Hoeness-Affäre

22. April 2013 22:10; Akt: 22.04.2013 22:16 Print

Steinbrück will wieder «Kavallerie» loslassen

Der deutsche Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat lange zum Fall Hoeness geschwiegen. Jetzt postet er eine Notiz auf Facebook – mit einem altbekannten Vergleich.

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«Manchmal ist Kavallerie besser als Diplomatie», schreibt «Peitschen-Peer» auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

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Im März 2009 erzählte Peer Steinbrück, damals noch deutscher Finanzminister, man müsse mit der Kavallerie gegen die Schweiz vorgehen – die er mit Indianern verglich. Er benutzte den Vergleich, um das Schweizer Steuergeheimnis zu kritisieren. «Wir müssen nicht nur das Zuckerbrot benutzen, sondern auch die Peitsche», hatte Steinbrück damals gesagt.

Jetzt, nachdem auskam, dass der FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness mehrere hundert Millionen Euro auf Konten in der Schweiz verheimlicht haben soll, fühlt sich Steinbrück bestätigt.

Auf seiner Facebook-Seite hat er er ein Bild einer handgeschriebenen Notiz veröffentlicht: «Aktuell zeigt sich, wie mangelhaft die Bundesregierung das Steuerabkommen mit der Schweiz verhandelt hat. Manchmal ist Kavallerie besser als Diplomatie», so der Kanzlerkandidat.

Eine Reaktion aus der Regierung folgte prompt. Aussenminister Guido Westerwelle schrieb eine Stunde später – ebenfalls auf Facebook: «Über ein Steuerabkommen mag man in der Sache diskutieren, aber wer in Europa der Kavallerie den Vorzug geben will, liegt grundfalsch.»

(rey)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oli am 22.04.2013 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Hauptsache der Steinbrück hat wieder etwas womit er Politik machen kann..

  • leiser rolf am 23.04.2013 00:05 Report Diesen Beitrag melden

    Drohungen

    In seinem Land werden ganz viele Waffen hergestellt die auch in Kriegen verwendet werden, ist also Deutschland der Schuldige. Schweizer Banken bieten Kontos an, Deutsche Rüstungsbetriebe stellen Waffen her. Herr Steinbrück, es wäre schön wenn Sie in Ihrem Land zuerst einmal Ordnung schaffen bevor Sie einem anderen Land drohen es anzugreifen.

  • Gaby am 22.04.2013 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer auf die kleinen

    Ja ja man kann immer auf die schweiz hauen weil unsere politiker sich nie wehren würden und zu allem kuschen dabei sollte grad mal deutschland sich an der nase nehmen von wegen steueroase ! Gegen die und andere EU-länder sind wir ein tropfen auf dem heissen stein

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kimbrus am 23.04.2013 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig und altmodisch ....

    Ist der Begriff Kavallerie nicht schon etwas ausgelutscht Herr Steinbrück? Wie wär´s mit etwas Fantasie. So werden Sie nie Oberindianer von Deutschland. Im übrigen leben wir im Zeitalter von Panzern und Raketen, ja ja,- die Zeit bleibt eben nicht stehen.

  • Hai max am 23.04.2013 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wowwwwhh

    Der nächste GRöFAZ steht schon bereit!

  • Georges Dubi am 23.04.2013 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Nivea

    Steinbrück ist ein Primitivling. Viel schlimmer jedoch, dass er solche Aussagen machen kann und keine Konsequenzen befürchten muss. Das sagt viel über die politische Kultur Deutschlands. Das wiederum ist noch viel tragischer als Steinbrücks Niveaulosigkeit.

    • Third Life am 23.04.2013 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      Du sagst es

      und das Schlimme ist dann noch, dass diese Aussagen auf alle Mitbürger abfärben und ein schlechtes Bild "der Deutschen" abgeben. Da schämt man sich täglich aufs neue für seine Herkunft wenn man solche Aussagen liest.

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  • Peter2106 am 23.04.2013 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann ihm.......

    Man kann ihm auf Facebook eine Nachricht hinterlassen. Aber Achtung - diese sollte weder Ehrverletzend noch in einer Gossensprache abgefasst sein. Man kann einem Menschen auch in allem Anstand sagen, was man denkt.

  • Yannick Brunner am 23.04.2013 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlendes Niveau

    Diesem Steinbrück fehlt schlicht das Niveau, um Regierungschef eines 80-Millionen-Volkes zu werden. Er mag sich mit seinen markigen Sprüchen ja cool vorkommen, aber das reicht nicht für ein solches Amt. Ausserdem sollte sich jemand, der rechtsstaatlich behandelt werden will wie im Fall "Schweiz", auch rechtsstaatlich benehmen. Und dazu gehört auch die Diplomatie, nicht die Kavallerie, und Datenklau und Hehlerei schon gar nicht!