22. April 2005 08:20; Akt: 22.04.2005 08:23 Print

US-Soldat tötet Kameraden

Ein US-Kriegsgericht hat einen Feldwebel des vorsätzlichen Mordes an zwei Kameraden im Vorfeld seines Einsatzes im Irak für schuldig befunden.

Fehler gesehen?

Dem Mann drohe die Todesstrafe, schrieben US-Medien.
Der heute 34-Jährige hatte am 23. März 2003 in einem US-Lager in Kuwait zudem 14 andere Soldaten mit Gewehrschüssen verletzt. Dies wurde als versuchter vorsätzlicher Mord in 14 Fällen gewertet. Das Militärgericht auf dem Stützpunkt Fort Bragg (North Carolina) soll ab Montag das Strafmass erörtern.
Sein Verteidiger hatte argumentiert, dass der Feldwebel aus Los Angeles «geistig krank» und für den Militärdienst nicht geeignet gewesen sei. Wegen seines Geisteszustandes dürfe er nicht hingerichtet werden.
Die Anklage erklärte, der Täter habe den Anschlag geplant und in seinem Computertagebuch geschrieben, er wolle so viele seiner Kameraden wie möglich töten. Nach Auffassung der Regierung verdiene er die Todesstrafe. Die Jury benötigte für ihren Schuldspruch weniger als drei Stunden, schrieb die Zeitung «Los Angeles Times».
Der US-Soldat hatte am 23. März 2003 zunächst den Stromgenerator vor den Offizierszelten im Camp Pennsylvania in Kuwait abgeschaltet. Dann griff er mit Granaten Zelte an und schoss auf flüchtende Offiziere. Dabei starben ein Hauptmann und ein Major.

(sda)