonus?:-D