Kalifornien

16. Mai 2019 05:38; Akt: 16.05.2019 10:00 Print

Stromleitungen lösten tödlichen Waldbrand aus

Jetzt steht offiziell fest, warum vor einem halben Jahr viele Menschen ihr Leben verlieren mussten.

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17 Tage nach dem Ausbruch melden die Behörden, dass das Feuer in Kalifornien unter Kontrolle ist. «Das sind wahre Action-Helden»: Der frühere kalifornische Gouverneur und Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat sich mit Leidtragenden und Helfern der verheerenden Waldbrände in Nordkalifornien getroffen. Busfahrer Kevin McKay rettete 22 Kinder und wird nun als Held gefeiert. US-Präsident Trump reiste am Samstag in die Zone des «Camp Fire» im Norden des US-Bundesstaats. (17. November 2018) Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der am schlimmsten betroffenen Stadt Paradise, Jody Jones, machte er sich vor Ort ein Bild von der Lage. «Das ist sehr traurig», sagte Trump. Die Vorwürfe eines schlechten Forst-Managements wiederholte Trump. «Das hätte alles ganz anders laufen können», sagte er. Die Folgen der Katastrophen sind nun auch in San Francisco spürbar. Die Behörden warnten vor gefährlicher Rauchbelastung und schlechter Luftqualität. Nach den verheerenden Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Vermissten auf über 1000 angestiegen. Mindestens 71 Menschen kamen ums Leben. (16. November 2018) Hunderte Vermisste: Retter suchen in den Trümmern von Paradise nach menschlichen Überresten. (15. November 2018) Laut PSRLA sind die Flammen auf der Aufnahme rund 900 Meter von der Stelle entfernt, an der sich 1959 ein verheerender Atom-Unfall ereignete. Zeigt Solidarität mit den Waldbrand-Betroffenen und bedankt sich beim Roten Kreuz: Sängerin Lady Gaga. Mit seiner Rolle im Film Hangover wurde Stanley zum Star. Im Gegensatz zum Film überlebte Stanley. Er hatte Glück, dass das Feuer sich nicht auf sein Gehege ausbreitete. Nur 15 Kilometer entfernt, steht die abgebrannte Gottschalk-Villa. Stanley posiert gerne mit seinen Fans. Nicht alle Tiere hatten so viel Glück wie die Giraffe. Man rechnet mit Tausenden Opfern. Shiloh (2) hat Verbrennungen im Gesicht erlitten. Noch werden über 200 Menschen vermisst: Ausgebranntes Auto in Kalifornien. (11. November 2018) Ein Flugzeug lässt Löschmittel über den Hügel von Malibu ab. Anne und Roger Bloxberg blicken auf den Waldbrand, der ihr Hab und Gut zerstört. (West Hills, 9. November 2018) Ein Satellitenbild zeigt das Ausmass des Feuers. Diese Hirschkuh hat überlebt. Wegen den starken Winden breitet sich das Feuer immer weiter aus. Hillary Johnson musste ihr Pferd Augie auf einem Parkplatz zurücklassen. Hier kann sie ihn endlich wieder in die Arme nehmen. Ein zerstörtes Haus in Malibu. In Paradise sind mehrere Personen im Feuer ums Leben gekommen. Die Feuerwehr versucht ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. In den Trümmern wird nach Opfern gesucht. Araya Cipollini hat ihr Haus verloren. Mehrere tote Personen wurden in Fahrzeugen gefunden. Die Einsatzkräfte haben ein Herz für Tiere. Ein geretteter Esel wurde an ein Strassenschild gebunden. Die Feuerwehrleute in Kalifornien stehen im Dauereinsatz. Fast vollständig zerstört: Waldbrände haben die nordkalifornische Stadt Paradise in Schutt und Asche gelegt. (8. November 2018) Tausende Gebäude seien niedergebrannt, teilte Scott McLean von der kalifornischen Feuerwehr am Donnerstag mit. Wind, der für die schnelle Ausbreitung des Feuers sorgte, habe Paradise vernichtet. In der Gemeinde sind 27'000 Menschen zu Hause. Sie hatten die Stadt am Donnerstag verlassen müssen. Wie viele Einwohner bei dem Brand verletzt wurden und wie gross das Ausmass der Schäden war, konnten die Behörden zunächst nicht abschätzen. Die Stadt Paradise befindet sich rund 290 Kilometer nordöstlich von San Francisco. Nach Auskunft der Feuerbehörde ist das «Camp Fire» am Fusse des Sierra-Nevada-Gebirges in wenigen Stunden auf eine Fläche von über 70 Quadratkilometern angewachsen. Vize-Gouverneur Gavin Newsom hat für den Bezirk Butte County den Notstand erklärt, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Patienten eines Spitals in Paradise werden evakuiert.

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Sechs Monate nach einem verheerenden Waldbrand im US-Bundesstaat Kalifornien mit 85 Toten ist die Brandursache endgültig geklärt. Das «Camp Fire» sei durch Stromleitungen des Energieversorgers Pacific Gas and Electric (PG&E) ausgelöst worden.

Dies teilte die zuständige Feuerwehr am Mittwoch (Ortszeit) nach einer Untersuchung mit. Angefacht worden seien die Flammen dann durch Trockenheit, Hitze und starken Wind.
Kalifornien leidet seit Jahren unter extremer Trockenheit und wurde vergangenes Jahr von mehreren schweren Bränden heimgesucht.

Bereits erste Klagen

Beim «Camp Fire» in Nordkalifornien kamen im November 85 Menschen ums Leben. Das Feuer verwüstete rund um die Kleinstadt Paradise mehr als 60'000 Hektar Land und zerstörte fast 19'000 Häuser und andere Gebäude. Der Brand gilt als das tödlichste und zerstörerischste Feuer in der Geschichte Kaliforniens.

PG&E hatte bereits eingeräumt, dass seine Stromleitungen für die Katastrophe verantwortlich sein könnten. Die Feuerwehr bestätigte diese Hypothese nun offiziell. Der vollständige Untersuchungsbericht wurde nicht veröffentlicht, sondern an die Staatsanwaltschaft übergeben, die nun über eine Anklage gegen das Unternehmen entscheiden muss.

PG&E wurde bereits von mehreren Opfern der Brandkatastrophe sowie von Versicherungsunternehmen und Organisationen verklagt. Wegen möglicher Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe hat das Unternehmen im Januar Insolvenz angemeldet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phil Krill am 16.05.2019 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... wichtiger ...

    ... so ist es in den USA. Marode Infrastrukturen, aber eine Mauer für 5 Milliarden ist ja wichtiger. So viel zu America First ...

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  • karl am 16.05.2019 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die weltmacht...

    ... Mit Infrastruktur aus dem Mittelalter, da passt der Präsident immerhin 100%

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  • Klare Frage am 16.05.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückständige USA

    Wann verlegen die Amis ihre Stromleitungen endlich den Boden?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • starlight79 am 16.05.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur Amerika

    Zur Info, in Canada wüten Über 180 Waldbrände! Im Okanagan richtung Kelowna sind schon über 17000 Hektaren verbrannt, aber man interessiert sich ja nur für Amerika.

  • Gegendenker am 16.05.2019 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es auch bei uns

    Gabs in der Schweiz auch schon! Nämlich als Italien der letzte grössere Blackout hatte!

  • Ruedi am 16.05.2019 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrend

    Ich frage mich nur wie ein solecher brand rund um die Strasse jedes Gebäude und Fahrzeug zerstören kann, aber rundherum die Bäume nicht die kleinsten Brandspuren aufweisen.Bei einem Bild steht ein Auto direkt an einem Baum, rundherum liegen Äste doch weder die noch der Baum sind verbrannt. Nur das Gestrüp am Boden ist weg und dennoch sind die Aluminiumfelgen gesmolzen. Ich will auf keine Theorie anspielen aber dennoch festhalten das bei einigen Bildern etwas faul ist.

  • Heidi Heidnisch am 16.05.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waffentests?

    Ich habe Fotos (nicht Photoshop) gesehen, da zieht sich eine kohlenfarbige Schneise durch geschmolzene Autos und Baumstrünke. Ein, zwei Meter daneben stehen junge Bäumchen, vielleicht zwei jährig, in vollem Saft. Solche Resultate sieht mensch bei der Anwendung von Laserwaffen u.Ä. Irgendein Sündenbock findet sich dann immer. Das ist das sogenannte Lee-Garvey-Oswald-Prinzip.

  • Nichtganzschweizer am 16.05.2019 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr...

    ... solche Unglücke passieren leider immer wieder. Wie auch schon in der Schweiz wo ein Lichtbogen in einen Baum die Stromleitung nach Norditalien gekappt hat. Doch es sind Unfälle, deswegen finde ich das die Klagen gegen den Stromkonzern etwas überzogen sind. Vorallem wenn man sich verschiedene Katastrophen in den USA mal so ansieht und vergleicht was da an Entschädigungen gezahlt wurde.