Tebartz-van Elst

10. Oktober 2013 10:59; Akt: 10.10.2013 15:41 Print

Strafbefehl gegen Limburger Skandal-Bischof

Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Nach dem überteuerten Kauf eines Bischofssitzes hat er heute einen Strafbefehl erhalten.

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Hamburg Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat einen Strafbefehl gegen den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beantragt. Dem Bischof wird vorgeworfen, im September 2012 in zwei Fällen falsche Versicherungen an Eides Statt vor dem Landgericht Hamburg abgegeben zu haben. Dies teilte die Behörde am Donnerstag mit. Über den Antrag muss nun das Amtsgericht Hamburg entscheiden.

Hintergrund des Vorwurfs ist ein Rechtsstreit zwischen dem Bischof und dem Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» über die Berichterstattung zu einer Indien-Reise.

31 Millionen Euro für Bischofssitz

In einem Zivilverfahren gab Tebartz-van Elst laut Staatsanwaltschaft in einer eidesstaatlichen Erklärung an, es habe keine erneute Rückfrage des «Spiegel«-Journalisten mit dem Vorhalt «Aber Sie sind doch erster Klasse geflogen?» gegeben und er selbst habe auch nicht auf einen solchen Vorhalt die Antwort gegeben: «Business-Klasse sind wir geflogen.» Die Staatsanwaltschaft zeigte sich überzeugt, dass diese Erklärung falsch gewesen sei.

Der Bischof von Limburg (Hessen) war in den vergangenen Wochen vor allem wegen des masslos überteuerten Neubaus seiner Bischofsresidenz in die Schlagzeilen geraten. Es mehren sich in Deutschland die Rücktrittsforderungen.
(Video: Reuters)

(sda)