29. April 2005 07:34; Akt: 29.04.2005 07:36 Print

US-Soldat zum Tode verurteilt

Ein US-Militärgericht auf dem Stützpunkt Fort Bragg hat einen Feldwebel wegen des Mordes an zwei Kameraden in Kuwait zum Tode verurteilt.

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Der heute 34-Jährige Hasan Akbar hatte am 23. März 2003 in dem US-Lager in Kuwait zudem 14 andere Soldaten mit Gewehrschüssen verletzt. Dies wurde als versuchter Mord in 14 Fällen gewertet. Das Todesurteil muss noch von weiteren Instanzen des US-Militärs überprüft werden.
Akbars Verteidiger hatte argumentiert, dass sein Mandant «geistig krank» und für den Militärdienst nicht geeignet gewesen sei. Wegen seines Geisteszustandes dürfe der Mann aus Los Angeles nicht hingerichtet werden.
Die Anklage betonte, dass Akbar den Anschlag geplant und in seinem Computertagebuch geschrieben habe, er wolle so viele seiner Kameraden wie möglich töten. Nach Auffassung der Regierung verdiene Akbar die Todesstrafe.
Erstmals in dem Verfahren meldete sich Akbar vor der Verkündung der Strafe selbst zu Wort. Er entschuldigte sich demnach für seine Tat und meinte, er habe sein Leben in Gefahr und deshalb keinen anderen Weg mehr gesehen.
Akbar hatte damals im Militärlager Pennsylvania in Kuwait zunächst den Stromgenerator vor den Offizierszelten abgeschaltet. Dann griff er mit Granaten Zelte an und schoss auf flüchtende Offiziere. Dabei starben ein Hauptmann und ein Major.
Der Fall Akbar war der erste seit dem Vietnamkrieg, bei dem ein US-Soldat wegen der Tötung von Kameraden angeklagt war.

(sda)