Gipfelvorbereitungen laufen

09. Februar 2019 04:24; Akt: 09.02.2019 07:21 Print

Trump und Kim werden sich in Hanoi treffen

Der zweite Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Machthaber wird in der vietnamesischen Hauptstadt durchgeführt.

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Der US-Sondergesandte für Nordkorea, Stephen Biegun, hat sich in Nordkorea mit seinem nordkoreanischen Kollegen getroffen, um den zweiten Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Kim Jong-un vorzubereiten. Dies teilte das US-Aussenministerium am Freitag mit.

Biegung hielt sich demnach von Mittwoch bis Freitag in der Hauptstadt Pyongyang auf, wo er sich mit dem nordkoreanischen Unterhändler Kim Hyok Chol traf, um über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu sprechen.

Der Gipfel zwischen Trump und Kim Jong-un soll am 27. und 28 Februar in Vietnam stattfinden. Er werde in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi durchgeführt. Dies gab der US-Präsident zudem am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt. Der genaue Ort war noch unklar gewesen.

Trump hatte sich im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit dem nordkoreanischen Machthaber getroffen. Kim betonte bei der Zusammenkunft in Singapur zwar seine Bereitschaft zur «kompletten Denuklearisierung».

Allerdings gab es keine konkreten Zusagen, bis wann das kommunistisch regierte und international weitgehend isolierte Nordkorea sein Atomwaffenarsenal abrüsten will und wie Gegenleistungen der USA aussehen könnten. Zuletzt wurden kaum Fortschritte bei den Gesprächen bekannt.

«Sehr produktives Treffen»

Trump erklärte weiter, seine Unterhändler hätten Nordkorea nach einem «sehr produktiven Treffen» wieder verlassen und dabei den genauen Zeitplan für sein zweites Treffen mit Kim vereinbart. «Ich freue mich darauf, Leader Kim zu sehen und die Sache des Friedens voranzubringen!», fügte Trump hinzu. Ausserdem bescheinigte er Nordkorea blendende wirtschaftliche Aussichten und sprach seinem Gipfelpartner ein grosses Lob aus.

«Unter der Führung Kim Jong-uns wird Nordkorea ein grossartiges wirtschaftliches Kraftzentrum werden. Er mag ja einige überraschen, aber mich wird er nicht überraschen, weil ich ihn kennengelernt habe und vollkommen verstehe, wie fähig er ist», schrieb Trump über den Mann, den er einst - nicht ohne Spott - als «Rocket Man» tituliert hatte. «Nordkorea wird eine andere Art von Rakete werden - eine wirtschaftliche!»

Hanoi mit Erfahrung

Südkoreas Präsident Moon Jae In, der im vergangenen Jahr eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Washington und Pyongyang gespielt hatte, hatte vorab die Symbolkraft der Entscheidung für Vietnam als Gastgeber betont. Vietnam biete die perfekte Bühne für ein neues Kapitel in der Geschichte zwischen Nordkorea und den USA. Vietnam und die USA hätten einst «Schwerter und Kanonen gegeneinander gerichtet, jetzt aber sind sie Freunde».

Auch zwischen Pyongyang und Washington hat unter Trump - trotz zwischenzeitlicher Kraftproben und Wortgefechte - ein gewisses Tauwetter eingesetzt. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel scheint inzwischen weniger brisant als vor dem Amtsantritt des Republikaners.

Hanoi dürfte das Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim zwar höchste Sicherheitsvorkehrungen und einen Ansturm internationaler Medien bescheren. Mit internationalen Grossereignissen hat die Millionenstadt allerdings bereits Erfahrung.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bärgbur am 09.02.2019 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China watching you......

    da wird wohl wieder Wein getrunken und Wasser geredet !

  • Geissenpeter am 09.02.2019 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Friedensnobelpreis wert

    den wird Trump nicht bekommen, weil Systempresse zu 100% gegen ihn ist.

  • Reisender am 09.02.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich zeigt Trump Profil

    Hoffentlich wird bei diesem Treffen auch das Thema Menschenrechte angesprochen. Was in Nordkoreas Straflagern passiert ist kaum fassbar. Dafür müsste Kim zur Verantwortung gezogen werden. Mal schauen, ob Trump Profil zeigt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Linda die Echte am 09.02.2019 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der wird

    Mit grosser Sicherheit von allen freundlich empfangen. Es hat heute noch viele Menschen in Vietnam die Gesundheitlich leiden! Was Ihnen der Ami damals zugefügt hatte.

  • Deal am 09.02.2019 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Maker

    Hoffentlich macht DT ein paar gute Geschäfte. Dann hat sich das Treffen gelohnt. America First.

  • Reisender am 09.02.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich zeigt Trump Profil

    Hoffentlich wird bei diesem Treffen auch das Thema Menschenrechte angesprochen. Was in Nordkoreas Straflagern passiert ist kaum fassbar. Dafür müsste Kim zur Verantwortung gezogen werden. Mal schauen, ob Trump Profil zeigt.

    • Mensch am 09.02.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Reisender

      Und was ist mit den amis z.b. Guantanamo,abu ghraib usw Dort werden die Menschenrechte auch nicht eingehalten

    • Trollgeflüster am 09.02.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reisender

      Als hätte Trump auch nur eine Blassen was Menschenrechte angeht!!!

    • Cartman1993 am 09.02.2019 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reisender

      Wieso sollte man von ihm irgendwas erwarten?

    • Angekommener am 09.02.2019 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reisender

      Ha ha!!Und die Amis mit Guantanamo etc..? Sie zeigen wirklich Humor..

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  • Valerio M. am 09.02.2019 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin...

    Man kann von Herrn Trump halten was man will, aber im Betreff Nordkorea handelt er richtig. Mit der extremen Hillary wären wir sicherlich schon in einem Nuklearkrieg. Zum Glück hat Trump die Wahlen gewonnen.

  • S.Longus am 09.02.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit etwas Geschichtswissen

    Das muss mir einer mal logisch erklären. Wieso sollte die USA, im Gegensatz zu China, dazu in der Lage sein sollten NK zur Abrüstung zu bewegen. Angesichts der Aggression gegen Syrien, Iran, Venezuela. Dem Umgang mit Kuba, Vietnam. China umgeht die Sanktionen gegen NK und hat dadurch glaubhaft Interesse an einer Öffnung. Ein gutes hats, Kim rückt angesichts Trump in Richtung eines sympathischen Regenten. NK hat keine Atomwaffen, weil es so schön leuchtet im dunklen. Das ist doch Kasperltheater. Wer die Entspannungspolitik von 2000 noch kennt.

    • Hugo am 09.02.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      Beides diktatorische Regimes

      China und glaubhaft? Das ist wohl der grösste Witz.

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