Kampf in Syrien

09. März 2015 12:59; Akt: 09.03.2015 13:15 Print

Terrormiliz IS tötet deutsche Teenagerin

Eine junge Frau aus Deutschland hat zusammen mit kurdischen Milizen gegen den «Islamischen Staat» gekämpft. Nun ist die 19-Jährige tot.

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Die 19-jährige Ivana H. ist im Kampf gegen den IS gefallen. (Bild: Keystone/AP)

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Bei Kämpfen zwischen kurdischen Milizen und der Terrormiliz Islamischer Staat ist in Syrien eine Deutsche getötet worden. Die 19-Jährige sei Mitglied der Kommunistischen Partei der Türkei gewesen und am Samstag nahe dem Dorf Tal Tamr in der Provinz Hassake ums Leben gekommen, teilten die Kurdischen Volksschutzeinheiten am Montag mit. Die Frau habe sich ihnen vor etwa einem halben Jahr angeschlossen und für sie gekämpft, sagte der Sprecher der Einheiten, Nawaf Chalil.

Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und eine kurdische Partei im Irak bestätigten den Tod der Deutschen. Sie ist demnach die erste ausländische Kämpferin, die aufseiten der Kurden bei Gefechten gegen den IS getötet wurde. Wie die junge Frau getötet wurde, war zunächst nicht klar. Sie wurde in Deutschland geboren, ihre Eltern sind Südafrikaner. In der Gegend von Tal Tamr hatte der IS Hunderte Christen verschleppt.

IS-Raffinerie angegriffen

Die IS-Terroristen kontrollieren je rund ein Drittel des Iraks und Syriens. Die von den USA angeführte Koalition griff in der Nacht zu Montag eine vom IS kontrollierte Ölraffinerie in Syrien an. Nach Schätzungen der Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei rund 30 Menschen. Angegriffen wurden den Angaben zufolge eine Raffinerie nahe der türkisch-syrischen Grenze vor der Stadt Tal Abjad.

Aufnahmen der türkischen Nachrichtenagentur Dogan zeigten die Luftangriffe. Zu sehen war auch ein riesiger Feuerball, der die Raffinerie einhüllte. Die IS-Terroristen finanzieren ihre Kämpfe mit Ölverkäufen auf dem Schwarzmarkt. Die von den USA angeführte Koalition bestätigte die Angriffe zunächst nicht.

(sda)