Sicherheitszugang

24. Juli 2018 02:10; Akt: 24.07.2018 02:43 Print

Trump will mehrere Kritiker ausbremsen

Niemand kritisiert Donald Trump ungestraft: Der US-Präsident will ehemaligen hochrangigen Geheimdienstvertretern den Sicherheitszugang entziehen.

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Sechs ehemalige Führungspersönlichkeiten bekommen seine Massnahme zu spüren: US-Präsident Donald Trump. (23. Juli 2018) (Bild: Keystone/Jim Lo Scalzo)

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US-Präsident Donald Trump will mehreren früheren hochrangigen Regierungsmitgliedern, die sich kritisch über ihn geäussert haben, den Zugang zu geheimen Dokumenten entziehen. Die sollen Informationen politisch verwertet haben.

Präsidentensprecherin Sarah Sanders begründete die anvisierte Massnahme am Montag in Washington unter anderem damit, dass einige der potenziell Betroffenen «unbegründete Anschuldigungen» hinsichtlich Trumps Beziehungen zu Russland vorgebracht hätten.

FBI und CIA betroffen

Konkret nannte Sanders sechs ehemalige Führungspersönlichkeiten des Sicherheits- und Geheimdienstapparats, denen die sogenannten Sicherheitsfreigaben entzogen werden könnten. Dies sind der frühere Direktor des Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, der ehemalige Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper, der Ex-Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, der vormalige Leiter des auf die Überwachung elektronischer Kommunikation spezialisierten Auslandsgeheimdienstes NSA, Michael Hayden, Ex-FBI-Vizechef Andrew McCabe und die frühere Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice.

Ehemalige Regierungsmitarbeiter mit fortbestehendem Zugang zu geheimen Dokumenten hätten dieses Privileg in manchen Fällen genutzt, um Parteipolitik zu betreiben und «Geld zu machen», sagte Sanders. Sie führte allerdings nicht näher aus, was sie mit dem Vorwurf der finanziellen Ausschlachtung des Zugangs zu Geheimmaterial meinte.

Besonders Brennan, Comey, Clapper und Hayden sind regelmässige harte Kritiker Trumps. Nach dessen in freundlicher Atmosphäre verlaufenen Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin am Montag vergangener Woche in Helsinki hatte etwa Brennan dem US-Präsidenten vorgeworfen, dessen Auftritt laufe auf Hochverrat hinaus.

Massnahme bereits umgesetzt

Frühere Leiter von Geheimdiensten behalten laut «Washington Post» nach dem Ausscheiden aus dem Amt üblicherweise ihren Sicherheitszugang. Dies solle ihnen den Austausch mit ihren Nachfolgern erleichtern.

Bei mindestens zwei der von Sanders genannten ehemaligen Regierungsmitarbeiter ist der Sicherheitszugang aber gar nicht mehr vorhanden. Der von Trump gefeuerte Comey verlor diese Einstufung, wie die «Washington Post» berichtete. Das Gleiche gilt für McCabe, wie dessen Sprecherin Melissa Schwarz im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.

Clapper wiederum bezeichnete die von Trump erwogene Massnahme als «sehr, sehr kleinkariert». Es handle sich wohl um «Vergeltung» für die Kritik am Präsidenten, sagte Clapper dem Sender CNN.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ragnarok am 24.07.2018 04:16 Report Diesen Beitrag melden

    Penibel, selbstverliebt, senil

    und gefaehrlich. Eine aeusserst explosive Mischung. Es ist unglaublich. Irgendwo finden sich immer noch weitere Sicherungen, welche bei diesem Greis durchbrennen. Es gibt wirklich fast Niemanden mehr auf der Welt, den er nicht kritisiert, sanktioniert oder bedroht und er treibt dies im eigenen Land munter weiter. Irgendwie beschleicht mich ein Gefuehl, dass das Alles sehr ungut enden wird. Aber lieber ein Ende Trumps mit Schrecken, als ein Schrecken namens Trump ohne Ende.

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  • DampfFredu am 24.07.2018 04:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oje

    Ich versteh nicht wieso dem Narzisten keiner das Handwerk legt und dann hatt der noch soviele die an ihn glauben. Wie dumm sind die Amis eigentlich?

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  • Maler50 am 24.07.2018 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwundert? Nein

    Verwundert wohl niemand,bei der Persönlichkeit von Trump. Da er überzeugt ist unfehlbar zu sein,kann es keine Kritik gegen ihn geben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • .Nicolas. am 24.07.2018 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meine Meinung

    ich finde gut das Trump Gespräche mit Nordkorea und Russland führt. und das der kalte Krieg hoffentlich zu Ende ist. natürlich geht es zu wie bei Kindern im Sandkasten. .... aber man sieht das positive heraus.

  • Karin am 24.07.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Trump ist einfach genial

    Trump sorgt endlich einmal für Ordnung in der ganzen Welt.Er ist einfach genial.Ich verstehe nicht ,dass man alles schlecht reden kann, was Trump macht.Trump hat Mut,und übernimmt aber auch die Verantwortung.Er steht zu seinem Volk,und er macht was er vor der Wahl als Präsident versprochen hat,was ich von unserer Regierung leider nicht sagen könnte.Was denn zum Kuckuck sollte da schlecht sein?

  • Sugus am 24.07.2018 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Da wird doch mit Absicht / Planung die ganze Weltordnung auf den Kopf gestellt / manipuliert. Wer würde aus einem 3. Weltkrieg Provit ziehen? Sicher nicht die uns bekannten Mächte.

  • K1aerer am 24.07.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    Tagelang wird ein Fussballer wegen einem vermeintlichen Foto mit einem Despoten runtergemacht. Aber solche Leute, die uns kontrollieren, zertreten ebenso die westlichen Werte mit Füssen.

  • Rerruf am 24.07.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze/Eigennutz

    Langsam aber sicher nähert sich dieses Land einer Diktatur zu! Er kann machen was er will. Schlafen da Alle?