Präsidentschaftswahlen

01. Februar 2016 10:58; Akt: 01.02.2016 12:40 Print

US-Botschafterin Suzi LeVine sagt, wies läuft

Was wollen Schweizer von der US-Botschafterin Suzi LeVine zu den Präsidentschaftswahlen wissen? 20 Minuten erhielt ihre Fragen-Hitliste.

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Suzan LeVine, der Botschafterin der USA in der Schweiz und Liechtenstein, werden jeden Tag Fragen zu den Präsidentschaftswahlen gestellt. Hier sind die häufigsten Fragen und LeVines Antworten darauf. Jetzt gilt es im Wahlkampf nämlich ernst: Am 1. Februar finden in Iowa die «Caucus»-Parteiversammlungen statt – es ist die erste Möglichkeit für Wähler, ihren Stimmen Gehör zu verschaffen.

1. Wer wird der nächste US-Präsident?
Ich kann nicht voraussagen, wer gewinnen wird. Die letzten Wahlen gingen so knapp aus, dass wir das Ergebnis vermutlich erst erfahren, nachdem die Wahllokale am 8. November 2016 schliessen.

2. Kann Donald Trump Präsident werden?
Nach Artikel zwei der US-Verfassung muss jemand, um als Präsident wählbar zu sein, mindestens 35 Jahre alt sein, in den USA 14 Jahre oder länger gelebt haben und von Geburt an amerikanischer Staatsbürger sein.

3. Kandidat X führt in Umfragen – heisst das auch, dass er oder sie gewinnen wird?
Umfragen sind keine Wahlgänge. Menschen wählen. Daher lässt sich aus der Position eines Kandidaten in Umfragen nicht ableiten, dass er oder sie gewinnen wird.

4. Kann ein Republikaner, falls er gewählt wird, Obamas Politik und seine Massnahmen rückgängig machen?
Das hängt davon ab, um welche Massnahmen es sich handelt. Einige wurden als Vollzugsanordnungen des Präsidenten ergriffen, andere durch verabschiedete Gesetze, wiederum andere mittels Regulierungen. Im Kern geht es bei den Wahlen darum, dass die Bürger die Richtung wählen, in die sich ihr Land bewegen soll.

5. Kann eine Frau Präsidentin werden?
Können Menschen atmen?

6. Was ist ein «Caucus»?
Ein «Caucus» ist vergleichbar mit einer Landsgemeinde, bei der Bürgerinnen und Bürger persönlich anwesend sind, um über Kandidaten zu diskutieren, die sie für ihre Partei nominieren wollen. Gleich wie in einer Vorwahl werden den Kandidaten Delegierte zugeordnet. Die Gliedstaaten Alaska, Colorado, Hawaii, Iowa, Kansas, Maine, Minnesota, Nevada, North Dakota und Wyoming arbeiten nur mit «Caucuses», ebenso die Territorien Amerikanisch-Samoa, Guam und die US-Jungferninseln. Die anderen Staaten sowie Puerto Rico verwenden Primärwahlen oder eine Kombination von Wahlformaten.

So läuft die «grösste Show der Welt»: Weitere Fragen und Antworten nur zu den US-Vorwahlen

7. Wie wird klar, wer in der Primärwahlsaison siegt?
Viele Websites führen Buch über die laufenden Ergebnisse. Um zum wahrscheinlichen Kandidaten nominiert zu werden, brauchen Anwärter folgende Delegiertenzahlen: 1237 bei den Republikanern und 2383 bei den Demokraten. Diese Zahlen können aufgrund einiger Faktoren leicht schwanken.

8. Was ist der «Super Tuesday»?
Am Super-Dienstag halten viele Staaten ihre Vorwahlen oder «Caucuses» ab und es werden mehr Delegierte vergeben als an irgend einem anderen Tag der Vorwahlsaison. Dieses Jahr fällt der «Super Tuesday» auf den 1. März 2016.

9. Unterstützen Sie Hillary Clinton?
Ich bin in einer überparteilichen Stellung und unterstütze keine Kandidaten öffentlich.

10. Wird der kommende Präsident Sie als Botschafterin behalten? Was geschieht nach der Wahl mit Ihnen?
Ich fühle mich geehrt, dass ich dem Präsidenten dienen darf. Da ich durch den Präsidenten aus dem privaten Sektor ernannt wurde, gibt es zwei mögliche Szenarien: Falls die Partei des Präsidenten wechselt, wird man mich wahrscheinlich umgehend um Rücktritt ersuchen. Falls die Partei die gleiche bleibt, könnte mich der nächste Präsident bitten, im Amt zu bleiben, bis eine Ersatzperson ernannt ist.

Weitere Fragen können Sie auf der Facebook-Seite der US-Botschaft stellen.

(Übersetzung: sut)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom Grassu am 01.02.2016 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Die wichtigste Frage:

    Mit wie vielen Divisionen wird uns eure Armee "Demokratie bringen", weil wir TTIP ablehnen?

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  • Sandro Studer am 01.02.2016 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Leider keine Hilfe

    Sie nimmt gerne zu solchen Themen Stellung, wenn aber pro Jahr 1500 US Schweizer Doppelbürger durch Diskriminierung gezwungen werden die US Staatsbürgerschaft aufzugeben, beantwortet Sie noch nicht einmal Mails. In diesem Bereich geht absolut nichts, aber eben es sind ja nur US Bürger die Sie in der Schweiz vertreten sollte.

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  • Ron Taylor am 01.02.2016 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Fehler bei Frage 7?

    1237 bei den Demokraten und 2383 bei den Demokraten. Müsste es nicht bei einer Zahl Republikaner heissen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hmm am 02.02.2016 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Hätte gerne gefragt ob sie Noam Chomskys Ansichten über die Präsidentschaftswahlen kennt/teilt.

  • Franky am 01.02.2016 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    die rechts im Bild....

    Am Besten finde ich hier, dass auf Bild 7 beschrieben werden muss, welche der beiden Kopp ist....:D

  • Ueli am 01.02.2016 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wann hören die Erpressungen auf?

    Wann hört das Erpressen von Schweizer Firmen durch die US Justiz endlich auf? Das wäre zum Beispiel eine wichtige Frage gewesen!

  • Freddi Hinz am 01.02.2016 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    US Wahlen

    mit einem anderen präsidenten wird die politische lage auf dieser welt auch nicht besser! alles marionetten der wirtschaftsbosse banken und verrückten !

  • TheNewWorldOrder am 01.02.2016 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israels Puppet

    Demokratie in Amerika gibt es schon lange nicht mehr. Der nächste Präsident, der den Zionisten gerecht werden soll, wurde schon lange vor den Präsidentschaftswahlen bestimmt. Die Wahlen sind nichts als Schein. Trump wäre der richtige, um Usa endlich aus den Klauen Israels zu lösen. Für den Fall, dass Trump 'gewinnt': Man sieht, was mit Kennedy passierte ;)