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18. Februar 2013 11:52; Akt: 18.02.2013 14:53 Print

Vater kämpft auf Kran für seinen Sohn

Im Westen Frankreichs gehen Männer im Kampf um mehr Besuchsrechte für ihre Kinder auf die Kräne. Sie verlangen von Premierminister Jean-Marc Ayrault mehr Rechte.

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Ein Vater will seinen Sohn sehen und riskiert dafür sein Leben: Serge Charnay, der von seinem Sohn getrennt im westfranzösischen Nantes lebt, harrt seit Freitag in 40 Metern Höhe auf einem Kran aus. Er will erst nach einem Gespräch von Regierungsvertretern mit Väter-Organisationen wieder herunterkommen. Ein solches Treffen soll im Verlauf der Woche stattfinden.

Der Franzose will für mit Aktion für ein Besuchsrecht für seinen Sohn kämpfen. Er erklomm den Kran mit einem Banner mit der Aufschrift: «Benoit, seit zwei Jahren ohne Vater.»

Premierminister trifft Vater-Vertreter

Nach seiner dritten Nacht auf dem Kran sagte der 42-jährige Serge Charnay am Montag der Nachrichtenagentur AFP, er werde seine Protestaktion nur dann früher beenden, falls es «wirklich Unvorhergesehenes aus anderen Gründen» gebe.

Premierminister Jean-Marc Ayrault hatte Gespräche mit Väter-Organisationen zu Sorgerechtsfragen angekündigt. Die Minister für Justiz und Familie wollen im Laufe der Woche mit Vertretern von Väter-Verbänden sprechen.


(Video: YouTube/CatastNatural)

Weitere Väter auf Kränen

Nach der Aktion von Charnay in Nantes hatten am Wochenende in Frankreich zwei weitere Väter Kräne besetzt, allerdings beendeten sie ihren Protest nach kurzer Zeit. Charnay hatte das Besuchsrecht für seinen Sohn vor zwei Jahren verloren, nachdem er wegen Kindesentziehung verurteilt worden war.

Die Vaterrechte-Gruppe SVP Papa verurteilte allerdings die waghalsigen Kranbesetzungen: Die Väter setzten ihre Leben aufs Spiel und liefen Gefahr, von der Öffentlichkeit statt als «Papas» als «Durchgedrehte» wahrgenommen zu werden.


(Video: YouTube/Daniel Morvan)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus Koller am 18.02.2013 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlechterrolle

    Die moderne Familie wird propagiert. Die Väter sollen (zu Recht) mithelfen und Verantwortung tragen und nicht nur diejenigen sein, die das Geld heimbringen. Alles schön und gut, doch vor Gericht gibt es nur ein Rollenmodell: Vater = Ernährer/Geldverdiener, Mutter = Erzieherin der Kinder. Weshalb gibt es immer weniger Geburten? Das ist sicher ein Mitgrund - ich kenne einige Männer die aus diesen Gründen keine Kinder wollen.

  • armin sah am 18.02.2013 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    bei uns gibts sowas nicht!

    Also so was würde es in der Schweiz nie und nimmer geben. Bei uns müssen geschiedene Männer arbeiten um die Alimente bezahlen zu können - da bleibt keine Zeit um drei Tage auf dem Kran blau zu machen. Also Männer: Fleissig arbeiten, nicht mucksen und braaav bezahlen - sonst kommt ihr noch auf den Radar ;-)

  • Nobody am 18.02.2013 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist leider so ...

    Die Väter sind für die Produktion (mit)verantwortlich, und dann "dürfen" sie zaheln. Mehr rechte hat man als Vater nicht. Väter, welche nach einer Trennung aktiv an der Erziehung und Betreung der Kinder teilhaben wollen, sind nach wie vor auf das Wohlwollen der Mutter angewiesen. Und das darf nicht so sein!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • a-a-a-a am 19.02.2013 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt geht ja gar nichts mehr

    Die Frauen wollen halt s`weggli und de füfer! Mehr Rechte für Fauen wo man hinsieht, aber die Männer haben nix zu sagen bei dem wichtigsten....das Kind! Frauen werden in Europa/America einfach zu "ernst" genommen und die Frauen nützen dies in vollen zügen aus! Die Männer sollten mehr solche Aktionen duchführen und mal härter durchgreifen.. Dies macht meiner Meinung nach die "eroberischen Männer" weichlich und dies wirkt sich so weit aus das sogar die Wirtschaft in ganz EU runterfällt.. Alles was heute so gut läuft wurde anno dazumal erschaffen alls die Männer noch Männer sein durften...

  • Markus Koller am 18.02.2013 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlechterrolle

    Die moderne Familie wird propagiert. Die Väter sollen (zu Recht) mithelfen und Verantwortung tragen und nicht nur diejenigen sein, die das Geld heimbringen. Alles schön und gut, doch vor Gericht gibt es nur ein Rollenmodell: Vater = Ernährer/Geldverdiener, Mutter = Erzieherin der Kinder. Weshalb gibt es immer weniger Geburten? Das ist sicher ein Mitgrund - ich kenne einige Männer die aus diesen Gründen keine Kinder wollen.

  • armin sah am 18.02.2013 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    bei uns gibts sowas nicht!

    Also so was würde es in der Schweiz nie und nimmer geben. Bei uns müssen geschiedene Männer arbeiten um die Alimente bezahlen zu können - da bleibt keine Zeit um drei Tage auf dem Kran blau zu machen. Also Männer: Fleissig arbeiten, nicht mucksen und braaav bezahlen - sonst kommt ihr noch auf den Radar ;-)

  • Alrahmadun rahmat am 18.02.2013 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Peace for Humans

    Ein Beweis das es noch Menschen gibt ist der Vater. Menschen sollte frei sein und nicht durch einen Staat kontrolliert werden, seht doch die Welt an, denkt ihr das sei normal? Denkt mal nach und seht selber.

  • prog am 18.02.2013 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückte Welt

    Überall im öffentlichen Leben werden Geschlechter-Quoten veralngt. Nur bei der Erziehung der Kinder, dem wichtigsten Gut der Welt, soll dieser Grundsatz plötzlich nicht mehr gelten (gilt für gleichgeschlechtliche Eltern genauso wie für Alleinerziehende).