Russland-Affäre

01. Oktober 2019 04:47; Akt: 01.10.2019 05:10 Print

Trump bat Staatschefs um Hilfe

Die US-Regierung nahm Kontakt mit Australien, Grossbritannien und Italien auf. Laut Zeitungsbericht will Trump so die Russland-Untersuchung diskreditieren.

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Es ist unklar, mit welchen Ländern er sonst noch Kontakt aufgenommen hat: US-Präsident Donald Trump. (30. September 2019) (Bild: Keystone/Chris Kleponis)

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US-Präsident Donald Trump hat ausländische Staats- und Regierungschefs um Hilfe bei Ermittlungen in der Russland-Affäre gebeten. Sie sollten dazu in Kontakt mit Justizminister William Barr treten, sagte eine Sprecherin des US-Justizministeriums am Montag.

Allerdings gab es keine Details zu den beteiligten Ländern. Einer von Trumps Gesprächspartnern war der australische Premierminister Scott Morrison, wie ein Sprecher der australischen Regierung dem Sender ABC sagte. Man sei immer bereit, «bei den Bemühungen zu helfen, die dazu beitragen, die untersuchten Angelegenheiten näher zu beleuchten».

Morrison habe diese Bereitschaft im Gespräch mit dem Präsidenten bekräftigt. Australien spielt eine wichtige Rolle: Die US-Bundespolizei FBI hatte ihre Ermittlungen zur russischen Wahlkampfeinmischung nach einem Hinweis eines australischen Diplomaten in Grossbritannien eingeleitet.

Nachteil für Clinton?

Der Zeitung «Washington Post» zufolge kontaktierte Barr britische Geheimdienstmitarbeiter und italienische Behörden. Die «New York Times» berichtete, Trump wolle die inzwischen abgeschlossene Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller diskreditieren.

Dieser hatte geprüft, ob es geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps republikanischem Wahlkampfteam zum Nachteil der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton gab. Er kam zu dem Schluss, dass die russische Regierung versucht hatte, sich in die Wahl einzumischen. Mueller entlastete Trump nicht völlig von dem Vorwurf der Justizbehinderung. Trump hat jedes Fehlerverhalten zurückgewiesen.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cris am 01.10.2019 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    Wenn ich daran denke, bei wievielen Ländern sich die USA nicht nur eingemisch sondern aktiv Regierungen gleich gestürzt haben...

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  • Marssohn am 01.10.2019 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe nicht ganz

    Hier geht es nicht um die USA an sich sondern um die Tatsache, dass ein amtierender Präsident Hilfe und anderen Staatsoberhäuptern erbittet um ein eigenes Verfassungsorgan zu diskreditieren. Das ist der Hammer!

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  • Pesche am 01.10.2019 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig im Quadrat

    Demokratie ist kein Business, bei dem man einfach etwas dealen kann, kapiert DT?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc D. am 02.10.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    lasst Trump in Ruhe

    Wann werden die Trump Gegner endlich eingesperrt. Jeder der es Wag Trump zu kritisieren muss zwingend, wie dass in China auch üblich ist aus dem Verkehr gezogen werden. Trump ist ein echter Patriot und er will nur das Bester für das amerikanische Volk. Wann ist endlich mit diesem ewigen Bashing gegen diesen grossartigen Staatsmann schluss.

  • housi am 02.10.2019 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenzen für alle

    Wenn Biden was verbrochen hat dann soll er auch zur Kasse gebeten werden ohne Frage. Aber das elende "whataboutism" der Republikaner ist sowas von einer globalen Gehirnwäsche geworden, furchtbar. Wenn die Republikaner so scharf sind auf Bidens Ukraine-verwicklungen, wieso kann mann den nicht Trump mit seinen offensichtlichen Verstössen ahnden? Immer ist jemand/etwas anderes Schuld, bei JEDEM Thema dass er Anschneidet. Right...

  • Hunter S. Thompson am 02.10.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mann ist erledigt

    Biden hat sowieso keine Chance im Wahlkampf!

  • MadChengi am 02.10.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Trump hat sich strikt an das Gesetz und den von Präsident Clinton unterzeichneten Vertrag der Rechtshilfe gehalten.

    • ton ton am 02.10.2019 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MadChengi

      rechtshilfe für einem wahlkampf? um den wahlgegner auf kosten des staates zu desavouieren? der staat wird doch wohl den wahlkampf des präsidenten nicht unterstützen? sonst müsste der staat alle anwärter unterstützen. den trumpisten geht schon ein wenig die rechtsstaatlichkeit ab.

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  • Es könnte brenzlig werden am 02.10.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ist ja wohl logisch

    Trump ist dabei die dubiosen Geschäfte der Bidens aufzudecken. Die Reaktion darauf: "Impeachment"!