Blauhelm-Mission

10. April 2014 18:51; Akt: 11.04.2014 13:11 Print

UNO schickt 12'000 Mann nach Zentralafrika

Der UNO -Sicherheitsrat hat grünes Licht für eine Blauhelm-Mission in Zentralafrika gegeben. Die 10'000 Soldaten und 1800 Polizisten werden im September mit dem Einsatz beginnen.

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Blauhelme an der Elfenbeinküste. (Bild: Keystone/AP/Sunday Alamba)

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Die Vereinten Nationen wollen 12'000 Blauhelmsoldaten in die Zentralafrikanische Republik entsenden. Der Uno-Sicherheitsrat verabschiedete am Donnerstag in New York einstimmig eine Resolution, die den Einsatz von 10'000 Soldaten und 1800 Polizisten erlaubt.

Damit wird sie eine der grössten Blauhelm-Missionen sein. Allerdings werden die Einheiten erst im September im Land sein. Die meisten Soldaten werden aus afrikanischen Ländern kommen.

Es gibt aber ausserhalb der Blauhelmtruppe noch eine französische Einheit von 2000 Mann. In der Resolution werden den Franzosen «alle nötigen Massnahmen» zugestanden, um die UNO -Truppen zu unterstützen.

«Truppe wird einige Zeit brauchen»

«Die Blauhelme haben ein robustes Mandat, um die Menschen in dem Land zu schützen», sagte Frankreichs UNO-Botschafter Gérard Araud. Es gehe um die Sicherung von Recht und Ordnung, aber auch den Wiederaufbau des Landes. «Aber die Truppe wird einige Zeit brauchen. Das ist das Problem mit der UNO, sie ist zu langsam.»

Die Weltöffentlichkeit sei aber auch für die Verzögerung verantwortlich. «Es gibt kaum Diplomaten und Journalisten in dem riesigen Land. Auch wenn es eine immense Krise ist, war es lange eine unbeachtete Krise.»

«So rasch wie möglich handeln»

Seine US-Amtskollegin Samantha Power war nur Stunden zuvor aus der Zentralafrikanischen Republik zurückgekehrt. «Ich kann Ihnen aus eigener Anschauung versichern, dass die Blauhelmsoldaten dort wirklich gebraucht werden. Der Völkermord in Ruanda vor 20 Jahren lehrt uns die Notwendigkeit, so rasch wie möglich zu handeln.»

Sie würdigte auch die Truppen der Afrikanischen Union, die schon im Land sind: «Diese Soldaten werden wohl nie eine Parade bekommen, wenn sie nach Hause zurückkehren. Aber wir werden ihnen immer dankbar sein.»

In der Zentralafrikanischen Republik, einem der ärmsten Staaten der Welt, ist nach einem Putsch muslimischer Rebellen vor einem Jahr die Gewalt eskaliert.

(sda)