Fazul Abdullah Mohammed

12. Juni 2011 08:21; Akt: 12.06.2011 08:44 Print

USA freuen sich über Tod des Top-Terroristen

Den somalischen Behörden ist ein wichtiger Schlag im Kampf gegen Al-Kaida gelungen: Sie haben den Drahtzieher von verheerenden Terroranschlägen auf US-Botschaften offenbar liquidiert.

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Das Gebäude der US-Botschaft in Nairobi war nach den Terroranschlägen im Jahr 1998 schwer beschädigt. (Bild: Keystone)

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Der Drahtzieher der Al-Kaida-Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 ist nach Angaben der somalischen Regierung tot. Der Top-Terrorist Fazul Abdullah Mohammed sei bereits am Dienstag von den somalischen Sicherheitskräften getötet worden, sagte ein Sprecher des Informationsministeriums am Samstag. Das Gesicht des Toten sei mit dem auf alten Aufnahmen Mohammeds identisch.

«Wir haben Bilder der Leiche mit seinen alten Bildern verglichen. Sie stimmen überein», sagte Sprecher Abdifatah Abdinur. «Es ist bestätigt, dass er der Mann ist und er ist tot», sagte er. Mohammed stand auf der Suche der meistgesuchten Verbrecher des FBI. Auf ihn waren fünf Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt.

Aus Kreisen der US-Regierung hiess es, Mohammed sei bei einem Gefecht mit somalischen Regierungstruppen ums Leben gekommen. US-Aussenministerin Hillary Clinton bezeichnete seinen Tod während eines Aufenthalts in Tansania als einen wichtigen Schlag gegen Al-Kaida und deren extremistischen Alliierten in Ostafrika. Es sei ein gerechtes Ende für einen Terroristen, der so viel Tod und Leid über so viele unschuldige Menschen gebracht habe, sagte sie.

Al-Kaida habe einen ihrer erfahrensten Köpfe verloren

Man gratuliere den somalischen Behörden zu ihrer guten Arbeit, hiess es aus Kreisen der US-Regierung. Durch Fazuls Tod habe Al-Kaida einen ihrer erfahrensten Köpfe in Ostafrika verloren.

Am 7. August 1998 waren fast zeitgleich zwei Bombenanschläge auf die diplomatischen Vertretungen der USA in Daressalam (Tansania) und Nairobi (Kenia) verübt worden. Insgesamt wurden dabei 224 Menschen getötet, darunter zwölf Amerikaner. Zu den Anschlägen bekannte sich das Terrornetzwerk Al Kaida.

Anfang der Woche hatte ein somalischer Sicherheitsbeamter von zwei toten Männern in Mogadischu berichtet - wobei es sich vermutlich bei einem von ihnen um Mohammed handelte. Die beiden seien in einem Luxusauto an einem Kontrollposten gestoppt worden. Nachdem die Sicherheitskräfte eine Pistole bei ihnen gefunden hätten, sei es zu einem Schusswechsel gekommen, sagte der Beamte.

(Malkhadir M. Muhumed, AP)

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf am 12.06.2011 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    ... und jetzt?

    Toller Erfolg. Der Westen muss jetzt aber zeigen, dass sich auch da etwas tut. Bis anhin haben die USA immer wieder Aufständische unterstütz - und fallen gelassen, sobald diese nicht mehr nach dem Gusto der Amis funktionierten. In Lybien haben wir jetzt die Chance, das Volk mal als Volljährig anzunehmen - und deren Entscheide zu respektieren. Das wäre der beste Weg, dem Terror den Boden zu entziehen.

  • E.Meyer Schweiz am 12.06.2011 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Jemen

    Eigentlich schade um den Mann!

Die neusten Leser-Kommentare

  • E.Meyer Schweiz am 12.06.2011 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Jemen

    Eigentlich schade um den Mann!

  • rolf am 12.06.2011 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    ... und jetzt?

    Toller Erfolg. Der Westen muss jetzt aber zeigen, dass sich auch da etwas tut. Bis anhin haben die USA immer wieder Aufständische unterstütz - und fallen gelassen, sobald diese nicht mehr nach dem Gusto der Amis funktionierten. In Lybien haben wir jetzt die Chance, das Volk mal als Volljährig anzunehmen - und deren Entscheide zu respektieren. Das wäre der beste Weg, dem Terror den Boden zu entziehen.