Wegen Enthüllungsbuch

09. Januar 2018 22:14; Akt: 10.01.2018 18:58 Print

Steve Bannon verlässt «Breitbart»

Der ehemalige Chefstratege des US-Präsidenten tritt als Vorsitzender von «Breitbart» zurück. Grund dürfte seine Rolle bei «Fire and Fury» sein.

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Steve Bannon im Januar 2018. (Bild: Keystone)

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Der in einen offenen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump geratene rechtsnationalistische Vordenker Steve Bannon verlässt das ultrarechte Onlineportal «Breitbart News». Gründe für Bannons Abgang nannte weder das Unternehmen noch Bannon selbst.

«Bannon und Breitbart arbeiten an einer glatten und ordnungsgemässen Übergabe», teilte der Unternehmenschef der Website, Larry Solov, am Dienstag mit. Man sei dankbar für das gemeinsam Erreichte, heisst es auf der Website.

Bannon selbst zeigte sich in einer knappen schriftlichen Erklärung «stolz» darauf, dass es dem «Breitbart»-Team gelungen sei, eine «Nachrichtenplattform von Weltklasse» zu produzieren. Auch er äusserte sich zunächst nicht dazu, warum er das Portal verlässt. Bannon war wegen ihm zugeschriebener kritischer und abfälliger Zitate über Trump und dessen Familie im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» zuletzt massiv unter Druck geraten. Trumps ehemaliger Berater spricht im Buch im Zusammenhang mit der Russland-Affäre von Verrat.


«Fire and Fury» fordert erstes Opfer: Bannon verlässt «Breitbart». Video: Tamedia/AFP

Bannon bedauert Äusserungen

Am Wochenende hatte Bannon ausführlich sein Bedauern geäussert, die Äusserungen inhaltlich aber nicht bestritten. Am Montag hatte das Weisse Haus erklärt, trotz des Bedauerns habe Bannon derzeit keine Chance auf eine Rückkehr ins Weisse Haus. Auch die Milliardärsfamilie Mercer hatte nach Bannons Äusserungen erklärt, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen.

Bannon galt als Rechtsaussen-Architekt der nationalistisch ausgerichteten Kampagne Trumps und treibende Kraft hinter umstrittenen Entscheidungen wie dem Einreisestopp für Bürger aus mehreren muslimischen Ländern.

Im vergangenen August wurde er von Trump gefeuert, nachdem interne Spannungen und Machtkämpfe zunahmen. Trump traf sich aber auch danach noch mit Bannon, der zum rechtspopulistischen Nachrichtenportal «Breitbart» zurückgekehrt war. Schon vor einigen Tagen wurde spekuliert, dass Bannon wegen seines Zerwürfnisses mit Trump bei «Breitbart» vor dem Aus stehe. Der Vorstand debattiere darüber, ihn seines Amtes zu entheben, berichtete CNN.

(bla/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bill am 09.01.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hellseher

    ... und wird Präsident des KKK.

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  • Andy am 09.01.2018 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bannon knickt ein

    Nimmt mich Wunder welche kompromittierenden Fotos es über Bannon gibt, dass er eingeknickt ist. Muss wohl übelstes Material sein.

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  • John McClane am 09.01.2018 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht!

    Ich sage nur Happy New Year!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 10.01.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Abgang

    Steve Bannon sucht sich nun was neues und er wird sicher nicht hungern. Ein Steve Bannon ist ausserhalb der Öffentlichkeit allerdings unkontrollierbarer als einer in der Öffentlichkeit. Gut vorstellbar, dass er bei irgendeinem Political Action Committee (PAC) anheuert oder selbst eines aufmacht.

  • Mike am 10.01.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Als würde sich...

    ... dadurch etwas bei Breitbart oder dem Weltbild deren Leser etwas ändern.

    • Gerz am 10.01.2018 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mike

      Über Land Verat mussen wir nicht zu die amsi schauen!Wir haben selber BR Landverete das ist nicht Neu!!!!

    • Mary J am 11.01.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

      @gerz

      Bevor Sie unsere Regierung kritisieren, lernen Sie mal fehlerfrei zu tippen!

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  • N. Otrump am 10.01.2018 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    und wieder geht der Falsche...

  • Ritano am 09.01.2018 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir kommen die Tränen

    Mir kommen bei einer solchen die Tränen.

  • Zeus am 09.01.2018 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt Menschen, die man zwingen muss,

    dass sie sich in der Öffentlichkeit zeigen. Steve ist das gelungen. Jetzt dürfte das Eis dünn werden.