Zentralafrika

25. Juli 2014 03:25; Akt: 25.07.2014 03:25 Print

UN fordern rasche Waffenruhe

Christliche und muslimische Milizen bekämpfen sich in Zentralafrika seit 16 Monaten. Diese Woche wurde eine Waffenruhe ausgehandelt. Die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten.

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In Zentralafrika sollten die Waffen ruhen - für die UN wurde dies noch nicht umgesetzt. (Bild: AFP/Guy-gervais Kitina)

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Der UN-Sicherheitsrat dringt auf eine rasche Umsetzung der Waffenruhe zwischen den verfeindeten muslimischen und christlichen Milizen in der Zentralafrikanischen Republik. Die in dieser Woche erzielte Einigung sei nur «ein erster Schritt», hiess es in einer einstimmig gebilligten Presseerklärung des Gremiums. Daher seien die Konfliktparteien aufgerufen, «dauerhaften Frieden, Achtung der Menschenrechte, Schutz von Zivilisten sowie Rechtsstaatlichkeit» sicherzustellen.

In den vergangenen 16 Monaten waren bei Gewaltakten in dem Land mehrere Tausend Menschen getötet worden. Dem Konflikt ging der Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé durch muslimische Rebellen im März 2013 voraus. Nach willkürlichen Attacken und Übergriffen der Aufständischen holten christliche Milizen der Anti-Balaka-Bewegung zum Gegenschlag aus, das Land versank in Chaos und Gewalt. Zehntausende Menschen flohen.

Inzwischen gibt es zwar eine zivile Regierung, die bis Februar landesweite Wahlen vorbereiten soll. Allerdings ist unklar, ob die Waffenruhe von allen akzeptiert wird. Denn als Vertreter der muslimischen Séléka-Kämpfer trat Mohamed Moussa Dhaffane auf, der sich im vergangenen Jahr mit anderen Anführern der Gruppe zerstritten hatte.

(sda)