Staatliche Subventionen

05. Juli 2010 12:35; Akt: 09.07.2010 11:08 Print

USA bauen grösstes Solarkraftwerk

US-Präsident Barack Obama hat Subventionen von zwei Milliarden Dollar für Solarkraftwerke angekündigt. Damit soll unter anderem die weltgrössten Anlage gebaut werden.

storybild

Projektskizze des Solana-Kraftwerks in Arizona.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Obama sagte in seiner wöchentlichen Radioansprache, mit dem Geld würden Tausende neue Arbeitsplätze geschaffen und der Anteil der erneuerbaren Energien erhöht. «Wir werden einen aggressiven Wettbewerb führen, damit die Arbeitsplätze und Industrien der Zukunft sich hier in Amerika etablieren», sagte Obama.

Der grösste Teil der Subventionen geht an die spanische Firma Abengoa Solar, die das grösste Solarkraftwerk der Welt in der Nähe von Phoenix im Bundesstaat Arizona errichten will. Das Projekt «Solana» ist nach Angaben von Abengoa Solar mit einer Leistung von 280 Megawatt das grösste bisher geplante solarthermische Kraftwerk. 2011 wird es ans Netz gehen und danach rund 70 000 Haushalte mit Strom versorgen.

Jobs dank «grünen» Technologien

Mit «Solana» lässt sich laut der Betreiberfirma der CO2-Ausstoss um rund 475 000 Tonnen pro Jahr gegenüber einem Gastkraftwerk reduzieren. Unterstützt wird auch das Unternehmen Abound Solar Manufacturing, das Anlagen für den Bau von Dünnschichtsolarzellen in Colorado und Indiana bauen will. Insgesamt sollen nach Regierungsangaben mehr als 2000 Arbeitsplätze im Bausektor und 1500 dauerhafte Stellen entstehen.

Präsident Obama setzt bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze stark auf «grüne» Technologien. Diese führen in den USA trotz guten Voraussetzungen (viele Wüstengebiete) noch ein Nischendasein, verglichen etwa mit Deutschland, dem Weltmarktführer im Bereich Solarenergie. Auch die Chinesen drängen mit günstigen Angeboten in den Markt.

Jahre bis zur wirtschaftlichen Erholung

Zur wirtschaftlichen Lage sagte Obama, es werde Jahre dauern, bis sich der Arbeitsmarkt von der Rezession erhole. Die Arbeitslosenquote beträgt nach wie vor hohe 9,5 Prozent. Insgesamt bewege sich die Wirtschaft jedoch in eine positive Richtung. Zum Teil machte der die oppositionellen Republikaner für die langsame Entwicklung verantwortlich. Sie «spielen die alten Washingtoner Spiele» und behinderten die Regierung. Er bezog sich damit auf die Kritik der Republikaner an einer weiteren Erhöhung der Staatsschulden.

(pbl/ap)