26. April 2005 08:15; Akt: 26.04.2005 08:25 Print

Terrorfürst Sarkawi entkommt knapp

Der mutmassliche jordanische Terroristenführer Abu Mussab el Sarkawi, einer der meistgesuchten Männer der Welt, wäre der US-Armee im Irak laut einem Fernsehbericht unlängst beinahe in die Falle gegangen.

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Sarkawi habe dem Militär in der westirakischen Stadt Ramadi am 20. Februar nur knapp entkommen können, berichtete der US-Fernsehsender ABC unter Berufung auf einen ranghohen US-Militär.

Die Armee habe aus Sarkawis Anhängerschaft einen Hinweis erhalten, dass der Jordanier zu einem Treffen nach Ramadi kommen wolle, und daraufhin ihre Sondereinsatztruppe in Stellung gebracht. Rund um die Stadt seien Strassensperren errichtet worden, unbemannte Dronen hätten das Gebiet aus der Luft überwacht.
Als US-Soldaten kurz vor Beginn des Treffens an einer Strassensperre einen Wagen angehalten hätten, habe ein weiteres Fahrzeug rund fünfhundert Meter dahinter plötzlich kehrtgemacht und sei davongerast, berichtete der Sender.

In diesem Wagen habe vermutlich der Mann gesessen, auf den die Vereinigten Staaten ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt haben. «Sarkawi hat immer jemanden, der schaut, ob die Luft rein ist», zitierte ABC den US-Militär.
US-Soldaten hätten die Verfolgung aufgenommen, aber als sie das verdächtige Fahrzeug schliesslich eingeholt hätten, habe Sarkawi nicht darin gesessen. Die Soldaten hätten seinen Computer und gut 143 000 Dollar gefunden; sein Fahrer und ein Leibwächter seien festgenommen worden. Sarkawi führt die Terrororganisation El Kaida von Osama bin Laden im Irak und hat sich mit seinen Anhängern zu etlichen Anschlägen bekannt.

(sda)