Wahlkampfauftritt

13. Februar 2019 01:52; Akt: 13.02.2019 03:04 Print

Trump-Anhänger greift Journalisten an

Nach einem Angriff auf einen Kameramann während des Wahlkampfauftritts von US-Präsident Donald Trump in El Paso kritisiert die BBC die Sicherheitsvorkehrungen.

Ein Mann greift während Trumps Auftritt einen Kameramann an. (Video: Youtube/BBC)

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Nach einem tätlichen Angriff auf einen BBC-Kameramann während eines Wahlkampfauftritts von US-Präsident Donald Trump hat der britische Sender unzureichende Sicherheitsvorkehrungen für die Medienvertreter bei derartigen Veranstaltungen kritisiert. Der BBC-Büroleiter für Nordamerika, Paul Danahar, bat nach eigenen Angaben Trumps Pressesprecherin Sarah Sanders um eine «komplette Überprüfung» der Sicherheitsmassnahmen. Der Kameramann Ron Skeans war am Vorabend im texanischen Grenzort El Paso von einem Trump-Anhänger gestossen worden.

Laut Danahar war der Zugang zum Medienbereich während der Trump-Veranstaltung unbeaufsichtigt. Auch hätten keine Sicherheitsbeamten während oder nach der Attacke eingegriffen. Danahar trat damit der Darstellung von Trumps Wahlkampfteam für 2020 entgegen, welches das «rasche Eingreifen» der Sicherheitskräfte gelobt hatte.

Trumps Sprecherin Sanders erklärte, der Präsident verurteile «jeglichen Einsatz von Gewalt gegen Individuen oder Gruppen – so auch gegen Vertreter der Presse». Wer an solchen Veranstaltungen teilnehme, solle sich «friedlich und respektvoll» verhalten. Für die Sicherheitsmassnahmen bei Trumps Wahlkampfauftritten sei aber dessen Kampagnenteam zuständig.

Angreifer brüllte Anti-Medien-Parolen

Der Angreifer in El Paso trug eine Kappe mit dem Trump-Slogan «Macht Amerika wieder grossartig» und brüllte Anti-Medien-Parolen, als er auf den BBC-Mann losging. Skeane blieb unverletzt. Der ebenfalls bei der Veranstaltung anwesende Washington-Korrespondent der BBC, Gary O'Donoghue, berichtete, der Trump-Fan habe versucht, die BBC-Kamera zu zertrümmern.

Der US-Präsident prangert regelmässig die sogenannten Mainstream-Medien wegen angeblich falscher und feindseliger Berichterstattung über seine Präsidentschaft an. Die Stimmung in seiner Anhängerschaft gegenüber den Medien bei Trump-Auftritten ist oft aggressiv.

Trump beschimpft wieder Medien

Auch in El Paso zog Trump wieder über die Medien her. Nach dem Angriff auf Skeane unterbrach der Präsident dann seine Rede, zeigte auf den Medienbereich und fragte: «Alles klar bei Ihnen? Alles ok?» Im weiteren Verlauf seines Auftritts schimpfte der Präsident dann erneut über die «total unehrlichen Medien».

Auch die Vereinigung der im Weissen Haus akkreditierten Journalisten verurteilte den Angriff. Der Präsident sollte seinen Unterstützern «absolut klar machen, dass Gewalt gegen Reporter inakzeptabel ist», erklärte der Vorsitzende Olivier Knox.

(chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susi Sorglos am 13.02.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    USA auf Abstieg

    Unglaublich was Salonfähig geworden ist mit seinen Hetzparolen. Ob das was mit Grösse zu tun hat?

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  • NachDenker am 13.02.2019 02:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat vom Juni 2018

    "Harass and turn on them. You push back on them. And you tell them they're not welcome anymore, anywhere." Maxine Waters, demokratische Abgeordnete, seit 1991 im US Repräsentantenhaus.

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  • Nachdenklicher am 13.02.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Klar politisch unerfahren und dumm

    Ist der Mann schon wieder auf Wahlkampftournee? Man kann nur inständig hoffen, dass dieser Mann nicht noch einmal als Präsi der USA gewählt wird! Der hat in seiner "Regierungszeit" mehr als genug Geschirr zerbrochen, und vor allem die Welt um Einiges gefährlicher gemacht. Mit Seinen Hetzen, Lügen, Rückzieher, Hin und Her, Täupelen wie ein kleines Kind wenn's nicht gleich das bekommt was es will, einfach nur unglaublich, dass Jemand dieser Art an diese Position kommt! Wenn er doch wieder gewählt wird, dann dürfen wir noch mehr gespannt sein, im wahrsten Sinne des Wortes!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Joe Perez am 15.02.2019 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nachgedacht

    Wo sind die Berichte über all die Angriffe der Demokraten-Freunde? Ach ja ... die dürfen das. Die stehen über der Sache.

    • Analyst am 18.02.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

      Tempos liegen bereit

      Bäääh der hat das auch Gemacht,Dan darf ich das Auch.

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  • chrigi am 14.02.2019 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Titel

    Ratet mal wieso man das kommentieren darf, da die meisten Kommentierenden die gleichen sind werden das nur wenige merken.

  • Pauline 1936 am 14.02.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schimpfen

    Mr DT muss ständig über die Medien schimpfen um von seinen eigenen Fehlern abzulenken. Logisch, denn die Medien decken all die Ungereimtheiten auf und das passt DT gar nicht.

    • @nichts am 14.02.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pauline 1936

      Ja wem passt den das?

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  • Chlapy S. am 14.02.2019 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Demokraten verlieren!!!

    Die Tricks beschrieben von Saul Alinsky.

  • r.von arx am 14.02.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    richtig so

    Er wollte nicht gefilmt werden,also sein gutes Recht,und hat mit Pressefreiheit nichts zu tun

    • Felicia am 14.02.2019 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @r.von arx

      Sein gutes Recht? Eine Kamera zu zerstören? Das ist das Recht der Trumpjünger.

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