Wahl in Indonesien

23. Juli 2014 15:01; Akt: 24.07.2014 12:57 Print

USA gratulieren diesem Metallica-Fan

Der frühere Gouverneur von Jakarta, Joko Widodo, hat die Präsidentenwahl in Indonesien gewonnen. Auf den Heavy-Metal-Fan entfielen mehr als 53 Prozent der Stimmen.

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Der neue Präsident Indonesiens ist bekennender Heavy-Metal-Fan.

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Nach der Ausrufung des Reformers Joko Widodo zum Sieger der indonesischen Präsidentschaftswahl haben die USA und Australien ihm zu seinem Erfolg gratuliert. «Die australische Regierung freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit ihm», sagte Australiens Regierungschef Tony Abbott am Dienstag.

Der Premier, dessen Verhältnis zu Indonesien nach einem Spionageskandal im vergangenen Jahr und wegen des Streits um die Einwanderungspolitik angespannt ist, betonte die Bedeutung der Beziehungen der beiden Länder. Zudem gratulierte er Indonesien zum Ablauf der Wahlen.

Auch US-Aussenminister John Kerry würdigte den Verlauf der Abstimmung und gratulierte Widodo zu seinem Wahlerfolg. «Das Volk Indonesiens hat sich erneut vereint, um durch freie und faire Wahlen sein Bekenntnis zur Demokratie auszudrücken», erklärte Kerry. Er freue sich, mit Widodo zusammenzuarbeiten.

Knappes Ergebnis

Der bisherige Gouverneur der Hauptstadt Jakarta war am Dienstag nach einem knappen Rennen mit 53 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger ausgerufen worden. Der 53-Jährige aus einfachen Verhältnissen gilt als volksnah und viele hoffen darauf, dass er wichtige Reformen einleitet.

Sein Rivale, der frühere General Prabowo Subianto, kam laut dem amtlichen Endergebnis auf 47 Prozent. Prabowo hatte noch kurz zuvor angekündigt, das Ergebnis nicht anzuerkennen, und seinem Konkurrenten «massiven und systematischen Betrug» vorgeworfen.

Allerdings gab sein Team später bekannt, er werde keine Beschwerde vor Gericht einlegen. Dem Land bleibt damit ein wochenlanger Rechtsstreit erspart. Der Sieger der Wahl tritt die Nachfolge von Susilo Bambang Yudhoyono an, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr für das höchste Staatsamt kandidieren durfte.

(sda)