Die ersten 100 Tage

22. Oktober 2016 22:11; Akt: 23.10.2016 07:32 Print

Trump legt Plan als möglicher Präsident vor

Mauer, Steuersenkungen, Gesundheitsreform – zieht der Republikaner Donald Trump ins Weisse Haus, will er möglichst rasch Tabula rasa machen.

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«Grosse Träume»: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hält eine Rede im Eisenhower Hotel in Gettysburg, Pennsylvania. (22. Oktober 2016) (Bild: AFP/Mark Makela)

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17 Tage vor der US-Präsidentschaftswahl hat der Republikaner Donald Trump einen Plan für seine ersten 100 Tage im Weissen Haus vorgelegt – sollte er am 8. November seine Rivalin Hillary Clinton schlagen. So würde er neue Verhandlungen über das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta aufnehmen und aus dem Transpazifischen Handelspakt TPP aussteigen.

Trump sprach in Gettysburg (Bundesstaat Pennsylvania), wo 1863 der damalige Präsident Abraham Lincoln seine historische Rede über die Prinzipien Freiheit und Gleichhalt gehalten hatte. Erneut warf der Republikaner den Medien und der Demokratin Clinton vor, Lügen zu verbreiten, um ihn um einen Wahlsieg zu bringen. Gemeinsam versuchten sie, «den Geist der Wähler zu vergiften», sagte Trump.

Verordnungen von Obama rückgängig machen

«Ein grosser Teil der Wahlmanipulation besteht darin, dass Hillary kandidieren darf, obwohl sie so oft so viele Gesetze gebrochen hat», sagte Trump. Erstmals kündigte er an, dass er die Frauen, die in den vergangenen Tagen mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen ihn an die Öffentlichkeit gegangen waren, nach der Wahl verklagen werde.

Clinton und Trump liefern sich weiteren Wettstreit

Die meisten der Pläne, die Trump am Samstag vorlegte, waren vor der Rede bereits bekannt. So will er alle angeblich «verfassungswidrigen» Verordnungen von Präsident Barack Obama rückgängig machen, die Amtszeiten für Kongressmitglieder begrenzen und die Zahl der öffentlichen Bediensteten einfrieren.

Trump will auch rasch mit der Abschiebung der nach seinen Angaben zwei Millionen kriminellen illegalen Immigranten beginnen. Wer einmal aus dem Land geschickt wurde und erneut illegal in die USA kommt, soll für mindestens zwei Jahre ins Gefängnis.

Mauer, Steuersenkungen, Gesundheitsreform

Trump bekräftigte auch seine Absicht, dass er an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen und das Nachbarland dafür bezahlen werden lasse. Insgesamt listete er zehn Gesetze auf, die er im Fall seines Wahlsieges möglichst rasch durch den Kongress bringen möchte – etwa massive Steuersenkungen und die Rücknahme von Obamas Gesundheitsreform.

Die USA befänden sich an einem Scheideweg, sagte Trump. «Wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit oder glauben wir, dass vor uns und unserem grossartigen Land noch eine grosse Zukunft liegt?» Er rufe das amerikanische Volk dazu auf, «grosse Träume» zu haben.

(bee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolando am 22.10.2016 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leitplanken

    Auch Onkel Donald wird sich nicht über gewisse Leitplanken hinwegsetzen können wie all die früheren Präsidenten auch. Sofern er überhaupt gewählt wird.

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  • Päscu123 am 22.10.2016 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Wenn alle Errungenschaften Obamas wieder rückgängig gemacht würden wäre das extrem schade.

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  • Thunder83 am 22.10.2016 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ironie

    Irgendwie habe ich mit den Amis Mitleid, - zwischen Pest und Cholera wählen zu müssen... Aber Herr Trump verspricht ja das unmögliche und ist selbstverliebt. Ich warte nich auf seine Steuererklärung...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rüedu am 23.10.2016 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Klarstellung

    Offensichtlich sind einige Zeitgenossen der "alternativen Mediennutzung der festen Ansicht, dass Trump vorne liegt. Leider muss ich all diese schlecht informierten Mediennutzer enttäuschen. Selbst wenn Rasmussen, LA Times und ISB einen Vorsprung von Trump sehen, haben doch 57 andere Umfragen einen Vorsprung von Clinton von bis 12 %. Landesweit zusammengefasst ergibt sich ein Vorsprung von Clinton von aktuell 6%. Soll keiner kommen, und nachher sagen, dass die Umfragen die Wahl oder was auch immer getürkt seien. Die Zahlen sind klar.

  • manolo am 23.10.2016 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schaumschläger

    Was Trump für ein Schaumschläger ist, sah man beim Besuch in Mexiko. Grossartig verkünden was er dem mexikanischen Präsidenten alles zur Mauer gesagt hat, und das er klar gemacht hat, dass Mexiko bezahlen muss. Der mexikanische Präsident sagte das nicht ein Wort wahr ist, und nicht mal über die Mauer gesprochen wurde. Sowas soll Präsident werden, der schon beim ersten Auslandsbesuch so einen Müll erzählt? Die Mexikaner lachen heute noch über den loco aus dem Norden. Der Respekt ist in Mexiko weg für Trump. Er ist ein Clown.

    • Ach am 23.10.2016 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @manolo

      Als wenn der Respekt von Mexiko für Trump lebensnotwendig wäre.

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  • narr am 23.10.2016 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trampel

    die steuern werden um ein paar dollars gesenkt werden. un es geht im gleichen trott weiter. die amis glauben an die vegetarische katze.t

  • dolly am 23.10.2016 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    affairen

    jfk hatte auch affaeren...aber auf anderer ebene..es kam erst nach seinem ableben in die medien..chapeau

  • narr am 23.10.2016 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    donald the duck

    dass er sich nicht schaemt sich als praesident zu sehen er haelt sich fuer den retter amerikas..dann trifft das gehenteil ein.