Geldprobleme

09. Oktober 2019 10:17; Akt: 09.10.2019 10:41 Print

UNO kann Mitarbeiter im November kaum bezahlen

Mehrere Länder haben ihre Beiträge an die UNO nicht gezahlt. Nun spricht der Generalsekretär von der «schlimmsten Geldkrise seit fast einem Jahrzehnt».

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Den Vereinten Nationen geht wegen schlechter Zahlungsmoral ihrer Mitgliedsstaaten nach den Worten von Generalsekretär Antonio Guterres das Geld aus, um ihre Mitarbeiter zu entlohnen. «Diesen Monat werden wir das grösste Defizit der Dekade erreichen», warnte Guterres am Dienstag in New York. «Wir riskieren, in den November zu gehen, ohne das Geld für die Gehälter unserer Mitarbeiter zu haben.»

Der Etat der UNO liegt 2019 bei rund 3,3 Milliarden Dollar (3,28 Milliarden Franken). Grösster Beitragszahler sind die USA, die 22 Prozent des Budgets bestreiten. Aktuell schuldet die Regierung in Washington der Staatengemeinschaft rund 380 Millionen Dollar für frühere Budgets und gut 670 Millionen Dollar für den Haushalt in diesem Jahr, zusammen also mehr als eine Milliarde Dollar.

129 Mitgliedsstaaten haben ihre Beiträge in Höhe von zusammen fast zwei Milliarden Dollar für 2019 nach UNO-Angaben bereits gezahlt. US-Präsident Donald Trump kritisiert, sein Land zahle einen unfair hohen Beitrag zum Budget der Vereinten Nationen, und fordert eine Reform.

Die Friedensmissionen der UNO werden aus einem separaten Topf finanziert. Das Budget für diese Einsätze beläuft sich im Haushaltsjahr bis zum 30. Juni auf 6,7 Milliarden Dollar, der Folgehaushalt bis Mitte 2020 umfasst 6,5 Milliarden Dollar. Auf die USA entfällt davon ein Anteil von 28 Prozent, das Land will jedoch nur 25 Prozent zahlen. Für die Friedensmissionen schuldet die Regierung in Washington den UNO aktuell 2,4 Milliarden Dollar.

(fal)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theres am 09.10.2019 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    UNO Wasserkopf

    Dan soll die UNO das tun was auch andere tun müssen, wenn das Geld nicht reicht. SPAREN !

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  • Pit767 am 09.10.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuer

    Mmm geldprobleme ??? Wie wärs mit ner neuen Steuer? UNO steuer oder Weltfriedenssteuer oder so etwas wie Friedensabgabe .... Gut vermarktet kann mann der Bevölkerung das Geld locker aus der Tasche ziehen.. Irgendwo wird das sicher schon besprochen....

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  • paul am 09.10.2019 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht

    Super Bericht... spannend wäre noch gewesen wie der Verteilschlüsse für die UNO abgaben ist und wie der begründet wurde. Ich meine es sind über 120 Länder und ein Land muss 20% zahlen, schon komisch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TSCH am 18.10.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    UNO-Hasser

    Früher marschierten Armeen. Millionen Gefallene, Kriegsinvalide, Kriegswaisen. Klimaänderungen, Krebs durch Abgase etc. waren kein Thema. Ist bei den UNO-Hasser das gemeint?

  • Helvetia am 11.10.2019 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egoist D.T.

    Auf die USA ist echt kein Verlass mehr. Frieden, offene Grenzen zum Reisen und Handel mit anderen Ländern sind keine Selbstverständlichkeit. Wir dürfen unsere Freiheit nicht kurzfristigem Egoismus opfern.

  • Lorenz am 10.10.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wer befehlen will muss zahlen...

    Die, die mehr bezahlen, haben auch mehr Rechte. 5 Länder haben Veto-Rechte im Sicherheitsrat. 100%:5 = 20%. Von dem her zahlt bzw. schuldet die USA einen gerechten Anteil.

  • Michi81 am 10.10.2019 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Ich arbeite auch nichts und habe trotzdem genug Geld.

  • noldi am 10.10.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Recht so

    Komisch alle wettern ueber DT und die USA aber machen die nicht mit funktioniert gar nichts mehr. Also nicht nur kritik bitte