Handelsstreit

20. Juni 2019 03:13; Akt: 20.06.2019 03:45 Print

Technologiekonzerne warnen Trump vor Zöllen

Dell, HP, Microsoft und Intel befürchten, dass die von US-Präsident Trump vorgeschlagenen Strafzölle die Kosten von Laptops in die Höhe treiben würden.

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Führende US-Technologiekonzerne sind Vorschlägen von US-Präsident Donald Trump entgegengetreten, im Handelsstreit mit China auch Laptops und Tablets mit Strafzöllen zu belegen. Solche Zölle würden die Kosten für die mobilen Computer in die Höhe treiben.

Auf diese Weise warnten die PC-Hersteller Dell und HP, der Softwareriese Microsoft und der Chip-Hersteller Intel am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Die Zölle würden zulasten der US-Kunden und der heimischen Branche gehen und nichts an den von Trump als unfair kritisierten Handelspraktiken Chinas ändern.

Die US-Preise für Laptops und Tablets würden um mindestens 19 Prozent und damit 120 Dollar im Schnitt steigen. Dadurch könnten die mobilen Computer für viele Kunden unerschwinglich werden. 52 Prozent der in den USA verkauften Laptops und Tablets stammen von Dell, HP und Microsoft.

Gefährdung von Jobs

In einer weiteren Stellungnahme mit den japanischen Videospiele-Rivalen Nintendo und Sony, erklärte Microsoft, dass solche Zölle auf Spielekonsolen Innovationen abwürgen, den Verbrauchern schaden und Tausende Jobs gefährden könnten.

Trump hat China mit weiteren Strafzöllen auf Importe im Volumen von 300 Milliarden Dollar gedroht. Seit Montag können sich Unternehmen dazu äussern. Die Anhörung durch die Behörde des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer endet am Dienstag. Da danach eine siebentägige Stillhalte-Periode beginnt, dürfte Trump gegebenenfalls frühestens am 2. Juli die neuen Zölle in Kraft setzen. Allerdings trifft sich Trump zuvor noch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Japan am 28. und 29. Juni, um über eine Lösung des Streits zu sprechen.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kain am 20.06.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Weckruf

    Eine kleine Erinnerung für Politik und Wirtschaft: Durch das ganze Outsourcing haben sich die USA in eine gefärliche Abhängigkein begeben. Bei den ganzen Lieferketten muss nur ein Zahnrädchen ausfallen und das Endprodukt kann nicht mehr hergestellt werden. Wenn Die Führung in Peking will steht in den USA schnell alles still.

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  • Patrick am 20.06.2019 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschft hat macht, Staat schaft günstiges Umfel

    Wenn man es genau betrachten würde, hätte die Wirtschaft massiv mehr Macht über die Regierung, als sie vielleicht denkt. Denn wer schafft Arbeitsplätze und somit Steuereinnahmen anstelle von Ausgaben bei Arbeitslosenkassen? Die Steuerabgaben der Firmen sind auch nicht zu unterschätzen. Hinzu kommen die Zölle beim Warenfluss... Ich denke, wenn sich die 10-20 grössten US Firmen zusammen tun, dann sagen die wos lang geht. Was übrigens bei uns auch so wäre.

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  • Sein heimliches Plünderungs Manöver am 20.06.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    D.T macht Politik für Hochfinanz

    Zölle rauf macht Produkte teurer, Aktionen im Arabischen Golf verteuern das Öl, Sanktionen gegn Huawei machen teurere Produkte notwendig. usw usf. Dieses Vorgehen ist der einizige verlässliche und Stabile Faktor in Trumps Politik.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Miriam D. am 20.06.2019 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    So peinlich

    Trump hält immer noch an seiner Behauptung fest, dass die Zölle von Exporteure bezahlt werden und nicht die USA oder das US-Volk. Sogar die US Wirtschaftselite widersprechen ihn öffentlich.

  • Alex Keller am 20.06.2019 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Trumps Traum, Apples Antwort

    Ein iPhone aus US Produktion. Reaktion von Steve Jobs sowie Tim Cook damals, das kannste vergessen! Die USA hat niemals die Kapazität um so viele iPhone zu fertigen!

  • Wahnsinn am 20.06.2019 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Multis

    sollen endlich Steuern bezahlen!

  • Rebell am 20.06.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gäubiger

    Bedenkt man, was etliche zu vergessen scheinen, das China der grösste Gläubiger der USA ist. Treibt Trump es zu bunt, könnte es ein Schuss ins eigene Knie werden.

  • Marcel G. am 20.06.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    China nur nicht unterschätzen!

    Langfristig werden die Zölle Amerika einen Totalschaden verursachen. Bisher hat Amerika alle damit abschrecken können: Japan, Deutschland, Frankreich, usw. Bei Handelskriege hat es nie Gewinner gegeben. Mit China hat Amerika aber einen Gegner einer ganz anderen Dimension zu tun. Chinas Präsindent war in den letzten Wochen auf etlichen Staatsreisen und haufenweise Verträge abgeschlossen. China will keinen Handelskrieg, hat aber keinen Angst davor. China hat bereits zu Beginn angekündigt, wenn es so sein muss, in einen langen Kampf zu gehen. China tut auch, was es sagt. Schon immer!

    • gloria derungs am 20.06.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marcel G.

      klar, hat es bei handelskriegen gewinner gegeben, sonst würde dieser ja keinen sinn machen. die EU betreibt auch einen handelskrieg mit der schweiz auf unterschiedlichen ebenen. siehe auch das rahmenabkommen.. tun wir nicht, was sie wollen, werden wir noch weiter erpresst.

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