Wikileaks

05. Dezember 2011 12:06; Akt: 05.12.2011 13:40 Print

Teilsieg für Assange

Wikileaks-Gründer Julian Assange darf darauf hoffen, dass er nicht nach Schweden ausgeliefert wird. Ein britisches Gericht entschied, dass er gegen den Bescheid Berufung einlegen darf.

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Der Fall Assange in der Info-Grafik.

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Im Kampf gegen seine Auslieferung nach Schweden hat Wikileaks-Gründer Julian Assange einen Sieg errungen: Er darf seinen Fall dem Obersten Gerichtshof in Grossbritannien zur Entscheidung vorlegen. Das entschied am Montag das Hohe Gericht in London. Assanges Anwältin, Gareth Peirce, sagte, ihr Mandant habe nun 14 Tage Zeit, um einen schriftlichen Antrag beim Obersten Gericht einzureichen.

Assange schien zufrieden mit der Entscheidung. Auf die Frage, ob er einen Sieg errungen habe, antwortete er mit Ja. Die Richter hätten Assanges Argumentation akzeptiert, dass es strittig sei, ob Polizei und Staatsanwaltschaft nach europäischem Recht Auslieferungsanträge stellen dürften, sagte Peirce weiter. Auch Assanges Anwälte in Schweden begrüssten die Entscheidung. «Das sind gute Neuigkeiten für Julian Assange und es bedeutet, dass er in Grossbritannien bleiben kann, während das Gericht seine Berufung prüft», sagte Per Samuelsson. «Dafür haben wir gekämpft.»

Assange war am 7. Dezember in Grossbritannien festgenommen worden, nachdem er sich der Polizei gestellt hatte. Er soll in Schweden eine Frau vergewaltigt und eine andere sexuell belästigt haben. Assange bestreitet dies. Mehrfach bezeichnete er die Vorwürfe als politisch motiviert. Derzeit steht in im Haus eines Wikileaks-Anhängers in Ostengland unter Arrest und wird elektronisch überwacht.

Mutmassliche Opfer müssen weiter warten

Der Anwalt der beiden Schwedinnen, Claes Borgstrom, nannte die Entscheidung vom Montag bedauerlich. Seine Mandantinnen warteten bereits seit einem Jahr auf einen juristischen Abschluss des Falls und müssten nun weitere Monate warten. «Dann wird es damit enden, dass Assange nach Schweden überstellt wird», sagte Borgstrom.

Ein Richter hatte im Februar entschieden, dass Assange an Schweden ausgeliefert werden kann, damit die Behörden dort ihn zu den Vorwürfen vernehmen. Der Wikileaks-Gründer legte zwei Mal Berufung ein und scheiterte.

Vor der Anhörung versammelten sich Anhänger Assanges vor dem Gerichtsgebäude in London. Sie hängten ein Banner mit der Aufschrift «Befreit Assange. Befreit Manning» auf. Sie bezogen sich damit den US-Soldaten Bradley Manning, der im US-Staat Kansas inhaftiert ist unter dem Verdacht, Geheimnisse an Wikileaks verraten zu haben.

(sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franziska am 13.12.2010 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Befreit Assange!

    Wenn das alles stimmt, wie im Artikel geschrieben, soll Assange umgehend freigelassen werden. Und die 2 Frauen sollen sofort ins Gefängnis gesteckt werden. Diese Frauen bringen nur Schande auf das weibliche Geschlecht

  • Paul Panzer am 08.12.2010 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Guter Bericht!!

    Hey cool dass 20Minuten auch mal eine Geschichte etwas tiefgreifender betrachtet!! Gefällt mir! Hoffentlich mehr davon in Zukunft.. Liebe Grüsse

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  • Anton Flückiger am 14.12.2010 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst im Internet ???

    Schon das ist für mich unverständlich, die angebliche Vergewaltigung ist im Internet zu lesen bevor die Polizei davon kenntnisse hat. Und wie kann ein Kondom platzen ? Hat dieser Assange soviel druck auf seiner Röhre , wohl kaum. Da ist doch mehr Rufmord im Spiel als Vergewaltigung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anton Flückiger am 14.12.2010 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst im Internet ???

    Schon das ist für mich unverständlich, die angebliche Vergewaltigung ist im Internet zu lesen bevor die Polizei davon kenntnisse hat. Und wie kann ein Kondom platzen ? Hat dieser Assange soviel druck auf seiner Röhre , wohl kaum. Da ist doch mehr Rufmord im Spiel als Vergewaltigung.

    • Uriel Berlinger am 05.12.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

      Kondom

      In Schweden muss nur das Kondom platzen, abrutschen oder fehlen und dann kann die Frau gemäss Gesetz den Mann anklagen und der "Ex Geliebte" gilt dann generell als Vergewaltiger ( auch ohne Beweise des Kondoms ) und es drohen bis zu drei Jahren Gefängnis. Männer, wandert nie nach Schweden aus, ihr landet sonst schnell im Gefängnis. Jene schwedische Geliebte von Assange schrieb in Ihrer Website, wie betrogene Frauen sich an ihren Ex Männern mit dieser Vorgehensweise rächen können, auf Kosten der realen schlimmen Vergewaltigungen.

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  • Franziska am 13.12.2010 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Befreit Assange!

    Wenn das alles stimmt, wie im Artikel geschrieben, soll Assange umgehend freigelassen werden. Und die 2 Frauen sollen sofort ins Gefängnis gesteckt werden. Diese Frauen bringen nur Schande auf das weibliche Geschlecht

  • Kein Vertrauen am 12.12.2010 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Verschwörungstheorie Vergewaltigung?

    Was sich die staatlichen amerikanischen Verschwörungstheoretiker (siehe offizielle Staatliche Untersuchung zu 9/11) einfallen lassen um unbequeme Fragen, Publikationen und Personen aus der Welt zu schaffen, lässt das gesamte Spektrum perverser Spielarten offen. Aber lässt sich Amerika überhaupt noch aus dem stinkenden Sumpf ziehen?

  • Paul Kersey am 10.12.2010 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das staatliche Komplott

    Wer die Ruhe der gnädigen Herren stört, wird ausgeschaltet, grundsätzlich mit Komplotten. Ob Normalbürger oder Cyberspezialist - die Methode ist immer die Gleiche. Immer werden frigide Mädchen für solche Jobs als Lockvögel angeworben. Dies alles in alter Geheimdienstmanier in der Demokratie.

  • Andreas Haus am 10.12.2010 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Offensichtlich steckt da mehr dahinter..

    Es ist ganz klar, dass hier Assange verarscht wird. Ich glaube das es hier von höhrer Stelle gekommen ist. die wollen Assange aus dem Weg räumen. Man sollte mal die Bankkonten der beiden Mädels genau unter die Lupe nehmen und schauen ob da nicht Geld von einer höheren Instaz geflossen ist... würde mich nicht im geringsten wundern. Hoffe auch für Assage das er keinem Anschalg unterliegt... die wollen ihn tot sehen.