Unwetter

22. Januar 2020 20:50; Akt: 22.01.2020 20:50 Print

Sturmtief Gloria fordert 9 Tote in Spanien

Heftige Niederschläge und eisige Temperaturen sorgten in Teilen Spaniens und Frankreich für einen Ausnahmezustand. Einige Menschen werden noch vermisst.

Sturmtief Gloria brachte meterhohe Wellen und Überschwemmungen nach Spanien. (Video: AP)
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Mit starken Winden und heftigem Regen hat Sturmtief «Gloria» den Osten Spaniens und Teile Südfrankreichs fest im Griff. In Spanien haben die Unwetter und eisigen Temperaturen bereits neun Menschen das Leben gekostet.

Am Mittwoch seien zusätzlich zu den bereits bekannten Opfern fünf weitere in den Regionen Valencia und Andalusien registriert worden, berichteten spanische Medien unter Berufung auf Behörden. Zudem wurden vier Menschen vermisst.

In Carcaixent nahe Valencia wurde demnach die Leiche eines offenbar in der Nacht erfrorenen 49 Jahre alten Obdachlosen gefunden. Eine Frau sei am Mittwoch in Alcoi (Alicante/Valencia) gestorben, als ihr Haus wegen des Unwetters einstürzte. Zudem sei die Leiche eines 67-Jährigen nahe der Gemeinde Callosa d'En Sarrià (Alicante) geborgen worden. Im andalusischen Almería starben ein Landwirt und ein Obdachloser, wie es hiess.

Mehrere Vermisste

Auf Ibiza wurden den Berichten zufolge unterdessen ein 25-jähriger Brite und ein 41-Jähriger als vermisst gemeldet. Ausserdem wurden ein Mann auf Mallorca und ein Seemann im katalanischen Girona vermisst.

In weiten Teilen des Landes wurde das Wetter am Mittwoch zwar wieder besser. Für einige Gemeinden der Regionen Aragonien und Katalonien im Nordosten des Landes galten am Nachmittag aber noch die zweit- und dritthöchsten Alarmstufen Orange beziehungsweise Gelb.

Vor allem rund um die Küstenstadt Valencia mussten seit Wochenbeginn Dutzende Strassen sowie mehrere Häfen gesperrt werden. Auch der Zugverkehr war in Teilen unterbrochen. Insgesamt sei seit Wochenbeginn für Hunderttausende Schüler in verschiedenen Landesteilen der Unterricht ausgefallen, hiess es.

Hochwasseralarm in Frankreich

Auch in Südfrankreich schlugen die Behörden wegen «Gloria» Alarm und warnten vor massiven Überschwemmungen. Der Fluss Agly bei Perpignan habe einen kritischen Wasserstand erreicht, teilte die zuständige Präfektur am Mittwoch mit.

In zahlreichen Gemeinden wurden Evakuierungen in Flussnähe angeordnet, Strassen wurden gesperrt. Für die Agly und den wenige Kilometer entfernten Fluss Aude galt die Hochwasser-Warnstufe Rot. Bereits seit Montagabend regnet und schneit es heftig in der Region.

(vro/sda)