06. April 2005 12:27; Akt: 06.04.2005 12:33 Print

Tsunami stürzt zwei Millionen in die Armut

Die verheerende Flutkatastrophe in Asien hat einer Studie zufolge in den am schwersten getroffenen Ländern mehr als zwei Millionen Menschen in die Armut gestürzt.

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Und noch mehr Menschen könnten verarmen, warnt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB).

Sollte der Wiederaufbau in Indonesien, Sri Lanka, Thailand, Indien und auf den Malediven nicht zügig vorankommen, drohten bis 2007 mehr als eine Million Menschen zusätzlich zu verarmen.

«Je länger der Wiederaufbauprozess dauert, desto schlimmer werden die Auswirkungen für die Armen sein», heisst es im neuen Wirtschafts-Jahresausblick der ADB für Asien, der am Mittwoch in Manila veröffentlicht wurde.

Wiederaufbau beschleunigen

Diese Entwicklung könne vermieden werden, wenn sich Indonesien in drei Jahren, Sri Lanka, Indien sowie die Malediven in zwei und Thailand in einem Jahr wieder vollständig von der Katastrophe erholten, heisst es in dem Bericht.

Die ADB mahnte Regierungen, Geberländer und Hilfsorganisationen zu enger Zusammenarbeit, um den Wiederaufbau in den Katastrophengebieten zu beschleunigen.

Infolge eines schweren Seebebens und einer nachfolgenden Flutwelle am 26. Dezember wurden vermutlich mehr als 270 000 Menschen rund um den Indischen Ozean getötet. Die meisten Toten hatte es im Norden der indonesischen Insel Sumatra gegeben. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Sri Lanka das am stärksten betroffene Land.

(sda)