Arizona

12. Juli 2019 21:17; Akt: 12.07.2019 21:17 Print

Jugendlicher (17) wegen Rap-Musik erstochen

Weil sich Michael Adams durch die Rap-Musik eines 17-Jährigen bedroht fühlte, soll er den Jugendlichen erstochen haben. Er wurde nun wegen Mordes angeklagt.

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Der Tod des 17-jährigen Elijah Al-Amin schockt Amerika. Der Jugendliche soll von einem Mann erstochen worden sein, weil er Rap-Musik hörte. Medienberichten zufolge hatte sich das Drama am 4. Juli in einem Lebensmittelgeschäft in Peoria im US-Bundesstaat Arizona ereignet.

Der Täter soll Michael Adams (27) sein. Er wurde erst zwei Tage vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen. Laut seiner Anwältin leidet Adams unter psychischen Problemen.

Wortlos von hinten erstochen

Der 27-Jährige wurde nun des Mordes angeklagt. «Adams gab an, dass er sich wegen der Rap-Musik unsicher fühlte, weil er in der Vergangenheit von Menschen (Schwarzen, Hispanics und Ureinwohnern) angegriffen worden war, die Rap-Musik hörten», heisst es in den Gerichtsdokumenten.

Für Staatsanwalt Bill Montgomery ist der Fall eine Tragödie: «Was diese Tat so tragisch macht, ist, dass wir es mit einem 17-Jährigen zu tun haben, der überhaupt nichts gemacht hat.» Wie Zeugen berichten, soll Adams den Teenager wortlos von hinten erstochen haben. Al-Amin hätte hingegen nichts getan oder gesagt, um den Angriff zu provozieren, so weitere Zeugen. Adams wurde noch vor dem Laden verhaftet.

(mon)