Rick Perry

18. Oktober 2019 04:47; Akt: 18.10.2019 05:19 Print

US-Energieminister tritt zurück

Rick Perry wird zum Jahresende die Regierung Trumps verlassen. Zuletzt war sein Name verstärkt in der Ukraine-Affäre gefallen.

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Trump erwartete seinen Abgang «ein bisschen früher»: Der zurücktretende US-Energieminister Rick Perry. (Archivbild) (Bild: Keystone/Valda Kalnina)

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Der in die Ukraine-Affäre verwickelte US-Energieminister Rick Perry gibt sein Amt ab. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesstaat Texas an, ohne genaue Gründe für den Schritt zu nennen.

Ein Nachfolger stehe bereits fest. Perry habe ihm schon vor einigen Monaten gesagt, dass er für die Zukunft andere Pläne habe, sagte Trump. Der Rückzug komme also nicht überraschend. Perry, der früher Gouverneur in Texas war, begleitete Trump am Donnerstag auf dem Trip in dem Bundesstaat.

Über einen Rücktritt Perrys hatte es immer wieder Spekulationen gegeben. Zuletzt war sein Name verstärkt in der Ukraine-Affäre gefallen.

Perry habe als Energieminister «fantastische Arbeit» geleistet, sagte Trump nun. «Aber es war an der Zeit – drei Jahre sind eine lange Zeit.» Perry habe ihn bereits vor Monaten über seine Rücktrittspläne in Kenntnis gesetzt.

Die Demokraten hatten vergangenen Woche von dem Energieminister Dokumente zur Ukraine-Affäre angefordert. Hintergrund sind Trumps Versuche, möglicherweise kompromittierendes Material aus der Ukraine über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber und Ex-Vizepräsidenten Joe Biden zu erhalten.

In Ukraine-Affäre unter Druck geraten

In einem diese Woche veröffentlichten Interview räumte Perry ein, sich mit Trumps persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zum Thema Korruption in der Ukraine ausgetauscht zu haben. Einem Medienbericht zufolge soll der Energieminister zudem Trump zu dem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski im Juli angeregt haben, das im Mittelpunkt der Ukraine-Affäre steht.

Die oppositionellen Demokraten werfen Trump in der Ukraine-Affäre Amtsmissbrauch vor. Sie streben ein Amtsenthebungsverfahren an und haben dafür eine Untersuchung im Repräsentantenhaus eingeleitet.

Mit Perrys Abgang gibt es einen weiteren Ministerwechsel in der US-Regierung. In Trumps Amtszeit sind bereits zahlreiche Minister und wichtige Regierungsvertreter zurückgetreten oder entlassen worden. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump den Abgang seines kommissarischen Minister für Innere Sicherheit, Kevin McAleenan, angekündigt.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MM am 18.10.2019 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quo vadis "freie" Welt

    Und alle machen in diesem Affenzirkus "einen fantastischen Job". Diese Tragikomödie wird uns alle noch sehr teuer zu stehen kommen....

    einklappen einklappen
  • Badener am 18.10.2019 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Und täglich grüßt......

    Wie man sieht ist eine Entlassung oder ein Rücktritt aus der Trumpel Administration kaum mehr etwas ausgewöhnliches,sondern wird geradezu Überlesen oder zur Kenntnis genommen.

  • 8004 am 18.10.2019 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    :-)

    Ist langsam wie bei einem Fussballspiel mit den Auswechslungen: Nummer 7 raus, Nr. 21 rein

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aldointernationale am 20.10.2019 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wandel der Zeit

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, oder die schon normale Fluktuation in den Ministerien Trumps. Erstaunlich ist, dass die Minister ihre Ämter trotz grossartiger und wundervoller Tätigkeit niederlegen. Der Grossartigste von allen bleibt aber. Unter den derzeitigen Politegozentrikern wie Trump, Kim, Erdogan, Putin etc. ist der letztgenannte mittlerweile der harmloseste. So ändert sich die Weltgeschichte.

  • Ganjaflash am 20.10.2019 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Alvin am 19.10.2019 02:50 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss noch schlimmer kommen

    Die Amis Werden ihn wieder wählen da seine anhänger über die gleiche Weisheit wie trump verfügen erst wenn er die USA an die wand gefahren hat werden sie ev. merken das er nicht für sie sonder nur für sich regiert hat

  • Alois Matters-Horn am 18.10.2019 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Theater ...

    Das Theater in den USA. Keiner weiss, was er/sie will. Einfach nur Macht. Aber wie dabei dem Bürger geht interessiert niemanden. Was für eine verkehrte Welt. Aber es heisst so schön: "jeder denkt an sich, nur ich an mich!"

  • Avenger am 18.10.2019 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Games

    Russland soll endlich die Ukraine wieder eingliedern und aus der Ukraine Affäre eine Russland Affäre machen, dann ist es wenigstens einheitlich und ohne Verwechslungsgefahr zu konsumieren. Der Welt, ausser US Demokraten, ist das sowas von egal.