Hank Skinner

07. März 2011 21:01; Akt: 07.03.2011 21:10 Print

Todeskandidat bekommt zweite Chance

Wegen Dreifach-Mord sollte Hank Skinner hingerichtet werden. DNA-Proben sollen nun seine Unschuld beweisen.

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Der Oberste Gerichtshof der USA hat einem zum Tode verurteilten Häftling aus Texas Recht gegeben, der seine Unschuld durch zusätzliche DNA-Tests beweisen will. Nun kommt der Fall von Hank Skinner vor ein Bundesgericht.

Mit sechs zu drei Stimmen urteilte der Gerichtshof am Montag, dass der 48-jährige Skinner mit Hilfe eines Bundesgerichts gegen die Entscheidung eines Gerichts in Texas vorgehen könne, das Gentests an Beweismitteln vom Tatort abgelehnt hatte.

Ein Geschworenengericht in Texas hatte Skinner 1995 des dreifachen Mordes für schuldig befunden. Er soll am Silvestertag 1993 seine damalige Freundin und deren 20 und 22 Jahre alten Söhne in ihrem Haus getötet haben. Skinner gibt zu, zur Tatzeit im Haus gewesen zu sein, bestreitet aber bis heute die Tat.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs ermögliche Skinner ein ordentliches Verfahren vor einem Bundesgericht, «ein Recht, von dem Gefangene in anderen Teilen des Landes bereits seit langem profitieren», erklärte Skinners Verteidiger Robert Owen.

Vor einem Jahr war die Vollstreckung des Todesurteils durch das Oberste US-Gericht weniger als eine Stunde vor der Hinrichtung ausgesetzt worden. Unterstützt wird Skinner, der inzwischen mit der Französin Sandrine Ageorge-Skinner verheiratet ist, auch von der französischen Regierung.

(sda)