Migrantenmarsch

30. Oktober 2018 04:07; Akt: 30.10.2018 08:13 Print

Trump schickt 5200 Soldaten an die Grenze

Der Flüchtlingsstrom aus Zentralamerika bewegt sich durch Mexiko in Richtung USA. Soldaten sollen die Grenzübergänge sichern.

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US-Präsident Donald Trump schickt 5200 Soldaten an die Grenze nach Mexiko. Sie sollen Migranten aus Honduras und Guatemala stoppen. Doch zur Übernahme von direkten Grenzschutzaufgaben sind die Soldaten gar nicht berechtigt.

US-Präsident Donald Trump will mit allen Mitteln verhindern, dass Tausende Migranten aus Honduras und Guatemala in die USA gelangen. Das Pentagon werde deshalb zum Ende der Woche mehr als 5200 Soldaten an die mexikanische Grenze entsenden, sagte Luftwaffen-General Terrence O'Shaughnessy am Montag.

Die Soldaten sollen demnach zunächst die Grenzübergänge und deren nähere Umgebung sichern. Dafür würden vorübergehend Zäune errichtet, sagte O'Shaughnessy. Überdies werde das Pentagon drei Helikopter-Einheiten entsenden, deren Maschinen mit Hightech-Sensoren und Nachtsichtfunktionen ausgestattet seien.

Sie sollen die Soldaten am Boden laut O'Shaughnessy während eines möglichen Einsatzes lotsen. Auch Militärpolizisten sollen demnach an der mexikanischen Grenze stationiert werden.

Zur Übernahme von direkten Grenzschutzaufgaben sind die Soldaten jedoch gar nicht berechtigt. Illegal über die Grenze kommende Menschen dürfen sie nicht kontrollieren und festnehmen. Ihnen kommt nach Regierungsangaben vorwiegend eine Unterstützungsfunktion zu.

Migranten setzen Weg durch Mexiko fort

Die Karawane der Flüchtlinge aus Zentralamerika setzt ihren Weg durch Mexiko in Richtung USA fort. Tausende vorwiegend aus Honduras stammende Migranten brachen am Montag in dem Ort Tapanatepec im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca auf. Sie hatten dort am Sonntag eine Pause eingelegt. Ihr nächstes Ziel ist die rund 56 Kilometer entfernte Stadt Niltepec.

Viele der Flüchtlinge machten sich nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP an Bord von Fahrzeugen auf den Weg. Die ursprünglich aus rund 7000 Migranten bestehende Karawane hatte sich am 13. Oktober von Honduras aus auf den Marsch in Richtung USA gemacht.

Mittlerweile besteht sie laut der Hilfsorganisation Pueblos Sin Fronteras noch aus rund 4000 Menschen, da viele Teilnehmer wieder den Heimweg angetreten sind und rund 1700 sich zum Bleiben in Mexiko entschieden haben.

(fal/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Olaf Rustle am 30.10.2018 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bundesrat bitte nachmachen

    So sieht das aus, wenn sich jemand fürs eigene Land einsetzt...

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  • Phil Stee am 30.10.2018 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ende von europa

    wiso nicht bei uns so? alle sprechen schlecht von ihm doch er setzt sich ein für sein land.

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  • Dani Keller am 30.10.2018 06:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzmauer

    Vielleicht war Trumps "verrückte" Idee mit der Grenzmauer, die so zwar nie gebaut wird, doch nicht so abwegig? Jedenfalls sind in wenigen Tagen Wahlen... die Karawane ist ein Wahlkampfgeschenk für Trump. Und wenn die Menschen nun mit Fahrzeugen unterwegs sind, dürften diese "pünktlich" zur Wahl an der Grenze stehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chtulhu am 31.10.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll dann kommen?

    Waffen an Synagogen, Waffen an Schulen, Waffen an Saudis, Soldaten an der Grenze... wann hat es begonnen normal zu werden? Wie lange möchte ein Teil der Gesellschaft diesem Irrsinn applaudieren? Es gibt andere Lösungen. Das ist nicht mal eine Frage der Fantasie. Aber auf jeden Fall eine Frage der Vernunft.

  • EMMM am 31.10.2018 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geplante Krise?

    Man sieht doch oft, dass man die Illegeale Einwanderung, mit Armut, Krise etc, Geisselt, mit dem Argument den Flüchtlingen nur helfen zu wollen, weil Wir eine reiche Nation sind, und die ganze Welt aufnehmen können. Wie hoch muss ein Realitätsverlust sein, ins "Paradies" Flüchten zu wollen, womit die Krise selbst, diesen Paradies in den Ruin treibt? Wenn die Krise dann verschärft, was glaubt man was dann passieren wird? Die Löhne sinken, die Sozialkosten wäre dann nicht mehr tragbar, und das betteln würde eher zunehmen. Man müsste auf vieles Verzichten, und würde zum Billiglohnsektor, nach Chinesischen Vorbild. Gut für manche Investoren die auf solche Krise hoffen.

  • Politix am 31.10.2018 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quo Vadis

    Und dann? Ohne vernünftige Abkommen mit den Herkunftsländern nur ein unappetitliches Schauspiel, das sich unsere "bürgerlichen" im TV wie einen Film anschauen können. Gelöst wird dadurch gar nichts. Es ist lediglich ein Anzeichen von politischen Versagen in Anbetracht der Armut in Lateinamerika, nachdem Börsenspiele mit Öl- und Lebensmittelpreisen betrieben wurden. Und während die Gewinner sich klangheimlich mit ihren Milliarden auf Steueroasen zurückziehen wird auf die Verlierer geschossen. Der Begriff Bürgerlich ist bei dem Blutdurst der Befürworter solcher Aktionen irreführend.

  • A. Trumpler am 31.10.2018 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diktatur

    Ist schon lustig, hier fordern die Schreiber einen Trump als Diktator. Und morgen jammern sie, wenn sie nicht über ein neues Fussballstadion oder ein neues Schulhaus usw. abstimmen können. Entweder Diktatur oder Demokratie, beides geht nicht.

  • H. Cheng am 31.10.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Politisches Kalkül zur US Novemberwahl

    In Mittel- und Südamerika sind Millionen bettelarm und kommen nie aus den Ghettos raus. Diese Flüchtlingsströme werden von einem Teil der Reichen Elite finanziert und gezielt als politisches Instrument benutzt. Soll mir einer weiss machen, dass diese Mitleid mit den Menschen hat und nur unser aller Bestes will!