Guantánamo

19. Februar 2011 10:01; Akt: 19.02.2011 10:10 Print

Sudanese zu 14 Jahren Haft verurteilt

Als sechster Insasse von Guantánamo ist Noor Uthman Mohammed wegen Terrorismus verurteilt worden. Er hat seine Taten gestanden.

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Noor Uthman Mohammed hat seine Taten vor Gericht gestanden. (Bild: Reuters)

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Ein US-Militärgericht hat am Freitag einen sudanesischen Insassen des Gefangenenlagers Guantánamo wegen der Unterstützung des Terrornetzwerks Al Kaida zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Gemäss einer Absprache zwischen Anklage und Verteidigung wird Noor Uthman Mohammed jedoch ein Teil seiner Strafe erlassen werden, wenn er sein Versprechen einhält, mit US-Ermittlern in anderen Verfahren zu kooperieren.

Der seit acht Jahren in dem umstrittenen Gefangenenlager auf Kuba inhaftierte Mohammed habe am Dienstag gestanden, «materielle Hilfe für den Terrorismus geleistet zu haben», teilte eine US- Armeesprecherin mit.

Seit 1994 Vize-Kommandant und Ausbilder

Der Militäranklage zufolge war Mohammed seit 1994 Vize-Kommandant und Ausbilder eines Lagers in der afghanischen Stadt Chaldan, in dem El-Kaida-Kämpfer und einige der Attentäter vom 11. September 2001 ausgebildet worden sein sollen.

Der Sudanese war 2002 in Pakistan aufgegriffen und nach Guantánamo gebracht worden. Er ist erst der sechste Guantanamo- Insasse insgesamt und der dritte während der Präsidentschaft Barack Obamas, der von einer so genannten Militärkommission verurteilt wurde. Derzeit sitzen noch 173 Gefangene in dem auf Kuba gelegenen Lager ein.

(sda)