Sie tötete 2 Buben

07. August 2013 04:16; Akt: 07.08.2013 09:42 Print

Todespython von Kanada wurde eingeschläfert

Die Schlange, die in Kanada zwei Buben erwürgt haben soll, wurde getötet. Zudem wurde bekannt, dass das Tier entgegen früherer Angaben direkt in der Wohnung gehalten wurde, in der es seine Opfer erdrosselte.

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Der 4,3 Meter lange Python, der in einer kanadischen Wohnung zwei kleine Buben im Schlaf erwürgt haben soll, ist eingeschläfert worden. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung des Kadavers soll klären helfen, was den tödlichen Angriff auslöste, teilte die Polizei in Campbellton am Dienstag mit.

Die Behörden gaben zudem bekannt, der 45 Kilogramm schwere Python sei nicht wie zunächst angenommen aus der Zoohandlung im Haus, sondern aus einem Käfig in der Wohnung selbst entkommen. Die Schlange habe in einem bis an die Decke reichenden Glasbehälter in der Wohnung gelebt. Sie sei von dort vermutlich über ein Loch in der Decke in einen Lüftungsschacht gekrochen und in ein darunterliegendes Zimmer gefallen.

Die Polizei berichtigte zudem das Alter der beiden getöteten Brüder auf vier und sechs Jahre. Zunächst hatte es geheissen, sie seien fünf und sieben Jahr alt gewesen.

Buben schliefen öfters bei Schlangenbesitzer

Eine Autopsie der beiden Kinderleichen soll nun Aufschluss über die genaue Todesursache bringen. Die Buben hatten am Montag bei einem Freund in Campbellton in New Brunswick übernachtet, dessen Vater die Zoohandlung betreibt. Der Freund, der in seinem eigenen Zimmer schlief, blieb unverletzt. Der Besitzer der Zoohandlung, Jean-Claude Savoie, erklärte, die beiden Jungen seien die Kinder seines besten Freundes und hätten öfter bei seinem Sohn übernachtet. Er habe in der Nacht nichts gehört und am Morgen die «furchtbare Szene» entdeckt, als er die im Wohnzimmer schlafenden Jungen wecken wollte. Er selbst habe die Schlange gepackt und sie in einen Käfig gesteckt, sagte Savoie.

Ein Sprecher der Naturbehörde der Provinz New Brunswick, Steve Benteau, sagte, die Haltung des Nördlichen Felsenpythons sei nicht genehmigt worden und die Provinz habe auch nicht gewusst, dass er in der Wohnung gehalten worden sei - nach Angaben Savoies seit zehn Jahren. Nach Angaben der Behörden darf eine Schlange dieser Art generell nur in zugelassenen Zoos gehalten werden, ansonsten nur mit einer Sondergenehmigung.

Der stellvertretende Bürgermeister, Ian Comeau, sagte, Savoies auf Reptilien spezialisierte Zoofachgeschäft sei hingegen ordnungsgemäss angemeldet und lizenziert. «Alles entsprach den Gesetzen und Vorschriften», sagte er.
(Video: Reuters)

(jbu/sda)