Heftige Kämpfe

07. Juni 2019 02:48; Akt: 07.06.2019 09:28 Print

Syrische Rebellen starten Offensive

Armeestützpunkte des syrischen Machthabers Bashar al-Assad sind von oppositionellen Kräften und Jihadisten-Gruppen überrannt worden.

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Syrische Rebellen haben nach Angaben von Beobachtern eine Offensive gegen Regierungstruppen im Nordwesten des Landes begonnen. Die oppositionellen Kräfte und Jihadisten-Gruppen hätten Stellungen der Armee von Machthaber Bashar al-Assad überrannt.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Aktivisten am Donnerstag berichteten, seien Stellungen der syrischen Regierungstruppen auch in der Region der Städte Idlib und Hama unter Artilleriebeschuss der Rebellen geraten. Unabhängige Angaben aus der letzten von Rebellen gehaltenen Region des Landes gab es nicht.

Bei den heftigen Kämpfen wurden bisher 21 Regierungssoldaten und 14 Rebellen getötet, wie die Beobachtungsstelle weiter berichtete. Die syrische und die russische Luftwaffe, die die Regierungstruppen unterstützt, hätten mit massiven Luftangriffen versucht, die Offensive zu stoppen.

300'000 Menschen in die Flucht getrieben

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet im Bürgerkriegsland. Die Provinz wird von der al-Qaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham dominiert. Dort leben aber auch rund drei Millionen Zivilisten, darunter viele Flüchtlinge. Die jüngste Gewalt hat nach Uno-Angaben seit Anfang April mindestens 300'000 Menschen in die Flucht getrieben. Russland als Alliierter der syrischen Regierung sowie die Türkei als Verbündeter der Opposition hatten die Region zur «Deeskalationszone» erklärt. Trotzdem begannen Truppen al-Assads Anfang Mai eine Bodenoffensive.

Die Hilfsorganisation Weisshelme hatte vor wenigen Tagen von der schlimmsten humanitären Katastrophe im seit acht Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg gesprochen. Mehrere oppositionsnahe Gruppen warfen Syriens Regierungstruppen und deren Verbündeten Russland und Iran zugleich vor, gezielt lebenswichtige Infrastruktur wie Krankenhäuser zu zerstören. Den Weisshelmen zufolge wurden Hunderte Zivilisten getötet, Hunderttausende sind auf der Flucht.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy Seeland am 07.06.2019 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfsorganisation Weisshelme?

    Dass die sogenannten Weisshelme immer noch als Hilfsorganisation bezeichnet werden sagt leider sehr viel aus über den Artikel. Dass Syrien kein autonomes Gebiet unter Kontrolle von Jihad Fundamentalisten tolerieren kann , das lehrt uns die Geschichte und Afghanistan. Somit bitte als Stellvertreter Krieg zwischen TR und Syrien betrachten und all die Meldungen der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte etwas hinterfragen.

  • Louis am 07.06.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Offensive

    Das selbe und schlimmeres geschieht im Jemen, aber darüber wird seit Wochen nur über Randnotizen informiert.

  • huschmie am 07.06.2019 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wollen wir das?

    Der Westen, unsere Freunde, unterstützt die Rebellen, und meint, damit gutes zu tun. Dem Frieden ist das nicht dienlich. Es gibt mehr Tote und Flüchtlinge.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lukas am 07.06.2019 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich sowas sehe

    Muss ich immer an die CIA denken. Sie provozieren mal wieder.

  • Ruth am 07.06.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Jihadisten

    Danke für diesen Bericht, nachdem seit Tagen auf allen Kanälen (nicht nur schweizerischen) über die brutalen Angriffe der Syrischen Armee berichtet wurde. Wie immer sieht die Realität ziemlich anders aus! Die Jihadisten kämpfen für ihr Überleben, denn sie glauben sich auf der richtigen Seite. Hoffentlich ist der ganze jihadistische Alptraum bald zu Ende.

  • Realist am 07.06.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Heftige Kämpfe?

    Ich weiß ja nicht warum ihr immer masslos übertreibt, weniger als 50 Opfer bei einem Gefecht sind nichts. Das sind kleine Scharmützel, in Brasilien oder Mexiko sterben täglich mehr Menschen durch Schusswaffen auf offener Straße. Wenn ihr ein Beispiel eines richtig heftigen Kampfes wollt dann vergleicht mit der Invasion der Normandie. Da starben auf beiden Seiten 20'000 Mann in wenigen Stunden!

  • Louis am 07.06.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Offensive

    Das selbe und schlimmeres geschieht im Jemen, aber darüber wird seit Wochen nur über Randnotizen informiert.

  • Regie Sör am 07.06.2019 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie im Film !

    Die Serie geht in die nächste Staffel. Dallas wollte auch nie enden .