«Wertvolle Mineralien»

19. August 2019 02:37; Akt: 20.08.2019 11:57 Print

Trump-Berater bestätigt Interesse an Grönland

Die Insel sei strategisch bedeutend und habe wertvolle Mineralien, sagt Trumps Berater Larry Kudlow. Doch Grönland steht gar nicht zum Verkauf.

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US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Wirtschaftsberaters tatsächlich an einem Kauf Grönlands interessiert. Der Präsident kenne sich gut mit Immobilienkäufen aus und «will sich das anschauen», sagte Larry Kudlow am Sonntag im Nachrichtensender Fox News.

Er wolle nicht spekulieren, wohin das führe, aber Grönland sei strategisch bedeutend. «Sie haben viele wertvolle Mineralien», sagte Kudlow. Aber natürlich gehöre Grönland zum Nato-Partner Dänemark, fügte er hinzu.

Die Berichte am Donnerstag legten nahe, Trump habe Berater angewiesen, den Kauf zu prüfen. Wie seriös die Absichten seien, sei selbst für seine Mitarbeiter unklar gewesen, hiess es weiter.

Trump, der als Immobilienunternehmer reich wurde, erklärte am Sonntag, er sei «strategisch» an Grönland interessiert. Das stehe aber nicht ganz oben auf seiner Agenda. Trump wird Anfang September erstmals in Dänemark erwartet.

Grönland und Dänemark haben die Idee eines Verkaufs zurückgewiesen. Das Weisse Haus hatte sich bislang nicht zu Berichten geäussert, wonach Trump Interesse an Grönland geäussert haben soll.

«Grönland steht nicht zum Verkauf»

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen besuchte die Insel am Sonntag und betonte dort erneut, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe.

«Grönland ist nicht zu verkaufen», sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Sonntag der Zeitung «Sermitsiaq» während eines Besuchs auf der Insel. «Grönland ist nicht dänisch. Grönland gehört zu Grönland. Ich hoffe inständig, dass das nicht ernst gemeint ist.»

Dänische Politiker hatten schon zuvor mit Kopfschütteln auf Trumps Überlegung reagiert. «Es muss sich um einen Aprilscherz handeln», hatte Ex-Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen gesagt.

«Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist», erklärte der aussenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen. «Der Gedanke, dass Dänemark 50'000 Bürger an die Vereinigten Staaten verkauft, ist völlig lächerlich.»

Strategische Bedeutung

Grönland ist eine eisbedeckte Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer, auf der sich der US-Militärflugplatz Thule Air Base befindet.

Die Insel mit seinen rund 56'000 Einwohnern ist etwa sechs Mal so gross wie Deutschland und hat den Status eines autonomen Territoriums von Dänemark.

Grönland zieht aufgrund seiner strategischen Lage und seiner Bodenschätze die Aufmerksamkeit der globalen Grossmächte China, Russland und USA auf sich.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mary Rüdi am 19.08.2019 03:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grönland bleibt bei Dänemark

    Also er hat kein Interesse an Grönland sondern nur an den Mineralien !!!!! Aber Dänemark ist nicht so dumm wie es der super schlaue Präsident meint. Und ob die Bewohner Amerikaner werden wollen, das darf bezweifelt werden.

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  • Beobachter am 19.08.2019 05:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenada (England)

    Logo. Es geht um Ressourcen. Und die USA hat in Grenada gezeigt das sie wenig Skrupel haben auch eine Insel zu annektieren wenn die Leute nich willig sind.

  • Real am 19.08.2019 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Groschweiz

    Wenn die Schweiz intelligent wäre würde sie jetzt ein Gebot abgeben. Bis zu 300 Milliarden sollte man mitbieten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stöpsel am 22.08.2019 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir Schweizer

    Wir Schweizer sagen da : " d Finger ab de Röschti"

  • Florian am 22.08.2019 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    US-Arroganz

    Welch eine Arroganz der Amerikaner. Glauben sie, sie können wirklich alles haben, was sie haben wollen?

  • Bernd Das Brot am 21.08.2019 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Markt ist eröffnet

    Machen wir (die Schweiz) doch mal das Angebot Washington zu kaufen. Dürften z. B. auch nur die Ölfelder in Texas sein... Wäre mal auf die Reaktionen in der Presse gespannt. Zumindest haben sie damit ihre neuen imperialistischen Gelüste damit mal offengelegt. In der Regel nehmen und bekommen sie ja was sie wollen. Bin gespannt wie.

  • Berner Bär am 20.08.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Weiterer "Schatz"

    Vielleicht finden die Amis dann endlich die in den 50ern verlorene Atombombe ...

  • komA am 19.08.2019 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tauschhandel

    Ob der gute Donald schon mitbekommen hat, dass die Zeiten, in denen man Eingeborenen Land für ein paar Glasperlen und ein paar Äxte abschwatzen konnte, definitiv passe sind?

    • Sven am 21.08.2019 19:16 Report Diesen Beitrag melden

      Schon mal passiert

      Den Dänen ist sowas ja schon im 1916 passiert. Nochmals wird Gleiches denen sicher nicht noch mal passieren!

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