Wasserverbrauch

07. Dezember 2019 13:18; Akt: 07.12.2019 13:19 Print

Trump kümmert sich jetzt um WC-Spülungen

US-Präsident Donald Trump hat wassersparenden Toiletten, Duschen und Wasserhähnen den Kampf angesagt.

Dem US-Präsidenten sind wasser- und energiesparende Technologien ein Dorn im Auge. (Video: Tamedia)
Zum Thema
Fehler gesehen?

«Wir haben eine Lage, wo wir uns Waschbecken, Duschen und andere Elemente von Badezimmern sehr stark vornehmen», sagte Donald Trump bei einem Treffen mit Kleinunternehmern am Freitag im Weissen Haus. «Man dreht den Wasserhahn auf in Gebieten, wo es enorme Mengen von Wasser gibt – und man bekommt kein Wasser.» Solche Armaturen erhöhten den Wasserverbrauch am Ende.

«Die Leute drücken die Toilettenspülung zehn Mal oder 15 Mal und nicht nur ein Mal», bemängelte der US-Präsident. Wassersparende Armaturen seien vielleicht in Wüstenregionen eine gute Idee. «Aber es gibt viele Staaten, die so viel Wasser haben, dass es vom Himmel fällt», sagte Trump. «Es heisst Regen, und sie wissen nicht, wohin damit.»
Auf seinen Hinweis hin nehme die Umweltbehörde EPA das Problem nun sehr genau unter die Lupe.

Wasserknappheit in mindestens 40 Bundesstaaten

Ein EPA-Sprecher erklärte daraufhin, man arbeite mit anderen Behörden zusammen, um den Kunden eine grössere Auswahl bei Armaturen zu ermöglichen. Aus Sorge über schrumpfende Wasserreserven erlässt die US-Regierung spätestens seit 1994 unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton Vorschriften zum Durchlass von Wasserhähnen und Duschen.

Die EPA half den Bürgern in der Vergangenheit dabei, ihren Wasserverbrauch über die Vorschriften hinaus zu senken. Sie fördert unter anderem WaterSense, ein freiwilliges Programm zum Einbau wassersparender Duschköpfe und anderer Produkte. Jeder Tropfen zähle, da die Behörden in mindestens 40 US-Bundesstaaten in den kommenden Jahren lokal oder regional mit Wasserknappheit rechneten, heisst es auf der EPA-Homepage.

(Reuters)