Rücktritt

19. August 2016 17:08; Akt: 19.08.2016 21:15 Print

Trumps Wahlkampfchef Manafort tritt ab

Nachdem Donald Trump sein Team innert zwei Monaten zweimal umgestellt hat, tritt nun sein Wahlkampfmanager Paul Manafort zurück.

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Gut elf Wochen vor der US-Wahl kämpft Donald Trump weiter mit schweren internen Turbulenzen. Am Freitag trat Paul Manafort zurück, bisheriger Leiter seines Wahlkampfteams.

Das bestätigte der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner in einer Mitteilung. Manafort stand zuletzt wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine unter erheblichem Druck.

Manafort war erst im März an Bord des Trump-Teams geholt worden und stand seit April an dessen Spitze. Erst am Mittwoch hatte Trump als neue Spitze des Wahlkampfteams Stephen Bannon installiert. Manafort sollte als eine Art Chefstratege an Bord bleiben. Gut 80 Tage vor der Wahl liegt der Republikaner Trump in allen relevanten Umfragen hinten. Er braucht dringend neuen Erfolg.

Manafort ist seit Jahrzehnten umtriebiger Lobbyist in der internationalen Politik. Er arbeitete als Berater unter anderen für den 2014 gestürzten Ex-Präsidenten der Ukraine Viktor Janukowitsch, den früheren philippinischen Machthaber Ferdinand Marcos und den angolanischen Rebellen Jonas Savimbi.

Auf Liste «schwarzer Konten»

Manafort wurde laut einem Bericht der «New York Times» 22 Mal in einer Liste «schwarzer Konten» einer prorussischen Partei in der Ukraine genannt. Ihm sollten laut geheimer Dokumente insgesamt 12,7 Millionen US-Dollar gezahlt werden, hatte die Zeitung unter Berufung auf die ukrainische Antikorruptionsbehörde berichtet. Es ist unklar, wofür das Geld sein sollte und ob es gezahlt wurde. Zuletzt gab es weitere Berichte über pro-russische Verstrickungen Manaforts.

Trumps wohlwollende Äusserungen zu Russland sind seit Wochen ein Thema im Wahlkampf. Nach einem Hacker-Angriff auf den Demokraten-Vorstand, hinter dem die Partei Russland vermutete, rief Trump Moskau dazu auf, nach verschwundenen E-Mails der Kandidatin Hillary Clinton zu suchen. In einem Interview sagte der Milliardär kürzlich, die Menschen auf der Krim würden lieber zu Russland gehören als zur Ukraine.

In der Nacht zum Freitag und nach dem Umbau seines Teams hatte der sonst so aggressive Trump mit einem ungewohnten Eingeständnis überrascht: «Manchmal, in der Hitze der Debatte, und wenn man über viele Dinge gleichzeitig spricht, wählt man nicht die richtigen Worte, oder man sagt das Falsche. Das ist mir passiert. Und glaubt es oder nicht, ich bereue das», sagte Trump in North Carolina.

Trump hatte oft gesagt, Fehler zuzugeben sei eine Schwäche. Trump hatte am Mittwoch neben Bannon die Umfrage-Spezialistin Kellyanne Conway an Bord geholt. Sein jüngster Auftritt könnte nun bereits ihre Handschrift getragen haben.

Trumps erster TV-Wahlwerbespot

Der erste TV-Wahlwerbespot von Donald Trump konzentriert sich auf Sicherheitsfragen. Trump kreidet darin seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton an, sie lasse «syrische Flüchtlinge hereinströmen». Überführte Verbrecher könnten als illegale Einwanderer im Land bleiben, heisst es in dem TV-Spot, der für 4,8 Millionen Dollar in den kommenden Tagen in sogenannten «Swing states» geschaltet werden soll.

Die Republikaner setzen vor allem in Florida, North Carolina, Ohio und Pennsylvania auf Erfolge ihrer Wahlkampagne im Fernsehen. Clinton hat ihrerseits bereits 61 Millionen Dollar für Wahlwerbung im Fernsehen ausgegeben.

Der Sprecher in Trumps Spot sagt, bei einer Präsidentin Clinton werde es «mehr von demselben, aber schlimmer» geben, während schaurige Musik erklingt. Später wird der Ton heiterer und die Botschaft lautet: «Donald Trumps Amerika ist sicher.» Terroristen und «gefährliche Kriminelle» würden ferngehalten, die Grenzen würden sicher sein.

(kat/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani B. am 19.08.2016 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    nennt mich "Dump"

    Ich weiss immer noch nicht, ob dieser Schuldenhaufen "Trump" für oder gegen die Republikaner agiert.

  • zuffi16 am 20.08.2016 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    todesfälle im clinton umfeld

    berichtet doch mal darüber dass in den letzten wochen jeder der gegen clinton aussagen wollte und vielleicht etwas gegen sie sagen konnte unter mysteriösen gründen gestorben sind, "raubüberfall etc". das wäre doch mal interessant, ach aber ja man darf ja nichts negatives über clinton berichten

  • Martial Kohler am 21.08.2016 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Thank's Mr. Trampy...

    Dieser Mr. Manafort, weiss schon warum. Ich wäre gar nicht angetreten... Der Donald, wie ein defektes Flugzeug, er verliert immer mehr an Höhe, Sinkflug ??

Die neusten Leser-Kommentare

  • mrfiveduck am 21.08.2016 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit

    Ausland? AUSLAND? Was geht uns das Ausland an? Wir sind die freie Schweiz und wir bestimmen wo's langgeht, gell Toni, gell Herr Rösti?

  • Martial Kohler am 21.08.2016 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Thank's Mr. Trampy...

    Dieser Mr. Manafort, weiss schon warum. Ich wäre gar nicht angetreten... Der Donald, wie ein defektes Flugzeug, er verliert immer mehr an Höhe, Sinkflug ??

  • zuffi16 am 20.08.2016 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    todesfälle im clinton umfeld

    berichtet doch mal darüber dass in den letzten wochen jeder der gegen clinton aussagen wollte und vielleicht etwas gegen sie sagen konnte unter mysteriösen gründen gestorben sind, "raubüberfall etc". das wäre doch mal interessant, ach aber ja man darf ja nichts negatives über clinton berichten

  • Dani B. am 19.08.2016 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    nennt mich "Dump"

    Ich weiss immer noch nicht, ob dieser Schuldenhaufen "Trump" für oder gegen die Republikaner agiert.

  • Fidan am 19.08.2016 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Der Clintonberater Georg Soros hat weitaus schlimmeres getan, man hört aber nix in den Medien.

    • James$ am 19.08.2016 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fidan

      Kenne GS persönlich was hat er "viel Schlimmeres" verbrochen. Bin gespannt aus welcher dubiosen Quelle sie ihre Infos haben!

    • Libero am 19.08.2016 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fidan

      Aha, und was genau hat Herr Soros denn verbrochen? Abgesehen davon ist er mit Sicherheit nicht Clintons Berater...

    • Fidan am 19.08.2016 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Libero james

      Un diversen Kändern Revolutionen ausgelöst um Regierungen zu stürtzen. Aus den Leaks ist ersichtlich, dass Clinton auf seinen Rat hört. Widerspruch bringt nix, jetzt gaben wir die Fakten!

    • Libero am 19.08.2016 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fidan

      Ich kenne Herrn Siros nicht persönlich, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ein Trump-Fan mit Leak-Facts um sich schmeissen sollte.

    • MS am 19.08.2016 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fidan

      Ja, er hat ein paar Diktatoren geärgert, unter anderem war er mehr oder weniger aktiv an der rumänischen Revolution gegen Ceauescu beteiligt. Insofern kann ich das Problem nicht sehen - oder finden Trumpies es schade, dass der brutalste Diktator Europa's gestürzt wurde???!

    • mrfiveduck am 20.08.2016 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fidan

      ... die richtigen Medien lesen könnte Aufschluss geben.

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