Cameron-Nachfolge

05. Juli 2016 21:30; Akt: 06.07.2016 00:15 Print

Theresa May gewinnt erste Vorwahl der Tories

In Grossbritannien kämpfen nur noch drei Kandidaten um den Parteivorsitz der Konservativen. Liam Fox ist ausgeschieden – Stephen Crabb zieht sich zurück.

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Die britische Innenministerin Theresa May hat die erste Wahlrunde um die Nachfolge von Premierminister David Cameron haushoch gewonnen. Mit 165 Stimmen wurde sie am Dienstagabend ihrer Favoritenrolle für den Parteivorsitz der regierenden Konservativen gerecht.

Ex-Verteidigungsminister Liam Fox bekam indes lediglich 16 Stimmen der konservativen Abgeordneten im Unterhaus und schied als erster der insgesamt fünf Kandidaten aus. Energiestaatssekretärin Andrea Leadsom errang mit 66 Stimmen Platz zwei hinter May. Justizminister Michael Gove erzielte 48 Stimmen, Arbeitsminister Stephen Crabb 34.

Nach seinem schlechten Abschneiden hat der Arbeitsminister seine Kandidatur zurückgezogen. Crabb sagte der britischen BBC, er scheide als Kandidat aus und unterstütze nun Innenministerin Theresa May, die als Favoritin gilt. Damit sind nur noch drei Kandidaten im Rennen.

Stichtag ist der 9. September

Nach dieser ersten Runde wird in weiteren Wahlgängen so lange abgestimmt, bis nur noch zwei Personen übrig sind. Zwischen diesen entscheiden dann die Parteimitglieder in einer Urwahl. Der neue Parteichef wird am 9. September verkündet. Der nächste Wahlgang ist für Donnerstag geplant.

Cameron hatte nach dem mehrheitlichen Ja der Wähler für den EU-Austritt Grossbritanniens seinen Rücktritt angekündigt. Der Brexit-Befürworter und ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson sprach sich für Leadsom als neue Premierministerin aus. Er selbst hatte als Favorit für die Cameron-Nachfolge gegolten, verzichtete aber überraschend auf eine Kandidatur.

(ij/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zlottl am 05.07.2016 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die richtige Wahl

    May ist in der momentanen Situation ganz klar die beste Kandidatin. Sie war Brexit Gegnerin, ist aber entschlossen, den Volksentscheid umzusetzen. Wenn sie sich geschickt verhält, kann sie nicht nur die Beziehung zur EU kitten, sondern auch das Vereinigte Königreich zusammenhalten. Etwas, wozu weder Boris Johnson noch Nigel Farage geeignet gewesen wären. Deren Rücktritt seh ich nicht als Verrat an Grossbritannien, sondern als Opfer um die Zentrifugalkräfte nicht noch zu verstärken. Ein neues Kapitel braucht neue Leute.

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  • Robin am 06.07.2016 00:48 Report Diesen Beitrag melden

    Eins ist sicher

    diese B(r)ittstellerin wird dann mit ein, zwei Küsschen aus Brüssel auf die Insel zurückkehren

  • EMMM am 06.07.2016 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Favoritin

    Steht Wahrscheinlich schon fest. Da wäre der Wahlkampf fast schon überflüssig. Ob eine ex Brexit gegnerin, wirklich um das Volk geht, oder nur um Wahlkampf geht, lässt sich nicht beurteilen. Da lassen wir uns mal überraschen. Abwarten und Tee trinken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • hi am 06.07.2016 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt noch Hochinteressant......

    was die noch Briten noch machen. In paar Jahre wird das verrottete England, ein uninteressanter Drittstaat sein, dass von den Schotten abhängig ist. Wäre nicht noch Nordkorea und die Schweiz, die zukünftige Partner der Engländer.

  • EMMM am 06.07.2016 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Favoritin

    Steht Wahrscheinlich schon fest. Da wäre der Wahlkampf fast schon überflüssig. Ob eine ex Brexit gegnerin, wirklich um das Volk geht, oder nur um Wahlkampf geht, lässt sich nicht beurteilen. Da lassen wir uns mal überraschen. Abwarten und Tee trinken.

  • Rolfpat am 06.07.2016 05:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Um Himmelswillen nur keine Frau mehr!!

    • RosaRot am 06.07.2016 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rolfpat

      Wieso waren die Männer besser? Ein neuer Besen kehrt besser und wenns ein weiblicher Besen ist, wer weiss.......

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  • Robin am 06.07.2016 00:48 Report Diesen Beitrag melden

    Eins ist sicher

    diese B(r)ittstellerin wird dann mit ein, zwei Küsschen aus Brüssel auf die Insel zurückkehren

  • Johnny Weissmüller am 06.07.2016 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    Good bye England!

    Wenn EU-Befürworterin May die Wahl gewinnt, dann geht es mit England steil abwärts. Dann werden - typisch für Frauen an der Macht - faule Kompromisse ausgehandelt. Genau wie es bei uns in der Schweiz mit der Pfz passiert ist. Dass Johnson oder Farage die Wahl ablehnen, war taktisch eine kluge Entscheidung. Die EU hätte bei ihnen einfach auf stur geschaltet - es wäre keine Win-Win Situation entstanden. Auch wenn es die linksradikalen Medien als Feigheit bezeichnen und die Teenie-EU-Befürworter dadurch aufstacheln diese Männer zu traktieren, das weise englische Volk hat richtig entschieden!

    • Ueli am 06.07.2016 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Johnny Weissmüller, nanu?

      Ich dachte immer, in einer pluralistischen Demokratie seien Kompromisse lebensnotwendige Eckpfeiler. Seltsame Vorstellungen von moderner Demokratie, die Sie da auftischen.

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