Ex-Taliban-Geisel

14. Juli 2014 21:08; Akt: 14.07.2014 21:10 Print

US-Soldat Bergdahl kehrt in Militär-Dienst zurück

Nach fünf Jahren in Gefangenschaft wurde der US-Soldat Bowe Bergdahl von Psychologen auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Jetzt ist klar: Er soll wieder Militärdienst leisten.

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Zwei von fünf Jahren in Taliban-Gefangenschaft verbrachte der US-Soldat Bowe Bergdahl in einem 1,80 mal 1,80 Meter grossen Metallcontainer. Das berichtete «Fox News» am 15. Juni 2014. Wieder in der Heimat: Am 13. Juni landet der Soldat in den USA, nachdem er knapp zwei Wochen in Deutschland verbrachte um sich nach der Gefangenschaft behandeln zu lassen. Am 1. Juni 2014 traten Präsident Obama und Bergdahls Eltern im Weissen Haus vor die Öffentlichkeit und verkündeten die Freilassung von Bowe Bergdahl. Vater Robert (M.) hatte sich nach der Gefangennahme seines Sohnes einen Bart wachsen lassen und Paschtunisch gelernt. Bob Bergdahl sagte: «Bismillah al rahman al raheem. Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen. Ich bin dein Vater, Bowe. Diese Rettung war sehr kompliziert.» Sichtlich bewegt fügte Bob Bergdahl an: « Ich möchte mich bei allen daran Beteiligten bedanken. Bei den Streitkräften, dem Aussenministerium, allen in den USA und auf der ganzen Welt.» Die US-Behörden kündigten an, Bowe Bergdahl werde zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Letztlich soll er ins San Antonio Military Medical Center nach Texas gebracht werden. «Wir können es gar nicht erwarten, unseren einzigen Sohn in unsere Arme zu schliessen», so Bergdahls Eltern weiter. Der US-Präsident sagte: «Während Bowe weg war, geriet er nie in Vergessenheit. Die Vereinigten Staaten von Amerika lassen niemals ihre Männer und Frauen in Uniform im Stich.» 2009 zog der nach Afghanistan in den Krieg. Bergdahl war der letzte US-Kriegsgefangene in Afghanistan. Warum er den Taliban überhaupt in die Hände fiel, ist unklar. Es gibt Gerüchte, wonach ... ... Bergdahl von den Taliban eine Gehirnwäsche verpasst bekommen und von ihnen das Bombenbauen erlernt habe - ganz wie in der US-Serie «Homeland». In den letzten fünf Jahren tauchten immer wieder Videos auf, die Bergdahl abgemagert, aber lebend zeigten. Im Juni 2014 feiern die Menschen in Hailey, Idaho, die Rückkehr ihres verlorenen Sohnes. Überglücklich fallen sie sich in die Arme. Ganz Hailey ist in Festlaune.

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Der von den afghanischen Taliban bei einem Gefangenenaustausch Ende Mai freigelassene US-Soldat Bowe Bergdahl kehrt nach dem Ende seiner Behandlung in den aktiven Militärdienst zurück. Bergdahl werde auf dem Stützpunkt San Antonio-Fort Sam Houston im Bundesstaat Texas eingesetzt, teilte die US-Armee am Montag mit. Mit welchen Aufgaben er dort betreut wird, war zunächst nicht bekannt.

Bergdahl war Ende Juni aus dem Militärspital entlassen und in den vergangenen Wochen von Psychologen auf seine Wiedereingliederung vorbereitet worden. Der Nachrichtensender CNN berichtete, dass der Soldat bereits am Montag wieder zum Dienst antreten könnte.

Fünf Jahre festgehalten

Die Taliban hatten Bergdahl fast fünf Jahre lang festgehalten, bevor er am 31. Mai in einem umstrittenen Tausch gegen fünf ranghohe Taliban-Mitglieder aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo freikam.

Einige frühere Kameraden haben dem 28-Jährigen vorgeworfen, im Juni 2009 von seinem Posten in der afghanischen Provinz Paktika desertiert zu sein. Bergdahl soll sich vor seinem Verschwinden kritisch über den Militäreinsatz in Afghanistan geäussert haben.

Die Ermittlungen zu den Umständen von Bergdahls Entführung dauerten noch an, teilte die US-Armee mit. Eine erste Untersuchung des Militärs im Jahr 2009 war zu dem Schluss gekommen, dass der Soldat seinen Posten «gezielt und freiwillig» verlassen habe.

Als Fahnenflucht wurde der Fall damals aber nicht eingestuft, weil Bergdahls Motive nicht endgültig bekannt gewesen seien. Der Soldat hat sich seit seiner Freilassung noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen und der Zeit in Gefangenschaft geäussert.

Gefangenentausch sei «richtige Entscheidung» gewesen

Die Republikaner hatten Bergdahls Austausch gegen Taliban-Mitglieder scharf kritisiert. Sie werfen der Regierung von Präsident Barack Obama vor, mit «Terroristen» verhandelt und einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen zu haben.

Verteidigungsminister Chuck Hagel verteidigte den Deal dagegen als «richtige Entscheidung». Angesichts des sich verschlechternden Gesundheitszustandes von Bergdahl habe es kaum andere Möglichkeiten gegeben. «Amerika lässt seine Soldaten nicht zurück», hatte Hagel vergangenen Monat vor dem Repräsentantenhaus in Washington erklärt.

(sda)