Brandenburg (D)

21. Februar 2020 07:23; Akt: 21.02.2020 07:23 Print

Tesla darf für Fabrik weiter Wald abholzen

Tesla will in Brandenburg eine grosse Fabrik bauen. Dafür muss ein Wald weichen. Dies hat ein Gericht nun bestätigt.

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Tesla will in Brandenburg ein grosses Werk bauen. Für die Produktionsstätte muss ein Wald weichen. Umweltschützer haben interveniert, allerdings ohne Erfolg. Die nach Beschwerden von Umweltschützern zunächst ausgesetzten Rodungen für das geplante Tesla-Werk in Brandenburg dürfen fortgesetzt werden. Dies entschied am Donnerstagabend das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die vorzeitigen Baumassnahmen zu Recht von den Behörden bejaht worden seien. Der US-Elektroautobauer Tesla will die Produktion im brandenburgischen Ort Grünheide bei Berlin im Juli 2021 starten und dort jährlich bis zu 500'000 Elektroautos herstellen. Das Unternehmen von Elon Musk hat dafür ein als Industriefläche ausgewiesenes, teils bewaldetes Gelände gekauft. Vor einer Woche erhielt es vom Landesamt für Umwelt die Genehmigung, «auf eigenes Risiko» auf zunächst rund 90 Hektar Wald schon mit den Rodungsarbeiten zu beginnen - obwohl die endgültige Baugenehmigung noch nicht erteilt ist. Gegen die daraufhin begonnenen Baumfällarbeiten legten zwei Umweltverbände Beschwerde beim OVG ein. Wegen der Beschwerden hatte das OVG am Samstag einen vorläufigen Stopp der Arbeiten verfügt. Dieser wurde nun in der abschliessenden Entscheidung des Gerichts zurückgenommen. Die Beschwerden der Naturschützer hatten teilweise heftige Kritik ausgelöst, vor allem aus der Wirtschaft. Auch der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte vor starken Verzögerungen des Prestige-Projektes. Selbst innerhalb der Umweltverbände war der Gang vor Gericht umstritten.

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Die nach Beschwerden von Umweltschützern zunächst ausgesetzten Rodungen für das geplante Tesla-Werk in Brandenburg dürfen fortgesetzt werden. Dies entschied am Donnerstagabend das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg.

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Die Eilanträge der Umweltschützer gegen die vorzeitige Gestattung der Waldrodung auf dem künftigen Tesla-Gelände seien zurückgewiesen worden, teilte das Gericht mit. Dieser Beschluss könne nicht angefochten werden.
Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die vorzeitigen Baumassnahmen zu Recht von den Behörden bejaht worden seien.

Zudem habe die zuständige Behörde «den Ablauf der Einwendungsfrist im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht abwarten müssen, weil sie über die erforderlichen Erkenntnisse verfügte, um die voraussichtliche Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens beurteilen zu können».

Industriefläche für Tesla-Elektroautos

Der US-Elektroautobauer Tesla will die Produktion im brandenburgischen Ort Grünheide bei Berlin im Juli 2021 starten und dort jährlich bis zu 500'000 Elektroautos herstellen.

Das Unternehmen von Elon Musk hat dafür ein als Industriefläche ausgewiesenes, teils bewaldetes Gelände gekauft. Vor einer Woche erhielt es vom Landesamt für Umwelt die Genehmigung, «auf eigenes Risiko» auf zunächst rund 90 Hektar Wald schon mit den Rodungsarbeiten zu beginnen - obwohl die endgültige Baugenehmigung noch nicht erteilt ist.

Kritik an den Naturschützern

Gegen die daraufhin begonnenen Baumfällarbeiten legten zwei Umweltverbände Beschwerde beim OVG ein. Wegen der Beschwerden hatte das OVG am Samstag einen vorläufigen Stopp der Arbeiten verfügt. Dieser wurde nun in der abschliessenden Entscheidung des Gerichts zurückgenommen.

Die Beschwerden der Naturschützer hatten teilweise heftige Kritik ausgelöst, vor allem aus der Wirtschaft. Auch der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte vor starken Verzögerungen des Prestige-Projektes. Selbst innerhalb der Umweltverbände war der Gang vor Gericht umstritten.

(fss/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Waldmeister am 21.02.2020 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Förster

    Anhand der Bilder scheint mir "Wald" etwas übertrieben. Das sieht eher nach einer plantagenartihen Monokultur aus. Das bringt der Natur sowieso nichts.

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  • Tihe am 21.02.2020 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OMG

    Das ist kein Wald sondern eine Monokultur von Kiefer o.ä. Kann ruhig entfernt werden.

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  • Patrick Osterwalder am 21.02.2020 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist nun mal so

    Bauland ist Bauland. vorher überlegen bei der einzonung

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zulu am 21.02.2020 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mir fehlen die Worte

    Kein Wort im Artikel davon, dass Tesla sich verpflichtet hat die 4 fache Fläche an Bäumen andernorts zu pflanzen (wo dann sogar ein richtiger Wald ensteht). Selbst die dortigen Ameisenvölker werden umgesiedelt. Auch kein Wort darüber, dass Tesla 7000 Stellen schafft. Deutschland sollte froh darum sein, denn die Automobilzukunft sieht düster für die deutsche Industrie aus!

  • Meine Welt am 21.02.2020 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein tesla

    besser Bäume pflanzen anstatt Tesla fahren. wer Tesla fährt, zerstört die Umwelt

  • ernüchtert am 21.02.2020 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Susi

    Da sieht man wie grün die Teslas sind. Ironie aus. Wir danken korrupten Gerichten und Politikern.

  • Pipo46 am 21.02.2020 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo sind die Grünen?

    Verstehe noch jemand die Welt, da wird ein riesiger Wald abgeholzt, da bei hätte es in der Nähe riesige Felder die brach liegen, es hätte kein einziger Baum gefällt werden müssen, und wo sind jetzt die Grünen, es geht Ihnen doch gar nicht um die Natur, nur um Macht und Geld!

  • C.H. am 21.02.2020 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Die einzige Macht

    Die einzige Regierung und Macht auf der Welt heisst Geld. Wer Geld hat, kann alles und jeden kaufen. Solange es Menschen gibt, wird Geld IMMER regieren.