Brüllender US-Präsident

27. April 2018 14:42; Akt: 27.04.2018 15:24 Print

Trump lässt bei Fox ordentlich Dampf ab

Der US-Präsident hat in einem Telefoninterview mit «Fox & Friends» regelrecht in den Hörer gebrüllt. Dabei leistete er sich einen groben Patzer im Fall Stormy Daniels.

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Der US-Präsident hat in seiner Lieblingssendung «Fox and Friends» angerufen und dabei buchstäblich kein Blatt vor den Mund genommen. Mit Aussagen wie «Ich würde mir selbst ein A+ geben» und «Schaut, es war sehr, sehr unangenehm mit dem ‹kleinen Raketen-Mann›» (er meint Kim Jong-un) oder über seine Atom-Knöpfe: «Und wie ihr wisst sind meine Knöpfe grösser ...», liess Donald Trump ein paar fassungslose Moderatoren zurück, die kaum zu Wort kamen. Denn der Präsident redete unaufhörlich und schien von Satz für Satz aufzubrausender.

Er wich Fragen aus, betonte einmal mehr seinen überragenden Wahlsieg, schoss gegen Hillary Clinton und sprach darüber, dass er keine Zeit hatte, um für seine Frau ein richtiges Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Lediglich für eine Karte und Blumen reichte seine Zeit. Schliesslich bremste ihn Moderator Brian Kilmade aus: «Herr Präsident, Sie haben bestimmt noch eine Million anderer Dinge zu tun», womit Trump freundlich, aber bestimmt aus der Sendung geworfen wurde.

Cohen vertrat Trump im Fall Stormy Daniels

Während seines Monologs leistete sich der US-Präsident aber auch brisante Aussagen, namentlich, als er auf seinen Anwalt Michael Cohen zu sprechen kam. Dieser liegt mit der Pornoschauspielerin Stormy Daniels im Streit um eine vor der Wahl 2016 geschlossene Stillhaltevereinbarung über deren angebliches Sexabenteuer mit Trump. Erstmals räumte Trump ein, dass Cohen ihn vor der Wahl im November 2016 gegenüber Stephanie Cliffords (so der bürgerliche Name von Stormy Daniels) «vertreten» habe.

Zuvor hatte der Präsident jedoch betont, dass er absolut nichts mit der Sache zu tun habe und auch nichts von einer Zahlung über 130'000 Dollar wisse. Diese war erfolgt, um das Stillschweigen Cliffords zu erkaufen. Cohen führt an, das Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben.

Der Anwalt von Stormy Daniels, Michael Avenatti, ist über Trumps Aussagen hocherfreut. Diese seien sehr schädlich für den Präsidenten und er werde sie gegen ihn und Cohen verwenden, sagte Avenatti in der Show «MSNBC's Morning Joe». «Ein weiteres Geschenk des Himmels in diesem Fall. Ich weiss gar nicht wie ich zu diesem Glück komme, aber ich werde es definitiv nutzen.»

(kaf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.G. am 27.04.2018 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Der Präsident braucht keine Opposition

    denn deren Arbeit übernimmt er gleich selber.

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  • Rainer Duffner am 27.04.2018 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Besser, man schaut es nicht an

    Sonst müsste man sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft der Menschheit machen. Ausserdem: Fremdschämfaktor: 399

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  • Martial2 am 27.04.2018 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann er anders sein??

    A+ reicht nicht, unsere Waschmaschine ist mit A+++ bezeichnet!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kayla am 28.04.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesengrosse Klappe

    Schlimm, wenn der Lieblingssender des Donald ihn nicht mehr hören will!

  • Jan S. am 27.04.2018 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch - Der Westen HEUTE!

    Wie blicken der Rest der Welt heute wohl auf den Westen. Der President der grössten demokratischen Nation hat der ganzen Welt gezeigt, wie tief der Westen tatsächlich gefallen ist!

    • CaptainLonestarr am 28.04.2018 04:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan S.

      Die grösste demokratische Nation ist Indien.

    • Marcel am 28.04.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

      Das sagt schon alles

      Captain, er meint im Westen. Indien macht aber auch kein wirklich besseres Bild für die Demokratie.

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  • Ninotschka am 27.04.2018 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brilliant

    Und einer Macht sich vor Lachen bestimmt fast in die Hosen. Da hat Putin einen Glanzcoupe hingelegt. Den richtigen Kandidaten ausgesucht, ihn ins Amt gepuscht und nun demontiert er fast im Alleingang das Ansehen der USA. Ausserdem wird nie zugegeben werden, dass diese Regierung aus Putinmarionetten besteht, sonst würde ja noch mehr Schaden entstehen. Brilliant lieber Wladimir, einfach nur brilliant.

  • Sämi am 27.04.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer besser mit dem Deutsch! ;)

    und schien von Satz für Satz aufzubrausender.

    • Dave am 28.04.2018 08:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Sämi

      Dachte ich mir auch ... :S

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  • Richtigsteller am 27.04.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlsieg

    Man sollte bei der Wiedergabe seiner Worte, etwa bezüglich seines überragenden Wahlsieges, dazuschreiben, dass der nicht so überragend war (popular vote verloren, nur electoral college gewonnen). Sonst entsteht ein falsches Bild.

    • Bims am 27.04.2018 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtigsteller

      "nur"? So ist da das Wahlsystem. Er hat gewonnen. Nichts mit nur.

    • Klaus07 am 27.04.2018 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bims

      Und wo ist jetzt das überragend versteckt? Ja Trump hat gewonnen, aber eben nur

    • Maler50 am 27.04.2018 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bims

      Aber überragend ist halt auch falsch.

    • Rudi Mentär am 27.04.2018 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bims

      Es haben mehr Menschen Hillary gewählt, das ist Fakt. Das nur ist absolut Korrekt! Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die neuen Wahlen. Bin gespannt, ob er die nächsten vier Jahre auch schafft, was ich natürlich nicht hoffe, denn alles wird besser sein als dieser Hochstapler von einem Trump, der in seiner eigenen kreierten Wahnwelt lebt.

    • Martial2 am 27.04.2018 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bims

      Wie hat er gewonnen? Mit russischem Geld natürlich, das seine Kampagne finanziert hat, Dank dubiosen dunkeln Gegengeschäfte...

    • Chlor H am 28.04.2018 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maler50

      Es hat eben in USA viele, viele Bims

    • Sepp am 28.04.2018 09:18 Report Diesen Beitrag melden

      Er hat gewonnen

      Das alleine sagt viel über den westen aus. Wir gehen richtung idiocracy, oder wie der film heisst....

    • Minou am 28.04.2018 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chlor H

      Der war gut, Danke für den Lacher.

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